Liebe ist das Wort meines Lebens. Und diese Woche mache ich es zum Wort der Woche. Weil es diese Woche wieder einmal besonders gut passt.
Letztes Wochenende krähte ein kleiner Mensch, der bedingungslos und endlos liebt, gefühlte tausend Mal "Nana" und "Mima" durchs und um unser Haus. Nana bin ich, Mima ist der Grosspapa, der noch zu schwierig zum Aussprechen ist und deshalb vom kleinen Menschen in Mima umgetauft wurde. Eine solch wunderbare Liebe ist ein Geschenk, das wir mit tiefer Dankbarkeit annehmen und mit dem wir sehr sorgsam und verantwortungsvoll umgehen.
Dieses Wochenende sind wir zur Hochzeit von zwei Menschen eingeladen, die ihre Liebe mit einem Ja zur Ehe bekräftigen. Natürlich braucht die Liebe keine Ehe; bedingungslose Liebe kommt ohne Papiere und Gelübde aus. Und gerade deshalb gefällt mir die Ehe; es braucht sie nicht, und wenn man dann trotzdem hinsteht und öffentlich und offiziell JA sagt, dann ist das ein starkes Bekenntnis zum Menschen, den man liebt.
Liebe fragt nicht nach Alter, Geschlecht, Hautfarbe, Geld. Liebe ist ein Gefühl, das man weder kaufen noch verkaufen kann. Liebe ist nicht einfach, Liebe kann laut krachend zu Ende gehen oder leise sterben. Liebe tut weh, Liebe kennt keine Garantie, wer liebt, wird nicht immer zurückgeliebt. Liebe kann irrational, pragmatisch oder kompliziert sein, Liebe wird verklärt oder verhöhnt, zur Glückskeksweisheit oder zum hohlen Social Media Spruch. Liebe wird still genossen oder laut zelebriert. Liebe kann Flügel wachsen lassen oder bleischwer in den Boden drücken. Liebe ist der Stoff, über den Bücher geschrieben, Filme gedreht und Songs gesungen werden ... (Ihr dürft diese Aufzählung gerne für euch auf einem schönen Stück Papier weiterführen, ein Gedicht schreiben, eine Collage basteln, jemandem eine Liebeserklärung schicken ...).
Liebe ist.
Liebe.
Ohne Liebe ist das Leben nichts.
PS: Für das Zitat habe ich eine Buchseite aus dem Buch "Sitze im Bus" von Claudia Vamvas geopfert.

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