Donnerstag, 1. Oktober 2026

PLANLOS

Montag, 28. September. Ich öffne mein Bujo, will etwas in die To-Do-Liste in der ersten Oktoberhälfte eintragen. Gähnende Leere. Ich starre dieses weisse Nichts an. Etwas fassungslos-konsterniert. Die Seite bleibt leer. Ich habe noch kein Monatsblatt für den Oktober, keine Wocheneinteilung, keine To-do-Liste. Nur ganz hinten im Journal, bei der Jahreseinteilung in zwölf Monate, da sind die wichtigen Oktobertermine eingetragen. Ratlos sitze ich da und frage mich, was denn da passiert ist. Ich war doch im Haus in den Bergen und habe mit der Gestaltung meines Bullet Journals 2027 begonnen. Januareinteilung 2027, die ganze Jahreseinteilung, die Lesungen und Workshops eingetragen ... Warum hört dann mein 2026-Journal Ende September auf? 

Natürlich arbeite ich an Projekten, sogar an mehreren. Aber dafür habe ich meine Notizbücher. Und für meine Arbeit als Verlegerin bei da bux habe ich einen ganzen Jahresplan mit Deadlines. Ich habe bis Ende September auch wöchentliche und tägliche To-Do-Listen geführt. Und dann einfach dieses weisse Nichts. Mir wurde beim Anblick der leeren Seiten doch etwas mulmig. Es ist ja nicht so, dass ich von jetzt auf sofort nichts mehr zu erledigen habe.

Nun, einmal mehr: Es ist, wie es ist. Warum auch immer. 

Gestern und vorgestern waren meine Tage so voll, dass keine Zeit für das Bujo blieb. Für heute, 1. Oktober, habe ich mir mit Bleistift einen Wochentag mit einer To-Do-Liste eingezeichnet. Sobald dieser Post fertig geschrieben ist, werde ich mit der Gestaltung des Oktobers beginnen. Monatsplanung, Wochenplanung, Tagesplanung. Weil .... so ganz planlos ist doch etwas heftig. 

PS: Die wunderschöne Zeichnung ist von Theres Willi.