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Freitag, 23. Oktober 2026

AARGAU

 

Die nächsten drei Wochen bin ich häufig im Kanton Aargau: An der Book-Talk-Buchtaufe zu Mirjam Wickis neuem Buch Hera voll viral, zu Besuch zu einem Klassengespräch an der Oberstufe Neuenhof, wo das Buch Dunkelwind entstanden ist, und zu Lesungen im Surbtal. Auf jeden einzelnen Anlass freue ich mich riesig. Das allein ist Grund genug, Aargau zum Wort der Woche zu machen. Es gibt noch einen anderen.

Als ich mein erstes Buch Blackout veröffentlicht hatte und das zweite Schlechte Karten schon im Verlagslektorat lag, erfuhr ich, dass es in verschiedenen Kantonen Schullesungen gibt. Ein Lehrer im Fürstentum Liechtenstein gab mir nach einer Lesung die Adresse der zuständigen Person für die Ostschweizer Schullesungen. Voller Freude bewarb ich mich in meinem Wohn- und Heimatkanton St. Gallen - und bekam eine Absage. Ich sei noch zu wenig bekannt. Ich guckte die Mail konsterniert an, las sie ein zweites Mal, dachte mir das Meine und antwortete ziemlich sarkastisch, ich würde mich wieder bewerben, sobald ich berühmt sei (wobei ich nicht die leiseste Absicht hatte, mich noch einmal zu bewerben).

Und dann schrieb mir die damalige Lesungsbeauftragte Maria Riss aus dem Kanton Aargau. Sie lud mich auf meine allererste Lesetour ein. In den Kanton Aargau. So begann meine Karriere als Jugendbuchautorin mit Lesungen in Schulen und Bibliotheken. In den Folgejahren lud mich Maria Riss immer wieder ein, als sie weiterzog, kamen die Einladungen von anderen Institutionen und immer öfter auch von Schulen und Bibliotheken direkt. Später folgten tolle Veranstaltungen im Literaturhaus Aargau, Lesungen, Kinder- und Jugendbuchveranstaltungen, Gespräche, Juryarbeit. Ich bin Maria Riss immer noch sehr dankbar. Sie hat mir weit mehr als nur die Tür zu den Schullesungen geöffnet. Bis heute verbindet mich sehr viel mit dem Kanton Aargau, der an dieser Stelle einmal eine Liebeserklärung verdient (und der übrigens sehr viel schöner ist, als so viele sagen).

PS: Ein Jahr nach meiner ersten Aargauer-Schullesetour wurde ich auch zu den Ostschweizer Lesungen eingeladen, ohne dass ich mich beworben hatte.