Heute war ich einkaufen. Gesucht habe ich einen neuen Filter für die
Kaffeemaschine. Gefunden habe ich (m)eine Agenda. Ich kaufe jedes Jahr
dieselbe, nicht, weil sie schön wäre (im Gegenteil), aber sie ist so
wunderbar praktisch und hat alles, was ich brauche. Und brauchen tue ich
sie wirklich: Das neue Jahr füllt sich jetzt schon mit Terminen. Hab
sie gleich eingetragen!
Fürs Herz, Gemüt und Auge habe ich mir
übrigens vor zwei Wochen ein neues Notizbuch gekauft. Als Frau Tochter
es sah, meinte sie: "Oh, du hast es schon. Bin ich froh, dass ich es dir
nicht gekauft habe." (Sie kennt mich eben in- und auswendig.)
PS: Ja, immer noch Papier! Ich mag keine elektronischen Agenden. Und ich werde nie genug bekommen von schönen Notizbüchern. Nie!
Müsste ich einen Ratgeber mit dem Titel "Rassismus für Dummies" schreiben, ginge der etwa so:
1. Definiere dich über deine Nationalität. Setz noch einen drauf, indem du dich den wahren xxx (xxx bitte durch das Land ersetzen, in dem du lebst) nennst. Wenn du in der Schweiz lebst, bezeichne dich als wahren Eidgenossen. Das ist der ultimative Titel für jeden Erhabenen.
2. Du musst nichts für dieses Land geleistet haben, du must nicht einmal Arbeit haben (in diesem Fall bist du der einzige Nichtsozialschmarotzer in deinem Land), deine Rechtschreibung darf schlechter sein als die jedes Secondos. Wichtig ist, dass du dich allen "Papier ...xxx" (hier bitte wieder das Land einsetzen) überlegen fühlst.
3. Geh hin und verbreite deine Botschaft im Internet. Laut, direkt, ruhig auch mit Fluchwörtern, Beleidigungen und Diffamierungen. Schliesslich herrscht Meinungsfreiheit und man wird ja wohl im eigenen Land noch sagen dürfen, was man denkt. Gopf.
4. Wenn es irgendjemand wagt, dir in deinem Kommentar zu antworten, geh bloss nicht auf den Inhalt ein. Unterstell deinem Feind irgendwas. Was, ist eigentlich egal. Das Vokabular darf ruhig beleidigend und herabsetzend sein, denn du bist ja schliesslich alleine durch deine Ernennung zum einzig wahren xxx (bitte Land einsetzen) diesem Dumpfdödel, der dir widerspricht, um Meilen überlegen. Dumm ist er sowieso, denn du bist ja der Kluge. Die Wörter "naiv" und "Gutmensch" machen sich auch sehr gut. Und falls dir gar nichts einfällt, geh sein Facebookprofil anschauen und spiel direkt auf den Mann / auf die Frau, indem du das Aussehen ins Lächerliche ziehst, bestenfalls mit übelster Fäkal- und Genitalsprache.
5. Fühl dich überlegen. Greif zu deinem Bier in deiner kalten Küche. Hebe das Glas und proste deinem Spiegelbild auf dem Computerbildschirm zu. Dränge die Frage, warum du dich nicht besser fühlst, und warum du eigentlich ein ziemlich einsamer Mensch bist, in deine tiefsten Tiefen zurück. Oder gibt diesen verdammten linken Gutmenschen die Schuld daran. Notfalls den Politikern. Aber nicht dir.
Statt einen Ratgeber für Dummies zu schreiben, könnte man auch einen Zeitungsartikel verfassen. Constantin Seibt vom Tagesanzeiger hat das heute getan. Ich empfehle ihn wärmstens als Leselektüre für dieses Wochenende.
Und heute muss ich mal wieder etwas dazu sagen (obwohl die Fotos der Fundstücke eigentlich für sich sprechen).
Diese Jeansjacke habe ich mir mit 18 Jahren gekauft. Als Frau Tochter ungefähr so alt war wie ich damals, habe ich sie ihr geschenkt. Sie hat was Tolles daraus gemacht. Fürs Foto musste ich die Jacke etwas zurechtbüscheln - damit man die Aufnäher besser sieht.
Es war leicht, in den letzten Wochen verloren zu gehen. Die Kälte hat sich - nicht nur - in unser Land geschlichen. Am Freitag stand ich dann an einem Punkt, wo sich all das Aufgestaute bei mir entlud. Nein, es war kein guter Tag. Aber es war einer, an dem am Ende ein Konzert auf mich wartete. The Beauty of Gemina spielte im Kunstmuseum Liechtenstein. Mit Special Guests aus Island.
Und es war wie immer. Die Band machte mich wieder ganz. Füllte meine Seele. Liess mich zur Ruhe kommen. Zeigte mir den Weg. Zwei Stunden war ich anderswo. Auf diesem Planeten, der mit keinem Gefährt der Welt erreichtbar ist. Die Musik von The Beauty of Gemina nahm mich direkt dort hin. Ich kam nicht nur zurück, ich kam an. Bei mir.
Von der Reise mitgebracht habe ich auch unendlich viel Inspiration zu einem Jugendbuch. Es muss kein Thriller werden. Es muss keine Erwartungen erfüllen. Es muss nur eins: Aus der Seele kommen. Die Vorlage lieferen jede Menge Textzeilen aus Songs der Band. Sie haben all diese Songs am Freitag gespielt. Unter anderem auch den Song Into Black, den Soundtrack zum Buch Black Rain. Es war die schönste Version, die ich je von diesem Lied gehört habe.
Dieser Freitagabend war magisch. Vielleicht lag diese Magie überall in der Luft. Denn plötzlich häuften sich in Zeitungen, Blogs und auf youtube die Meldungen jener, die wie ich nicht in einer solchen Kälte leben wollen. Und das auch laut und deutlich sagen und schreiben. Das Video von Joko und Klaas habt ihr euch hoffentlich schon angesehen. Ich habe noch zwei Lesetipps für euch.
Ich habe wieder Hoffnung. Als Start in die neue Woche schenke ich euch einen meiner Lieblingssongs von The Beauty of Gemina. Lasst euch von der Stimmung anstecken und lasst euch nicht unterkriegen! Und haltet dagegen. Gegen die Unmenschlichkeit. Gegen den Zynismus von einzelnen Menschen oder Parteien. Gegen die Kälte.
Heute ist einer dieser Tage, an denen mein Zorn explodiert. (Also nur weiterlesen, wenn ihr einen Gefühlsausbruch ertragt!)
Das begann schon gestern, als ich einmal mehr feststellen musste, dass es dort, wo ich lebe, reicht, nicht wie alle anderen auszusehen, um wie ein Hund behandelt zu werden. Das ging mit den Nachrichten über das ganze Flüchtlingselend und die absolut herzlosen Rassisten weiter. Und gerade eben - als ein Kollege auf Twitter die geplanten Sparmassnahmen im Bildungsbereich seines Wohnkantons aufgelistet hat - ist mir der Faden endgültig gerissen.
Ich will nicht mehr. Nicht mehr in diesem Land leben. Diesem kalten Land, wo wir uns nicht mehr mit Toleranz und Respekt begegnen, sondern die vermeintlich Schwachen auf den noch Schwächeren herumtrampeln. Wo jeder, der nicht millimetergenau ins Schema reinpasst, ausgegrenzt wird. Wo man mit oder über diese Ausgegrenzten reden kann, als wären sie Abschaum. Wo man bei der Bildung spart und den Jungen damit Zukunftschancen nimmt. Nein! DAS ist nicht mein Land.
Also auswandern? Wohin? Weil die Welt grad total aus den Fugen gerät, bietet sich ein anderer Planet an. Und weil ich nicht weiss, wie man mal eben kurz den Planeten wechseln kann, bleibe ich. "Chiibig ufrächt" wie man bei uns sagt. Oder anders ausgedrückt: Unverbogen, ungebeugt und ungebrochen. Gopf! Aber heute, heute bin ich einfach nur fuchsteufelswild. Und morgen oder schon bald könnte ich mir durchaus vorstellen, in einen Sitzstreik zu treten. Ich weiss auch schon wo.
Zusammen mit den anderen Neuheiten des sjw-Verlags.
Hier das Programm:
Das Schweizerische Jugendschriftenwerk stellt seine Neuerscheinungen im
Theater Stadelhofen, Zürich, vor. Mehr als 25 klein- und grossformatige
SJW-Hefte in den vier Landessprachen und Englisch sind erschienen.
Bettina Spoerri diskutiert mit:
• Mirjam Pressler über ihre neue Anne-Frank-Biografie, die sie für den SJW-Verlag geschrieben hat.
• Eleonore Frey über Wir wollen Bären sehen!, illustriert von It’s Raining Elephants.
• Vincenzo Todisco über seine Migrations- und Arbeitergeschichte TORO, illustriert von Micha Dalcol.
Lesungen u. a. aus Die Mutprobe von Alice Gabathuler und Aber nein! von Lorenz Pauli.
Die Autorinnen und Autoren, Illustratorinnen und Illustratoren des
neuen SJW-Programms: Annetta Baumann, Andrea Caprez, Micha Dalcol, Anna
Deér (HSLU), Eleonore Frey, Alice Gabathuler, Andreas Gefe, Sieglinde
Geisel, Lea Gross (HSLU), Kurt Guggenheim, Laura Jurt, Evelyne Laube und
Nina Wehrle (It’s Raining Elephants), Valery Larbeau, Till Lauer
(HSLU), Meinrad Lienert, Charles Linsmayer, Anna Luchs, Lorenz Pauli,
Mirjam Pressler, Nicolas Robel, Brigitte Schär, Vincenzo Todisco, Pia
Valär, Raphael Volery.
Im Anschluss gibt es beim Apéro
Gelegenheit zum Gespräch mit den Autorinnen und Autoren, den
Illustratorinnen und Illustratoren, mit der scheidenden Verlagsleiterin
Margrit Schmid und mit Regula Malin, die ab September 2015 die
SJW-Verlagsleitung übernehmen wird.
Eintritt frei
Ort und Zeit: 17.30 Uhr, Theater Stadelhofen, Stadelhoferstrasse 12, 8001 Zürich
So ein Hinterkopf ist eine tolle Sache. Man verstaut dort Dinge wie Eigentlich-unmöglich, Schön-wäre-es, Vielleicht-sollte-ich, Wenn-ich-mal-Zeit habe und vieles mehr. Ich mag diese Ecke meines Kopfes. Die Spinnerecke. Die Träumerecke. Mitten drin sitzt ein Gedanke, der regelmässig und recht hartnäckig in den Hauptteil des Kopfes will. Dass ich schon den ganzen Sommer ein Heiden-Heimweh nach Schottland habe, nutzt er gnadenlos aus. Schreib Band 5 der Lost Souls!, flüstert er mir ins Ohr und dann rauscht das Meer, rollen die Wellen an den Strand, mitten in einer wilden Landschaft, wie es sie nur auf der Insel gibt. Ich bleibe eine Weile dort, lasse den Gedanken raus und verspreche ihm, dass ich ihn nicht vergesse. Auch wenn er - noch - im Hinterkopf bleiben muss.
PS: Ich habe gerade ein langes Gespräch mit meiner Agentin hinter mir. Eines dieser Gespräche, die beim Sortieren der Gedanken helfen. Jetzt bin ich sortiert. Was bedeutet, dass ich eben nicht sortiert bin, sondern in der Schwebe. Meinem Lieblingszustand. Ich lasse die Dinge auf mich zurollen wie die Wellen am Strand. Das ist gut. Das passt. Nur das Heimweh nach Schottland, das kann mir keiner nehmen.
PPS: Ich habe das riesige Glück, eine Agentin zu haben, die mir nicht vom Schwebezustand abrät, sondern mir sogar dazu rät, in genau diesem Zustand zu bleiben.
Ich plotte fleissig mit Kollege Michael Hamannt an unserer Jugendbuchtrilogie. Dabei werden die Exposés sehr lange, weil wir auch die kleinsten Details berücksichtigen. Bei einer Zusammenarbeit von zwei Autoren geht das nicht anders. Wenn wir uns fürs Schreiben die Kapitel aufteilen, muss jeder genau wissen, was drin steht und wo der andere den Faden wieder aufnimmt.
Ganz anders sieht es bei meinem Jugendbuchprojekt aus. Ich komme dem Plot nicht auf die Spur. Dabei habe ich tolle Figuren, tolle Songzitate, an die ich anknüpfen kann, eine spannendes Thema als Ausgangslage, ganze Szenen als Kino im Kopf. Ich weiss, aus welchen zwei Perspektiven ich schreiben will, und ich weiss, wie ich das Buch formal aufbauen möchte. Aber eben: Der Plot fehlt. Einen aus den Fingern saugen will ich mir nicht. Das ist mir zu viel Murks.
Gestern las ich im Buch Der Libellenflüsterer von Monika Feth. Dabei stiess ich auf die Danksagung - und mir war völlig klar, was ich tun muss.
Monika Feth dankt ihrem Verlag. Dafür, dass es völlig in Ordnung ist, dass sie zu Beginn eines Buches nicht sagen kann, wie die Handlung verlaufen wird. Dafür dass sich ihre Bezugspersonen im Verlag einfach auf ihre Idee einlassen, abwarten und sie schreiben lassen. Genau das werde ich machen. Wie damals beim Blackout. Einfach meinen Figuren und den Songzitaten nach schreiben. Ohne Vertrag, ohne Deadline. Und schauen, wie sich die Bilder zusammenfügen, die ich im Kopf habe. Ich freue mich riesig darauf.
Gestern Abend gab's ganz spezielle "Literatur im Grünen." Es ging mit
Tom Zai auf einen Spaziergang von Lesebank zu Lesebank und dazwischen las er „Krass-Komische Kurzgeschichten der eher drastischen Art fürs
Kopfkino." Es wurde nicht zu viel versprochen. Die Texte waren herrlich
schräg, witzig, krass und tatsächlich drastisch, der Abend wunderschön
und das Essen danach köstlich!
Ich schreibe im Sommer eine Adventsgeschichte. Diesmal eine der fantastischen Art. Sonst eigentlich nicht so mein Ding, aber ich merke gerade, wie viel Spass mir das macht. Wahrscheinlich, weil die Geschichte ziemlich (w)irr sein darf. Und witzig. Weil ich noch nicht mehr verraten kann (und weil ich schon lange kein Bild mehr von ihr gepostet habe), lasse ich meine Katze zur Wort kommen. Sie meint:
Schreib Geschichten, für die du brennst und lebe damit, falls sie gerade nicht in den Trend passen.
Frank Reifenberg, einer der besten Kinder- und Jugendbuchautoren, die ich kenne, ein wunderbarer Mensch und ein guter Freund, hat Stefanie Leo von den Bücherkindern ein Interview gegeben, das ich euch unbedingt ans Herz legen will.
Heute
mache ich bei einer ganz besondern Aktion mit. Ich unterstütze ein
Crowdfunding-Projekt von Jürg Wyss, der junge Menschen auf den
Philipinnen mit Mikrokrediten und persönlicher Beratung unterstützen
möchte.
Warum gerade dieses Projekt? Weil ich Jürg Wyss auf
Twitter als einen Menschen kennengelernt habe, der nicht nur redet,
sondern auch macht. Weil er nicht einfach Geld verteilen will, sondern
Hilfe zur Selbsthilfe bietet. Weil er vor Ort war, mit den Menschen gesprochen hat und ganz konkrete Projekte im Auge hat.
Die
Aktion ist eine Auktion. Von mir im Angebot ist ein signiertes
"No_way_out", zusammen mit einer handbearbeiteten
Original-Manuskriptseite und einem Blatt aus dem Notizbuch zum Buch. Der Betreff ist "wyss3".
Mehr über das
Projekt findet ihr hier. Bieten könnt ihr bei Twitter und bei Facebook (Angebot #wyss3). Wer keins von beidem hat, kann auch hier in den Kommentaren bieten oder mir eine Mail schreiben. (Die Mailadresse findet ihr oben in der Menuliste unter "Kontakt").
Mindestgebot: 30 Euro
Aktueller Stand: 60 Euro
UPDATE: Es ist bei 60 Euro für #no_way_out geblieben. Die ganze Aktion hat gut 2000 Euro eingebracht. Jetzt fehlt noch ein hartes Stück Weg zum Ziel, denn die Gesamtsumme ist noch nicht beisammen. Spenden sind immer noch herzlich wilkommen.
UPDATE 2: Das Projekt ist am Ziel: 26'980 Euro. Es ist eine Freude, dabeigewesen zu sein. Und es ist eine Freude zu wissen, dass jetzt an einem anderen Ende der Welt junge Menschen die Chance bekommen, ein eigenes Geschäft aufzubauen.
Die lesungsfreien Sommertage nutze ich zum Konzepten, Plotten und Schreiben. Es sind verschiedene Projekte: ein Kinderbuch mit Deadline am ersten Oktober, Konzepte für neue Texte, Plotten von neuen Geschichten, das Vorantreiben eines lang gehegten Wunschprojekts und mein erstes Self Publishing Projekt. Wobei aus dem ersten SP Projekt nahtlos ein zweites geworden ist.
Warum? Weil es mich gepackt hat. Weil es Spass macht. Weil ich meine Backlist wieder komplett haben will. Ich habe zwar das grosse Glück, einen Verlag zu haben, der meine Bücher relativ lange auf der Backlist lässt, aber auch mein Verlag hat Bücher von mir zum Teil nicht nachgedruckt, zum Teil verramscht. Mittlerweile sind es vier Bücher, die nicht mehr oder nur schwer erhältlich sind. Ich möchte jedoch, dass meine gesamte Backlist erhältlich ist - in Print und als eBook.
SP-Publishing Titel Nummer 1 befindet sich auf der Prüf- und Korrekturrunde. Als Nummer 2 hatte ich eigentlich für nächstes Jahr das Neuauflegen von"Starkstrom" geplant, aber ich habe mich kurzfristig entschieden, "Schlechte Karten" vorzuziehen und mich gleich danach an den "Starkstrom" zu machen. Nun sitze ich jeden Tag eine halbe Stunde am Text. Vielleicht fragt ihr euch, wieso ich das tue bei einem Text, den es ja schon fixfertig gibt. Hier die Gründe:
Als Autor hat man nie die letzte Version des Textes. Zumindest ich nicht. Die Datei, auf die ich zurückgreifen muss, ist die letzte Überarbeitung vor dem Satz. Das heisst: Ich muss die überarbeiteten Passagen in den Text aufnehmen. Dazu kommen die Änderungen, die in den Druckfahnen gemacht werden. Und nicht zuletzt hat man bei einer Neuauflage auch die Chance noch einmal ein wenig am Text zu feilen. So gehe ich nun den Text von "Schlechte Karten" langsam Seite für Seite noch einmal durch. Es macht Freude. Ich muss mich jedes Mal nach der halben Stunde bremsen. Aber da sind noch andere Projekte. Die ich genauso begeistert angehe.
PS: Titel, Cover und Klappentext werden generalüberholt!
Das Überarbeiten der "50 Riesen" hat länger gedauert als geplant. Ich bin im hinteren Teil des Buches über etwas gestolpert, das mich sehr gestört hat - und habe deshalb nicht nur in die Sprache des Textes eingegriffen, sondern auch in seine Handlung. Jetzt ist er in einer ersten Neuversion fertig und soeben an eine kritische Prüferin gegangen. Ein weiterer Schritt auf meinem Self Publishing Weg.
Ganz einfach zu eliminieren war ein Fehler, den im Originalmanuskript alle übersehen haben: Ich, die Lektorin und auch die Korrekturleserin. Es war ein Schüler, der mich lachend fragte, ob meine Autos Schweine werfen.
Die Lost Souls Geschichte ist komplett! Aus diesem Grund habe ich heute Morgen bei Facebook das Profilbild geändert. Und zwar gleich doppelt. Einmal auf der Spezialseite der Serie und einmal auf meiner Autorenseite. Dabei sind meine Gedanken und meine Gefühle mit mir davongaloppiert. Bis sie in der Bretagne ankamen.
Mit 19 war ich zum ersten Mal dort. Auf einer atemberaubend schönen Insel. Ile de Bréhat. Es war das Jahr, in dem Lady Di ihren Prinz Charles heiratete. Ich konnte nicht verstehen, warum sie das tat. Ich war jung und ich fühlte mich frei. Am liebsten wäre ich für immer auf der Insel geblieben. Das ging nicht. Ich musste zurück in eine sinnfreie Ausbildung. Damit ich nie vergessen würde, wie sich Freiheit anfühlt, schrieb ich mir damals eine Postkarte.
Ich weiss nicht, ob sie mich gerettet hat. Ich weiss nur noch, dass ich am ersten Tag nach den Ferien alles schmeissen wollte. Vier schon hinter mich gebrachte Ausbildungsjahre kappen und das fünfte sausen lassen. Ich hatte keine Ahnung, wie ich noch ein Jahr aushalten sollte. Vielleicht hat die Postkarte geholfen. Wahrscheinlich eher die Tatsache, dass ich meinen Traumberuf nicht aufgeben wollte, nur weil die Ausbildung nichts taugte. Und auch mein Gewissen. Wir hatten wenig Geld und trotzdem hatten mich meine Eltern diese Ausbildung machen lassen. Wie konnte ich sie da enttäuschen? Auf jeden Fall hielt ich durch. Lernte von einem Lehrer, der seit mindestens 20 Jahren nicht mehr Grundschüler unterrichtet hatte, wie man Grundschüler unterrichtet. Schrieb Befindlichkeitszettel voll, legte sie in die Mitte des Kreises und ertrug dann das Geschwafel über das ewig Gleiche. Sass morgens im Psychologieunterricht, draussen strahlend schönes Wetter, ich hinter heruntergelassenen Gardinen, mit einer scherbelnden Schallplatte, von der grässliche Musik kam, und weigerte mich, in mich zu gehen.
Jene Zeit hätte ich nicht unbeschadet durchgestanden, wenn ich nicht geschrieben hätte. Damals waren es keine Bücher, auch keine Geschichten, sondern Gedichte, Songtexte und Protesttexte. Ich habe mir sozusagen die Seele aus dem Leib geschrieben und mir jeden Tag mein Stück Freiheit erkämpft. Heute würde ich schmeissen. Und zwar lange vor dem vierten Jahr.
Was mir die fünf Jahre gebracht haben: Das Berufszertifikat für den Beruf, den ich lernen wollte. In dem ich dann aber im ersten Jahr grässlich versagte, weil ich das, worauf es ankam, nicht gelernt hatte. Jahrelanges Reisen, weil ich den Job schmiss, für den ich fünf Jahre durchgehalten hatte. Unzählige verschiedene Berufe, mit denen ich mir mein Geld für die Reisen verdiente. Eine freie Seele und ein freies Herz.
Viel später habe ich es dann mit dem ursprünglich gelernten Traumberuf noch einmal probiert. Ich habe alles anders gemacht, als man es mir beigebracht hat. Und siehe da: Es funktionierte. Ich wurde doch noch Lehrerin. 23 Jahre lang. Und habe (fast) jeden Augenblick davon geliebt. Ende Juni 2015 unterrichtete ich meine letzte Lektion. Nicht weil ich genug hatte, sondern weil mein Terminplan als Autorin immer wieder mit dem Unterricht kollidierte.
Es gibt immer wieder Sachzwänge im Leben. Und trotzdem bin ich innerlich frei geblieben. An die Postkarte von damals - die leider verloren gegangen ist - denke ich häufig. Dieses Jahr war ich nach all den Jahren wieder auf der Ile de Bréhat. Sie ist immer noch wunderschön.
Hier zwei Fotos. Eins von damals. Und eins von diesem Jahr.
Ich arbeite an meinem Self Publishing Projekt. Ursprünglich wollte ich den Inhalt von 50 Riesen nur leicht überarbeiten. Mittlerweile schleife und feile ich mit Spass an meinem alten Text. Und plötzlich bin ich so was wie meine eigene Lektorin. Aber keine Bange! Bei mir ist nicht Endstation. Der Text kommt danach unter - externe - fachkundige Augen. Das Beste: Lektorieren sollte man nicht am Bildschirm, sondern am ausgedruckten Text. Weshalb ich das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden kann. So gut!
Das musste einfach sein! Der Song zu "Red Rage" ist zu gut, um nur knapp die Hälfte davon zu hören. Und einfach nur der Song, ohne Bilder, nein, das wäre es nicht wirklich gewesen. Deshalb habe ich ein Video in der Volllänge des Songs gemacht. Mit Zitaten aus dem Buch. Nein, das Video ist nicht professionell, ja, man könnte es bestimmt 1000 Mal besser machen - aber es ist meins, und es ist so gut, wie ich es hinbekommen habe. Und es ist ein Anfang. Ich möchte dazulernen. Als nächstes steht das Video zu "Blue Blue Eyes" an. Das will ich auch schon lange machen. Jetzt aber erst mal "Red Rage" & "Feel the Fire"
Dazu erst eine Danksagung:
Danke, Fabian Stieger, für einen weiteren tollen Trailer!
Danke, Dennis Mungo, für die Wahnsinnsmusik!
Danke, Robert Frick, für den Gesang
Weil ich es immer total spannend finde, wie Projekte entstehen, erzählen euch Dennis und ich erst einmal etwas zum Song, bevor es dann zum Trailer geht:
Dennis:
Alice und ich kennen uns schon lange. Wir
diskutieren viel über die Musik- und Buchbranche, wie wir uns darin bewegen und
wie wir mit den nicht immer leichten Gegebenheiten umgehen. Dabei teilen wir
viele Ansichten. Darüber, was uns das Schreiben / das Musikmachen bedeutet.
Warum wir es tun und für wen. Wie weit wir zu Kompromissen bereit sind, und wo
sie für uns aufhören.
Mit „Feel the Fire“ habe ich den Song
geschrieben, den ich als Vierzehnjähriger gerne gehört hätte. Ein Teil davon
ist der Text des Songs. Er beschreibt, wie ich mir das Leben als Jugendlicher
wünschte. Hinaus in die grosse Welt, nach L.A., hinein in einen tollen Club mit
allem, was dazu gehört. „Feel the Fire“ bringt mich zurück zu meinen Wurzeln.
Zu der Musik, die mich in meiner Jugendzeit mitten ins Herz getroffen hat. Zu
dem, was mich beim Gitarrespielen motiviert und angespornt hat.
„Feel the Fire“:
Text, Musik, Instrumente: Dennis Mungo
Gesang: Robert Frick
Ich:
Zwei Dinge voraus:
1.Dennis ist der perfekte
Gitarrenlehrer für mich (alle anderen würden an mir verzweifeln).
2.Dennis ist ein gewaltig guter
Gitarrist und Musiker. Wenn er auf der Bühne steht, ist er genau das, was ich
mir unter einem Rockstar vorstelle.
Dennis und ich sassen im Musikzimmer. Ob
wir dabei einmal mehr über Rockmusik fachsimpelten (immer spannend), über das
Leben in einer kreativen Branche redeten (ersetzt für mich eine Therapie) oder
tatsächlich das taten, wozu ich den Unterricht besuche (E-Gitarre spielen),
weiss ich nicht mehr. Auf jeden Fall sagte Dennis: „Ich habe da einen Song
geschrieben, den du dir anhören musst.“
Also setzten wir uns nach dem Unterricht in
das Auto von Dennis, steckten die CD ins Fach, drückten auf „Play“ und drehten
die Lautstärke auf. Wahnsinn, was da aus den Boxen kam. „Feel the Fire“. Genau
meine Musik. Sie fegte mich direkt zurück in meine Jugend. Und ich wusste: Den
Song hätte ich gerne für ein Lost Souls Ltd. Buch. Am liebsten für Band 4. Dem
Finale. Dort, wo Handlung, Gefühle und Charaktere hart und schonungslos
aufeinanderprallen, dort, wo es um alles oder nichts geht, passte der Song
genau hin.
Es gab da allerdings einen kleinen Haken.
Der Text passte nicht. Ein Problem, das problemlos gelöst werden konnte. In
„Red Rage“ ist „Feel the Fire“ Lukes Song. Und Luke ist, wie Leser von Band 1
und 2 wissen, nicht nur der Bruder von Gemma, sondern auch der geborene Hard
Rock Musiker. Am Ende von Band 4 wird … aber nein, das sei an dieser Stelle
nicht verraten. Nur so viel: Der Song ist perfekt, nicht nur, was den Titel
betrifft, denn „er hämmerte Kata die Kraft in die Beine, die Ausdauer in die
Lungen und die Zuversicht ins Herz.“
Im Laufe des letzten Jahres hat sich die
Zusammenarbeit zwischen Dennis und mir weiter ausgedehnt. Der Soundtrack zu
„White Sky“ wurde in Dennis‘ Aufnahmestudio aufgenommen – und dass wir bei
zukünftigen Projekten wieder zusammenarbeiten wollen, steht auch schon fest.
PS: „Feel the Fire“, ist der Song, den
Dennis als Vierzehnjähriger gerne gehört hätte. „Lost Souls Ltd.“ ist die
Serie, die ich als Vierzehnjährige gerne gelesen hätte. Wir passen also genauso
perfekt zusammen wie der Song und das Buch.
Der grösste Absturz geschah letzte Woche. Meine Webseite schmierte ab. Total. Mein Webmaster war ratlos, da er keinen Kontakt zur Datenbank meines Hosts bekam. Also schrieb ich dorthin. Funkstille. Aber nicht Arbeitsstille. Man konnte sehen, dass an der Webseite gewerkelt wurde. Bis irgendwann nur noch die ulitmative Fehlermeldung kam. Alles kein Grund zur Panik, fand ich. Man findet mich ja noch an anderen Orten im Netz. Und Sommer ist auch. Da geht eh kaum jemand die Webseite einer Autorin besuchen. Ich ging offline und überliess die Fehlersuche Leuten, die besser drauskommen als ich.
Offline heisst Berge. Da auf den Freitag kühleres Wetter angesagt war, entschieden wir uns für eine kurze Bergwanderung, die dann ziemlich lang wurde, weil mein Körper fand, er wolle diese verdammt steilen 500 Höhenmeter von der Alp Nagens (ein Wahnsinnsrestaurant mit Wahnsinnsaussicht und total freundlicher Bedienung) zum Aussichtspunkt Fil de Cassons nicht machen. Blöderweise sagte er mir das erst nach ungefähr der Hälfte des Weges. Zurück runter wollte ich nicht (zu steil), hoch auch nicht (zu steil). Das kleinere Übel gewann und wir gingen hoch. Herr Ehemann frisch und munter wie eine Berggeiss, ich schnaufend wie eine Dampflok und mit Oberschenkeln, die sich aufführten wie meine eigene Occupy-Bewegung. Stopp, riefen sie bei jedem Schritt. Was du machst, ist gegen jede Menschenwürde. Das fand ich auch, aber ich bin stur. Und so kam ich bis ganz nach oben. Nur: Wer oben ist, muss auch nach unten. Und bevor ich die horrenden Bahnpreise bezahle, die verlangt werden (CHF 31.00 für eine einfache Fahrt ins Tal - pro Person!), laufe ich lieber runter (ich sag's ja, ich bin stur). Also gings runter. 1100 Höhenmeter. Auf Wanderwegen, die zum Teil nicht einmal der grösste Fan noch als Wanderweg bezeichnen würde. Danach war ich k.o.
Am Tag danach habe ich den unteren Teil der Hausfassade gestrichen, weil der Verputz abbröckelt. Mit der richtigen Farbe vom Fachmann. Hat nicht geholfen. Kaum gestrichen, hatte es in der ganzen Wand feine Risse. Also habe ich heute noch einmal darübergemalt. Hat nicht übel ausgesehen. Ob's ein weiterer Totalabsturz wird, sehe ich dann nächste Woche. Bis dann lebe ich nach dem Prinzip Hoffnung.
Tja, und dann ist da noch der Buchtrailer. Herr Trailermacher hat einen ziemlich modernen Trailer zu Red Rage geschickt. Eigentlich grosse Klasse. Aber nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Zu den anderen drei Trailern passte er einfach nicht. Kein Absturz, sondern eher ein Seitensprung. Fabian arbeitet an der Neufassung. Ich bin gespannt.
Wie's mir geht? Fantastisch! Ohne Witz. Ich müsste mich mal erkundigen, ob der Wettergott der Luft irgendwelche illegalen Substanzen beigemischt hat.
PS: Die Webseite liegt in den Seilen wie totes Gemüse. Aber ich habe jetzt Antwort vom Host. Habe sie an den Webmaster weitergeleitet, weil ich nur Bahnhof verstehe.
Fabian Stieger schleift am Buchtrailer zu "Red Rage". Ich schreibe den
Text für die Lost Souls Spezialseite. Diesmal über die Zusammenarbeit
mit Dennis Mungo, von dem der Song zu Band 4 stammt. So viel sei
verraten: Der Sound fegt einen glatt weg.
Leider hatte ich zu viel Text für den Trailer. Zum Beispiel den hier:
"Kata", flüsterte Ayden.
Seine Stimme verlor sich im Raum, jedoch nicht in seinem Herz. Das schlug Katas Namen.
UPDATE: Heute Nachmittag ist das Belegsexemplar von "Red Rage" eingetroffen. In Real noch umwerfender als schon die umwerfenden Bilder davon. Wahnsinn!
An der "Buch am Bach" in Götzis. Bereits zum vierten Mal. Und es ist auch dieses Jahr einfach wieder toll! Ein wunderbares Programm, engagierte Veranstalter, fröhliche jugendliche Messeguides ganz in Gelb, viele Begegnungen, viele interessante Gespräche, viel Lachen, neun Lesungen, super Publikum! Besser geht einfach wirklich nicht.
Mehr als zwei Wochen war hier im Blog Funkstille. Das hat seinen Grund: Herr Ehemann und ich sind die Küsten von Jersey und der Bretagne entlanggewandert. Nein, das ist noch nicht die Mutprobe, auf die der Blogtitel hinweist. Zu der komme ich etwas weiter unten. Und irgendwie war es trotzdem eine Mutprobe, nämlich für meine Füsse. Weil das Wetter so schön war, gab's beinahe jeden Tag eine Wanderung, nicht einfach nur eine kurze, kleine, feine. Nein, so eine richtig richtige Wanderung. Wäre ich jetzt eine dieser Personen, die am Handgelenk eines dieser Geräte trägt, die den Herzschlag, die gegangenen Schritte, die gelaufenen Kilometer, die gekeuchten Höhenmeter und was-weiss-der-Himmel-noch-was messen, könnte ich euch jetzt wahrscheinlich mit ein paar imposanten Zahlen ziemlich beeindrucken. Weil mich dieser Schnickschnack aber nicht interessiert, müsst ihr mir - und meinen Füssen - einfach glauben. Als Beweismittel könnte ich eine Zillion sensationelle Wahnsinnsbilder von atemberaubenden Küstenabschnitten posten - oder ein Bild meiner Blasen am rechten Fuss. (Würde ich das bei einer Lesung erzählen, würden 95 Prozent aller Jugendlichen das Bild mit den Blasen sehen wollen, womit meinen Füssen Gerechtigkeit getan wäre - aber ganz ehrlich, dieses Bild gibt's nicht mal, weil ich sensationelle Wahnsinnsbilder von atemberaubenden Küstenabschnitten wesentlich schöner finde als solche von Blasen an den Füssen.)
Jetzt aber zur richtigen Mutprobe. "Die Mutprobe" ist ein echtes Gabathuler-Buch. Und doch anders, denn es hat gerade mal 30 Seiten. Yap. Richtig gelesen. 30 Seiten. Seit Monaten kündige ich diese Geschichte bei Lesungen an, weil ein gar nicht so kleiner Teil meines Publikums meine Bücher zu dick findet. Bei der "Mutprobe" lasse ich dieses Argument nicht gelten. 30 Seiten schafft jede(r)! Das Tolle: In diesen 30 Seiten ist alles, was eine Geschichte unterhaltsam und spannend macht.
Darum geht es:
Florian (15) und sein Bruder Yannik (13) haben sich nicht gerade viel zu sagen.
Florian ist ein Draufgänger und Macker, der ehrgeizige Yannik will
Profifussballer werden. Eine misslungene Mutprobe und der darauf
folgende Medienrummel bringen die beiden vollends auseinander. Bis sich
Samira (13) einmischt. Aber auch sie kann nicht verhindern, dass sich Yannik
auf eine Sache einlässt, die Florian das Leben kosten könnte.
Die Geschichte ist für Jungs und Mädels ab 11. Wer 10 ist, kann/darf sie auch lesen ;-). Und sie funktioniert auch prima für Jungs und Mädels, die 12 oder 13 und vielleicht sogar 14 sind. Erschienen ist "Die Mutprobe" im SJW-Verlag. Und was mich besonders freut: Illustriert hat sie Raphael Volery, ein Schweizer Illustrator, den ich grosse Klasse finde.
Im Kopf und im Herzen. Weil bei mir beides bis in die hintersten Ecken mit den Lost Souls ge- und erfüllt war, hatte es für ein neues Jugendbuchprojekt lange schlicht keinen Platz. Von den Figuren reden wir schon gar nicht. Zum Glück ist mein nächstes Projekt ein Kinderbuch und so anders in Schreibstil und Inhalt, dass ich damit kurz nach dem Fertigschreiben der Lost Souls anfangen konnte.
Während ich also im Moment völlig begeistert und mit viel Spass an einem Kinderbuch
schreibe, wächst in meinem Kopf langsam die Idee für ein neues
Jugendbuch. Die Songzeile dazu habe ich schon lange, die Stimmung und das passende Notizbuch auch. Im Laufe der letzten Wochen und Monate sind Figuren aufgetaucht, undeutlich erst, und seit einer Weile immer klarer. Nur mit der Verankerung
(sprich: dem aktuellen Thema, das ich unter die Geschichte legen will)
war das lange noch nicht so klar, aber auch da zeichnet sich etwas ab. Ganz am Ende wird es dann auch eine Geschichte geben, aber das eilt nicht. Weil - wie im Titel zu diesem Eintrag geschrieben - gute Geschichten reifen müssen.
Und ja, auch zu diesem Buch ist der Soundtrack in meinem Kopf von "The
Beauty of Gemina". Weshalb ganz vorne im Notizbuch zwei Seiten mit
Songzitaten aus dem "Ghost Prayer" Album stehen.Geschichten reifen müssen, mit allem, was dazu gehört.
Noch sechs Wochen, dann ist er da, Band 4 der Lost Souls Ltd. In Red Rage gibt es ein "Wiederlesen" (sprich: Wiedersehen) mit allen Figuren, die diese Reihe geprägt haben. Vor allem wird es ganz schön spannend!
Ein leerer Wagen auf einer Klippe. Aydens Jacke auf dem Rücksitz, Geld
und Ausweise in den Taschen. Im CD-Laufwerk das dritte Album von Black
Rain, der Lautstärkeregler voll aufgedreht. Das dazugehörige Booklet
eingeklemmt unter dem Scheibenwischer, aufgeschlagen beim Text von
Suicide Embrace. Wie ein Abschiedsbrief. Kata und Nathan glauben nicht
an Selbstmord. Und dann wird in einer Garage ein Toter gefunden. Das ist
der Beginn eines Rachefeldzugs. Sein Ziel: Lost Souls Ltd. zu
vernichten.
Mein Verlag hat für dieses Finale eine richtig coole Katalogseite gestaltet: