Dienstag, 26. Mai 2026

WORKSHOPS


Am 22. Mai hatte ich meine letzte Lesung der ersten Jahreshälfte, ein perfekter Abschluss im Oberstufenschulhaus meiner Heimatgemeinde, mit Blick auf die Berge, die mich durch meine Kindheit und Jugend begleitet haben. Nun liegen drei Workshops vor mir, auf die ich mich riesig freue.

Am 29. Mai findet mein erster Schreibworkshop im Atelier statt, am 1. Juni schreiben Stephan Sigg und ich zusammen mit Oberstufenjugendlichen in Unterägeri, und am 6. Juni darf ich für Schreibwerk Ost aus meinem Leben als Verlegerin berichten. Smiley aus meinem Buch #no_way_out würde sagen: Drei Workshops hintereinander, das ist ein Zeichen, und ich denke, er hätte recht. 

Wissen weitergeben, Menschen für eine Sache begeistern, kreative Seiten entdecken und ausleben, gemeinsam herausfinden, was alles in uns steckt. Sich nicht entmutigen lassen von KI und der Härte der Buchbranche, sondern eigene Wege finden und gehen. Das ist das, was ich schon mit den Lesungen mache; in Workshops geht das noch tiefer und weiter. 

Heute Morgen habe ich ein Video einer Onlinekativistin aus den USA geschaut, in dem sie gesagt hat, dass sie neue Wege gehen will. Fast zwei Jahre lang hat sie informiert, hat erklärt, hat von ihren Aktivitäten erzählt. Heute sagte sie: "Mittlerweile wissen alle, wie Trump und seine Konsorten sind, was sie tun, und was sie kaputtmachen. Mit Reden und Videos schauen ändern wir das nicht. Wir müssen aktiv etwas tun." In ihrem Fall ist das ein Zurück zum Kleinen, zu echten Begegnungen im realen Leben; mit Menschen, die ein gemeinsames Ziel haben, die an guten, positiven, realen Projekten arbeiten. 

Mit den Workshops ist es ähnlich. Wir können uns an der KI und an der Buchbranche abarbeiten und daran verzweifeln, wir können die Zustände verfluchen und umpfzig wütende Posts und Videos darüber und dazu machen, so, wie es in den Social Media zurzeit gefühlt passiert, aber damit ändern wir überhaupt nichts. 

Oder wir treffen uns zum gemeinsamen Schreiben und Kreativsein, wachsen über uns hinaus, stecken andere damit an und zeigen, dass es Alternativen gibt. Wer nun sagt, das sei naiv, mag vielleicht sogar recht haben. Aber wer jemals in einem Schreibworkshop oder einer Schreibrunde über sich hinausgewachsen ist, so sehr, dass sie (oder er) das Gefühl hatte, fliegen zu können, weiss, was ich meine. 

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