Samstag, 22. Oktober 2011

Lesungen zu zweit ...

... machen einfach sehr, sehr viel Spass.

So viel, dass die Fotos mal wieder vergessen gegangen sind :-(
Ich frage noch bei Stephan Sigg nach, ob jemand aus seinem "Lager" an Fotos gedacht hat. Falls ja, bekommt ihr die natürlich zu sehen.

Herzlichen Dank an alle, die in der Eiskälte des Raumes so lange mit uns ausgehalten haben (ich hoffe, wir tauen alle vor Montagmorgen wieder auf). Herzlichen Dank für die tollen Fragen. Herzlichen Dank für die supergute Stimmung.

Zwei Dinge, die man heute ...

... tun könnte / sollte.

Könnte: Zur Lesung von Stephan Sigg und mir kommen. 14.00 Uhr, Stüdtlimühle, Buchs SG
Sollte: (Virtuell) bei Bugsierer vorbeibehen und sich das da ansehen.

Freitag, 21. Oktober 2011

Deadline

Oder ganz einfach Abgabetermin. So nennt man das Datum, bis zu welchem man ein fertiges Manuskript eingereicht haben muss. Während das deutsche Wort neutral und recht friedlich klingt, sitzt im englischen Wort ganz dramatisch der Tod. Fast so, als wolle einen der Begriff sagen, dass man mit dem Leben spielt, wenn man diese Linie überschreitet. Nun, so dramatisch ist die Sache (bei mir und bei den meisten anderen nicht), trotzdem habe ich vor einer Deadline riesigen Respekt. Sie gilt. Sie zählt. Ich will sie einhalten.

Am 1. November habe ich gleich zwei Deadlines. Weil ich den Begriff Arbeitseinteilung zwar theoretisch sehr gut kenne, praktisch jedoch regelmässig daran scheitere, sind die Wochen vor der Deadline jeweils sehr arbeitsintensiv. Meine Vorsätze, es beim nächsten Mal besser zu machen, fruchten nur sehr, sehr, sehr langsam. Ja, ich bin besser geworden. Auf einer Skala von 1 - 10 bin habe ich mich von einer eins auf ungefähr eine drei hochgearbeitet.

Konkret bedeutet das: Die letzten beiden der zehn Hörepisoden für eine Radioserie sind gestern an die Auftraggeberin weg. Für das Buchprojekt bleiben mir noch 10 Tage. Ich bin beim Feinschliff, das heisst, in der Phase, wo ich mir nach dem Schreiben und Überarbeiten am PC das Manuskript ausdrucke und vorlese, um die Schwachstellen nicht zur zu sehen, sondern auch zu hören. Da kommt noch einmal eine ganze Menge zusammen. Bis heute Abend werde ich mit dem Text durch sein. Ab morgen tippe ich die Änderungen und Ergänzungen in den Laptop. Ich werde also "locker" fertig. Zwar auf Vollgas, aber nicht auf dem letzten Zacken.

Die Drei auf der Skala ist also schon eine ziemlich gute Sache. Vorsatz: Beim nächsten Mal schaffe ich die Vier. Wetten darauf werde ich nicht. Aber einhalten will ich sie, die Deadline, egal auf welcher Stufe ich beim nächsten Projekt stehe. Denn: Wie schlecht ich auch plane, wie chaotisch ich auch schreibe, wie eigenwillig ich auch ein Projekt durchziehe - die Deadline gilt. Fast ein bisschen so, als stünde der Tod wirklich hinter dieser Line :-)

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Wahnsinnsritt

Aus ganz aktuellem Anlass. Life is a rollercoaster, just gotta ride it. Na, dann schnall ich mich mal an. Und nein, es geht nicht um die Liebe, sondern ums Autorinnenleben. Und nein, es ist nicht ganz einfach auszuhalten. Darum: Wer Autor(in) werden will, sollte zuerst beim Onkel Doc einen Nervengesundheitstest machen.

Dienstag, 18. Oktober 2011

Wie es wäre ...

What it's like (zu Ende schauen lohnt sich)

Montag, 17. Oktober 2011

Betonkopfland

Die Welt regt sich, auch die westliche. Oder vielleicht auch: Die Menschen in der Welt regen sich. Sie gehen demonstrieren. Ohne Programm, dafür mit einem überlaufenden Herzen und dem Wunsch nach einer Veränderung. Weil es so, wie es jetzt ist, nicht weitergehen kann. Auch ich habe genug. Schon längst. Deshalb bin ich um diese Bewegung froh und dankbar.

Wenn ich jedoch gewisse Kommentare in den Online-Zeitungen lese, wird mir anders. Dann denke ich, ich lebe in einem Betonkopfland, in dem jeder Mensch mit der Vision einer anderen, besseren Welt zu einem linken, arbeitsscheuen, naiven, auf Pump und Kosten anderer Menschen lebenden Subjekt gestempelt wird, das dem Staat mit seinem Demonstrieren nur Unkosten beschert und ihm dann gleich noch auf der Tasche hockt. Der Ton dieser Betonköpfe ist gehässig, aggressiv, herablassend, beleidigend, zum Teil menschenverachtend. Das Menschenbild, das diese Kommentierenden haben ist so furchtbar negativ, dass ich mich frage, ob in all der Bitterkeit überhaupt Platz für auch nur einen Funken Freude ist. Ganz besonders schlimm finde ich, wie in diesen Kommentaren von und über Jugendliche geschrieben wird.

Als Beispiel das Zitat von Niklaus Senn, Ehrenpräsident der UBS, im Online-TagesAnzeiger:
Das sind Leute, die wenig oder nichts zu tun haben, zum Teil Fanatiker. Solche Aktionen bringen nichts.»
Wobei dieses Zitat im Vergleich mit einigen Kommentaren schon fast als sehr höflich bezeichnet werden kann. Mir scheint manchmal, es gibt Leute, die sich nicht erinnern können, jung und voller Träume gewesen zu sein.

"So einen Schrott liest man aber auch nicht", meint Herr Ehemann. Das Problem: Auch wenn man ihn nicht liest, ist er da, dieser Schrott. Er zeigt die ganze Hässlichkeit, die auch zu diesem Land gehört. Er zeigt aber auch, wie Medien mit Verantwortung (nicht) umgehen. Der Hass lebt in den Kommentarspalten. Er trieft aus den Zeilen und verbreitet sich. Von Redaktionen unwidersprochen. Ich habe gestern einem Kommentator, der es geschafft hat, in einem einzigen Eintrag einen ganzen Kübel Verachtung, Hass und Aggression über die Demonstrierenden zu leeren, geantwortet. Wahrscheinlich ein sinnloses Unterfangen. Ich habe immer gerne in der Schweiz gelebt. Zur Zeit finde ich es jedoch sehr, sehr beengend.

Sonntag, 16. Oktober 2011

Soul 2 Soul - jede Stimme zählt!

Musikerkollege Ernst Eggenberger und seine Sangespartnerin Riccarda Vedana nehmen als ErRic is Blue an der Vorausscheidung zum European Song Contest teil. Bis Ende Monat läuft nun die Abstimmung im Internt. Meine Bitte: Hört euch den Song an und wenn er euch gefällt, stimmt für ihn. Ihr habt 4 Stimmen - super wäre natürlich, wenn ihr alle 4 Stimmen Ernst und Riccarda geben würdet. Meine 4 Stimmen haben sie schon. Wäre schön, wenn von euch ebenfalls ganz, ganz viele Stimmen kämen.

PS: Das Abstimmungsprozedere ist relativ mühsam. Man muss sich registireren und kann erst dann Stimmen. Lasst euch davon nicht abhalten. Geht Stimmen. DANKE!

PPS: Auf der Webseite von Erric is Blue gibt es weitere Musikvideos der beiden. Gucken lohnt sich :-)

Samstag, 15. Oktober 2011

Mecklenburg-Vorpommern Lesetour

Bin zurück. Was für ein Land! Was für Leute! (@bugsierer: Was für Hafenkräne!) Super Lesungen mit ganz, ganz tollen Jugendlichen, Bibliothekarinnen und Lehrkräften. Eine 11 auf einer Skala von 10 :-).

Samstag, 8. Oktober 2011

Ein paar Worte in eigener Sache

Soeben habe ich - ziemlich verspätet, ENTSCHULDIGUNG - zwei Kommentare freigeschaltet. Das hat zwei Gründe (von denen keiner als Ausrede herhalten soll):

1. Ich bin viel weniger häufig online. Trotz Blog, FB, Twitter und jetzt google+ habe ich meine Internetzeit drastisch reduziert. Es gibt Tage, an denen ich häufig im Netz bin, gefolgt von tagelanger Webabstinenz. Ich gestehe: Ich vermisse das Internet nicht eine Sekunde, wenn ich offline bin.
2. Weil ich zum Teil tagelang nicht online bin, habe ich die Kommentare auf den Freischaltmodus geändert. Ich möchte nicht, dass jemand meine Abwesenheit für sinnlose Spamkommentare oder irgendwelche Angriffe aus dem Hinterhalt nutzen kann. Ich sollte längst eine automatische Kommentarbenachrichtigung aufsetzen. Dass ich es noch nicht getan habe, ist wahrlich keine Glanzleistung.

Ich habe heute - ebenfalls ziemlich verspätet, ENTSCHULDIGUNG - den Gewinner der September-Buchverlosung gezogen. Ab Oktober gibt es keine mehr. Meine Blogeinschaltquote ist ziemlich gesunken, weil sich die ganze Welt auf FB verzogen hat. Dort stelle ich jedoch meine Verlosungen nicht mehr ein, weil ich erfahren habe, dass man das eigentlich gar nicht tun dürfte. Nein, ich hätte keine Angst davor, es trotzdem zu tun. Aber ich will nicht. Da sammelt ein Gigant sämtliche Daten von mir, verwurschtelt sie (und damit mich) zur Werbekuh - und verbietet mir dann alles, was er tut. So was weckt meine innere Widerborstigkeit. Um diese elend lange Erklärung auf einen kurzen Punkt zu bringen: Buchverlosungen hier im Blog machen keinen Sinn mehr. Ich werde deshalb damit aufhören.

Ich bin Bloggerin und werde es bleiben. Bloggen ist das, was ich an Social Media liebe. Den Rest nutze ich - ganz ehrlich gesagt, resp. geschrieben - nur beruflich. Und ich merke, dass dieser Rest mir immer weniger bedeutet. Noch denke ich, ich müsse dabei sein, müsse mich doch bemerkbar machen, mitmischen, auf mich (weniger) und meine Bücher (sehr viel mehr) aufmerksam machen. Noch. Deshalb die Anmeldung auf Google+. Wenn ich ein bisschen mehr Mut hätte, würde ich all diese Konten löschen. Im Moment gehe ich den Mittelweg. Ich bin dabei, wenn ich Lust habe und klinke mich aus, wenn ich keine Lust habe. Und den Rest sehen wir "vorzua", wie es bei uns so schön heisst.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Fühlen Sie sich einsam ...

fragte mich Google besorgt, als ich mich bei Google+ anmeldete.

Einsam? Nein. Dachte ich. Warum?

Weil: "Sie haben nicht sehr viele Personen zu Ihren Kreisen hinzugefügt, also sehen Sie auf Google+ möglicherweise nicht sehr viele Updates. Möchten Sie zurückgehen und noch ein paar hinzufügen?"

Nein, dachte ich (schon wieder). Ich guck mir das Dingens erst mal in aller Ruhe an. So viel Zeit muss sein. Und dann dachte ich noch: Die Social Media Welt spinnt schon ein bisschen. Aber das wusste ich eigentlich schon vorher :-)