Montag, 26. November 2012

Weil mir das jetzt gerade sehr wichtig ist

Ich habe soeben Fragen einer Auszubildenden beantwortet, die einen Buchvortrag zu meinem Buch Mordsangst vorbereitet. Eine Frage hat mich besonders beschäftigt, weshalb ich sie hier samt Antwort einstelle:

Wenn Sie allen Jugendlichen einen Tipp geben könnten, wie sie im Leben weiterkommen, welcher wäre das?
Als erstes würde ich sagen: Frag dich nicht, wie du weiterkommen kannst, sondern wohin du überhaupt gehen willst. Weiterkommen ist für mich eine persönliche Entwicklung, keine Karriereleiter. Das Wichtigste für mich ist: So sein, wie man ist. Dazu stehen. Sich nicht zu etwas formen lassen, das man nicht sein möchte. Auf sein eigenes Herz hören, nicht auf den Verstand und die guten Ratschläge der anderen. Mit sich selber in Einklang zu kommen. So leben, dass man jeden Morgen in den Spiegel schauen und sagen kann: Ja, das bin ich.

Und jetzt schreib, verdammt!

Ein wunderbarer Autorenkollege hat mir ein Buch geschenkt. Zehn Gebote des Schreibens. In diesem himmelblauen Band finden sich unzählig viele Gebote übers und ums Schreiben, solche, die mich ansprechen und solche, die mich weniger ansprechen. Für heute bringt es Juli Zeh mit Gebot Nummer 10 auf den Punkt.

UND JETZT SCHREIB, VERDAMMT!

Gutes Gebot, finde ich :-)

Sonntag, 25. November 2012

Ein guter Tag

Er begann damit, dass die Familie wieder komplett ist. Herr Sohn ist aus England zurück - mit der ulitmativen Postkarte für Frau Tochter.


Es gab ein spätes Frühstück im erweiterten Familienkreis und ich als Familientierchen war einfach nur glücklich.

Später bekam ich auf FB ein RIESIGES Kompliment einer Leserin und als Herr Ehemann nach dem gemeinsamen Spaziergang die gekaufte NZZ am Sonntag las, rief er vom Sofa rüber: "Du bist in der Buchbeilage der NZZ."


Es gibt Tage, da ist das Leben einfach nur schön. So einer ist heute.

PS: Eigentlich ist das ganze Wochenende toll. Gestern war ich nämlich das erste Mal nach Steve Lees Tod an einem Gotthardkonzert und es hat so richtig gefegt. Hach!

Samstag, 24. November 2012

Es ist noch gar nicht ...

... Weihnachten. Und trotzdem lag am Freitag, als ich von der Lesereise nach Hause kam, ein tolles Geschenk auf dem Wohnzimmertisch.


Montag, 19. November 2012

Ein ganz besonderes Geschenk

Werte Alice Gabathuler

Unser Klassenzeichner Dani Föllmi und wir widmen Ihnen diese Karrikatur als Dank für Ihre Lesung vom 15.11.2012.

Klasse S1c/Otto Kümin, sek eins riedmatt, wollerau


Liebe S1c, lieber Klassenzeichner, lieber Otto

Ich freue mich seit Tagen kringelig. Was für ein Geschenk!

Herzlichen Dank

Mittwoch, 14. November 2012

Mittwoch, 7. November 2012

Maybe you're crazy in the head

Es sind Songzeilen wie diese, die in mir ganze Bilderfluten auslösen und mich schreiben lassen. Sie gehören zu den Songs, die mich durch ein Buch begleiten. Der Titel dieses Posts ist aus dem Lied "Drive" von R.E.M. - ein Lied, das ich im Moment immer und immer und immer und immer wieder höre. Es fährt jedes Mal mitten in mein Herz und bei Maybe you're crazy in the head singe ich meistens ganz laut mit.



Freitag, 2. November 2012

Von Outsidern, Wildwestromanen und Killerpelikanen

Endlich, endlich kann ich etwas über Killerpelikane schreiben. Herr Sohn wird es mit einem breiten Grinsen zur Kenntnis nehmen. Frage 42 von 81 gibt mir Grund und Gelegenheit dazu. Aber der Reihe nach:


Ich mag alle. Jedes auf seine Weise, weil zu jedem eine Geschichte hinter der Geschichte gehört.


Ein Beruf ohne Sprache? Mmmm ... schwierig. Wenn er mir gefallen würde. Ja. Aber ich denke, dann würde ich irgendetwas finden, was dem Beruf eine Sprache gibt - vielleicht, indem ich darüber schreiben würde.


Susan E. Hinton. "Die Outsider". Ich glaube, das merkt man meinen Büchern an :-) Und ich habe extrem gerne die Wildwestromane meines Grossvaters gelesen. Ich glaube, auch das merkt man manchmal meinen Büchern an :-)


Die Ideen sind von mir. Aber Ideen werden ja nicht im luftleeren Raum geboren. Sie flirren überall herum. Autoren sind einfach Leute, die ein paar dieser Herumsirrer einfangen. Manchmal suche ich für eine Geschichte einen besonderen Dreh oder noch etwas Würze. Dann frage ich schon mal bei Freunden oder in der Familie (was bei Herrn Sohn jedesmal im Vorschlag endet, endlich einmal etwas über Killerpelikane zu schreiben ... *seufz*).


Ob ich als Kind schon welche geschrieben habe, weiss ich nicht (ich denke nicht, denn daran müsste ich mich doch erinnern können, oder nicht?). Aber als Jugendliche gab es dann kein Halten mehr. Ich schrieb alles: Tagebücher, Gedichte, Songtexte, Kurzgeschichten, Bücher (na ja, ich fing damit an; fertig geworden ist keins davon).

Donnerstag, 1. November 2012

November

Lesemonat. Die Termine seht ihr an der Pinnwand auf der rechten Seite.

Überarbeitungsmonat: In der ersten Hälfte des Monats überarbeite ich das lektorierte Manuskript. Das ist der Vorteil eines frühen Abgabetermins (ein Jahr vor Erscheinen des Buches): Wir haben genügend Zeit fürs Lektorat und das Überarbeiten.

Schreibmonat: Parallel zum Überarbeiten schreibe ich an einem grossen Projekt. Normalerweise brauche ich zwischen zwei Projekten Zeit, um mich an die neuen Figuren heranzutasten, aber bei diesem Projekt handelt es sich um eins, das ich schon sehr lange machen will. Ich kenne meine Figuren, kenne das Setting, kenne die Geschichte. Ich kann also problemlos zwischen Überarbeiten und Schreiben wechseln.

Das überarbeitete Manuskript möchte ich abgeben, bevor ich auf Lesetour gehe. Aus Erfahrung weiss ich, dass bei drei Lesewochen am Stück am Ende kaum mehr Energie für das Schreiben übrig bleibt. Ich habe meinen Schreibzeitplan deshalb angepasst und mir für November eine vernünftige Seitenzahlvorgabe gegeben.

PS: Die Oktobervorgabe habe ich auf die Seite genau eingehalten - ich wollte mehr, hänge aber seit drei Tagen an einem einzigen Kapitel in der Überarbeitung fest (ja, auch das kann passieren).