Samstag, 25. November 2017

24'318 und ein paar andere Dinge


Bei 24‘318 Wörtern musste ich es mir definitiv eingestehen: Ich hatte mich in den Schilf geschrieben und zwar so richtig. Da halfen auch die Korrektureinträge im Notizbuch für spätere Überarbeitungsrunden nicht mehr; es waren zu viele geworden. Ich hätte trotzig weiter im Schilf herumgeistern können, sprich, einfach irgendwas schreiben können, bis hin zu den 50‘000 Wörtern, die es braucht, um NaNoWriMo erfolgreich zu beenden. Ich entschied mich anders. Ich begann, den Text von vorne her zu überarbeiten. Das bringt mich dem NaNoWriMo Ziel keinen Schritt näher, im Gegenteil. Ich kürze grad gnadenlos zusammen. Und trotzdem bringt es mich weiter, nämlich in Richtung einer guten Geschichte.

Vielleicht hätte ich es mir anders überlegt und mich volle Pulle reingehängt, wenn ich diesen Monat nichts anderes zu tun gehabt hätte, als zu schreiben. Aber ich war beinahe zweieinhalb Wochen auf Lesetour und habe es genossen, zum ersten Mal seit Jahren nicht mit einer Deadline im Nacken unterwegs zu sein. Ich hatte endlich Zeit, mit AutorenkollegInnen abzumachen, mich mit ihnen auszutauschen und in gemütlichen Runden zusammenzusitzen.

Im Dezember werde ich mich trotz dieser Novembererfahrung begeistert in den GaPriWriMo (Gabathuler's Private Writing Month) stürzen, denn erstens brauche ich dafür höchstens 40‘000 Wörter, habe ein fertiges Konzept und vor allem auch eine Erzählstimme, an der ich wochenlang herumexperimentiert habe – und ein erstes Kapitel. Kommt dazu, dass ich im Dezember nur noch sehr wenige Lesungen habe. Das sollte also zu packen sein.

Bei da bux stehen nach einer kurzen Verschnaufspause im Dezember wieder erste Arbeiten für unseren Verlag an. Ich freue mich darauf, das erste Manuskript lektorieren zu dürfen.

Ebenfalls auf meiner To-Do-Liste für den Dezember steht die Weiterarbeit an meinem nächsten Self Publishing Projekt: Ich bereite meinen vergriffenen Titel „Starkstrom“ neu auf. Dabei überarbeite und kürze ich die Geschichte, suche einen neuen Titel und mache mir schon mal erste Gedanken zur Covergestaltung. Das Gute daran ist, dass es nicht eilt. Ich kann mir damit so viel Zeit lassen, wie ich möchte.

Zeitlich ziemlich durchgetaktet ist dafür die Autillus-Agenda. Da steht am 6. Dezember eine Vorstandssitzung an, in der wir auf das Vereinsjahr zurückblicken und die Jahresversammlung vorbereiten, die am 10. Januar 2018 stattfindet. Ich freue mich auf beide Anlässe, denn die Schweizer Kinder- und Jugendbuchszene lebt, wir haben tolle Mitglieder, die tolle Bücher schaffen und mit viel Kreativität, Motivation, Energie und Tatendrang Neues ausprobieren. Lest doch einfach mal in unseren Blog rein und lasst euch anstecken, zum Beispiel, indem ihr als Weihnachtsgeschenk zu einem Buch eines unserer Mitglieder greift (es muss ja nicht immer Heidi oder der Schellenursli sein).

Last but not least habe ich mir vorgenommen, meinen youtube Kanal wieder etwas weniger stiefmütterlich zu behandeln und mehr zu bloggen. Auch für Instagram habe ich so meinen Ideen. Und vielleicht mache ich ja doch noch einen Trailer zu „Hundert Lügen“. (Es gibt einen Grund, weshalb es keinen Trailer gibt, aber das ist eine andere, extrem frustrierende Geschichte, über die ich vielleicht mal was schreibe, wenn ich genügend Abstand habe, um darüber lachen zu können.)

Erst einmal freue ich mich, wieder zuhause zu sein. Und auf das The Beauty of Gemina Konzert heute abend!!!


Samstag, 18. November 2017

Into deep - intensiv leben

Ich war ein paar Tage offline in den Bergen. Am Autillus-Projekt weiterarbeiten. Schreiben. Wandern.

Zum Autillus-Projekt: Es ist noch nicht spruchreif, denn noch immer können mir bürokratische Hindernisse in den Weg kommen. Ich arbeite trotzdem mit viel Freude daran, denn wenn das, was ich vorhabe, nicht klappt, habe ich einfach einen genial schönen Privatraum im Stall in den Bergen. Die letzten paar Tage bin ich einen grossen Rutsch vorangekommen. Was ich schon mal verraten kann: All die Bücher in den Bildern am Ende des Beitrags stammen von Schweizer Kinder- und Jugendbuchschaffenden (AutorInnen und IllustratorInnen).

Zum Schreiben: Ich bin nicht sicher, ob ich die 50'000 NaNoWriMo Wörter schaffe. Mein Krimiplot wird immer dichter, und eigentlich müsste ich jetzt im Text zurückgehen und einige Textstellen ändern / anpassen. Weil das bei NaNoWriMo zeitlich schlicht nicht drinliegt, notiere ich mir laufend Dinge, die ich beim Überarbeiten ändern will. Gestern habe ich kurz überlegt abzubrechen, mich aber umentschieden. Ich will diesen Flow nützen und den Rohentwurf fertig machen. Ein grosser Problempunkt im Augenblick: Mein Krimi ist zu statisch, das muss ich dringend ändern.

Zum Wandern: Über dem Nebel. Bei strahlend blauem Himmel. Zuckerweissen Bergspitzen. Buntem Herbstwald. Im Kopf wachsen die Ideen.

Generell: Ganz viel Zeit und Musse. Mir wird immer bewusster, wie viel Zeit ich hier im Tal unten mit Social Media verbrate. Ich fahre deshalb einen Teil davon runter. Einen ersten Schritt habe ich gestern getan: Ich habe meine private Chronik auf FB auf Eis gelegt und werde fortan nur noch auf meiner Facebook-Autorenseite aktiv sein. Meine Social Media Schwerpunkte lege ich neu auf Instagram, youtube und vor allem zurück in diesen Blog.

Instagram mag ich, weil ich Bilder mag. Ich mag es, weil dort auch die Jugendlichen sind, die meine Bücher lesen und besprechen. youtube begeistert und fasziniert mich, weil ich auch bewegte Bilder sehr mag. Ich möchte wieder mehr Videos machen.

Am persönlichsten waren die ganzen Jahre immer die Beiträge hier im Blog. Hier geht alles tiefer als auf allen anderen Medien. Das Private, also das Familienleben bleibt jedoch auch hier - mit seltenen Ausnahmen - aussen vor.

So, und jetzt zu den Bildern von meinem Projekt in den Bergen:






Sonntag, 12. November 2017

Die Sinnfrage hat sich geklärt

Monatelang habe ich wenig bis nichts geschrieben. Es ging nicht mehr. Nicht, weil ich eine Schreibblockade hatte (ich glaube nicht an Schreibblockaden), sondern weil mich die Branche, in der und für die ich arbeite, schlicht zermürbt hat. Ich sah nicht mehr ein, weshalb ich für extrem wenig Geld monatelang an einem Buch arbeite, das dann im Meer der Neuerscheinungen gnadenlos absäuft, u.a. weil mein Titel einfach ein Katalogfüller ist, den man mehr oder weniger sich selbst überlässt. Ich brachte keine Motivation mehr auf, mich für einen bescheidenen Vorschuss auf eine Deadline hin abzuhetzen. Da arbeitete ich lieber für den eigenen Verlag, wo das mit dem Geld zwar auch (noch) nicht wirklich stimmt, dafür die Chemie zwischen uns drei Verlegern und unseren AutorInnen. Ich war lieber im Garten, in den Bergen oder mit einem Pinsel in der Hand unterwegs. 2017 war das erste Jahr, in dem ich vertragslos blieb. Ich hatte zwar tolle Ideen für Geschichten, sah aber keinen Sinn mehr darin, sie aufzuschreiben. Es gibt für alles eine Schmerzgrenze, und die hatte ich mehr als erreicht.

Dann fuhr ich nach Laichingen. Die Autorenbetreuung hätte nicht besser sein können, die Organisation auch nicht, die Lesungen schon gar nicht. Ich schaute in die Gesichter meiner jugendlichen ZuhörerInnen und wusste wieder, warum ich schreibe. Voller Übermut meldete ich mich bei NaNoWriMo an, das ich im Augenblick voll durchziehe. Dann kamen die Zentralschweizer Lesungen (was das "Volldurchziehen" von NaNoWriMo etwas schwierig macht). Am Donnerstagabend kam ich von der ersten Lesewoche zurück, voller Eindrücke und Erinnerungen. Herr Ehemann und ich haben beim gemeinsamen Nachtessen über meinen Beruf geredet. "Blende die Branche aus", hat er gesagt. "Für die tust du das nicht. Du tust das für die Jugendlichen, für deine LeserInnen." Er hat recht. Und wisst ihr was? Ich tu es auch für mich.

Am Dienstag bin ich für Lesungen in Feldkirch, nächste Woche kehre ich für eine weitere Lesewoche nach Luzern zurück. Ich werde tolle Begegnungen haben, in den lesefreien Zeiten meinen NaNoWriMo-Text in die Tasten hauen - und im Dezember mein Kinderbuch in Angriff nehmen. Dabei werde ich mein ureigenes GaPriWriMo-Dezemberschreiben veranstalten (Gabathuler's Private Writing Month). Ohne Vertrag, ohne Deadline. Anfang nächstes Jahr werde ich beide Projekte - meine NaNoWriMo Geschichte und meine Kindergeschichte - überarbeiten und dann schauen, was ich damit mache.

Sonntag, 29. Oktober 2017

Getting ready for the tour

Draussen zeigt das Wetter, was es an Garstigkeiten so drauf hat. Da bleib ich lieber drinnen und bereite mich auf die grosse Lesetour im November vor: Mails mit Lehrpersonen. Auf GoogleMap gucken, wo die Schulhäuser sind. Nächste Busstation / nächsten Bahnhof finden. Fahrpläne heraussuchen. Für jeden Tag ein kleines Dossier für mich erstellen, damit ich mich unterwegs nicht mit logistischem Kram beschäftigen muss usw. Es reicht mir, wenn ich mich dann auf der Tour mit Ticketautomaten herumschlagen darf, die mir nur Zonen anzeigen und nicht Orte, als ob ich sämtliche Zonennetze in der Schweiz kennen würde.

Freitag, 27. Oktober 2017

Was man so alles tun kann, wenn keine Deadline drückt, Teil 2

Man kann sich zum Beispiel Hals über Kopf bei #NaNoWriMo anmelden und sich vornehmen, im November 50'000 Wörter zu schreiben, auch wenn man genau dann zwei Wochen auf Lesetour ist. Da bei diesem Novemberschreiben alles möglich ist (na ja, ausser Romantasy; schliesslich will Frau Spass haben an ihren Figuren und ihrem Plot), wage ich mich in neue Gefielde und schreibe einen witzigen Krimi für Erwachsene, der zu einer Serie ausarten könnte. Ich habe tolle Figuren erfunden, ein Setting, in dem ich mich ausgesprochen wohl fühle und einen Grundidee, mit der sich herrlich spielen lässt. Das Notizbuch füllt sich, die Schreiblust wächst. Und weil noch nicht November ist, ich aber mittlerweile meine Auszeit genutzt und beinahe alle to-do-Listen abgearbeitet habe, habe ich in diesen Tagen doch tatsächlich Zeit für die Kindergeschichte, die schon lange in meinem Kopf herumschwirrt. Irgendwie ziemlich produktiv, dieser Herbst ohne Deadline.

Sonntag, 22. Oktober 2017

Was man alles so tun kann, wenn keine Deadline drückt, Teil 1

Keine Deadline diesen Dezember. Folge: Ich bin seit Jahren nicht mehr so entspannt durch den Herbst gegangen wie dieses Jahr. Ich war viel in den Bergen unterwegs, entweder zum Wandern oder Arbeiten. Wobei "arbeiten" für einmal nicht für "schreiben" steht, sondern für ein neues Projekt. Anfang 2018 will ich damit starten. Im Augenblick laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Ich streiche, bastle und "restauriere" (na ja, grosses Wort für da, was ich tue *hüstel*) Möbel, packe kistenweise Bücher aus, erfasse sie auf dem Laptop und träume dabei vor mich hin. So viel sei schon mal verraten: Es geht um Autillus, den Verein der Schweizer Kinder- und Jugendbuchschaffenden. Das hier sind sozusagen die "fast-vorher"-Bilder (ein wenig habe ich da schon gearbeitet). Mehr später.





Montag, 9. Oktober 2017

Heute, unterwegs - oder wenn das Chaos Rock'n'Roll tanzt

Ich bin sehr gerne zu Fuss unterwegs. Wahrscheinlich ist Wandern für mich das, was für andere Leute Yoga ist. Ich kann dabei meine Gedanken schweifen lassen. Manchmal kommt dabei Ordnung ins Chaos, und manchmal tanzt das Chaos Rock'n'Roll. Ich mag beides. Heute, auf dem Weg von St. Moritz nach Sils war Rock'n'Roll angesagt. Ich hab das Chaos tanzen lassen. Die Ideen sind in meinem Kopf herumgewirbelt und ich habe ihnen einfach zugehört, ohne sie einfangen zu wollen.

Während die Gedanken tanzten und ich ihnen zuhörte, setzte ich einen Fuss vor den anderen und tauchte ein in die Schönheit der Natur. Irgendwie irre: So wilde, freie Gedanken und gleichzeitig eine ungeheure Ruhe in mir drin. 




Freitag, 6. Oktober 2017

Kürzlich, beim Zugfahren

Ich sass im Morgenzug nach Zürich, unterwegs zu Workshops in Luzern. Vor mir auf dem Tischchen lagen mein Notizbuch und die Schreibschachtel. Ich wollte den in Gedanken vorbereiteten Workshopablauf noch einmal durchgehen und Stichworte zu den einzelnen Bereichen notieren. Während ich das tat, begannen die beiden Männer auf der anderen Seite des Ganges ein Gespräch. Es ging um Arbeitsbedingungen in einer Branche, die mit meiner auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam hat. Ich kam mit meinen Notizen gut voran und zog danach meine Reiselektüre aus dem Rucksack. Zum Lesen kam ich nicht, denn ich bemerkte, dass die Branche, die auf den ersten Blick nichts mit meiner gemeinsam hat, sehr wohl sehr vieles mit ihr gemeinsam hat.

Es ging um harten Konkurrenzkampf, um Preiskämpfe, um die Grossen und Kleinen der Branche, um Kreativität und darum, wie schwierig die Bedingungen sind. Dabei redete vor allem einer der beiden Männer. Ruhig, besonnen, unaufgeregt. Er sprach über Fakten. Über Dinge, die er nicht ändern kann. Über Gegebenheiten, um die es kein Drumherum gibt. Über die Schwierigkeit, sich zu behaupten. Über Kreativität. Über Qualität. Darüber dass diese beiden Dinge ihren Preis haben, den leider viele Leute nicht zu zahlen bereit sind.

Ich bemerkte: Ich bekomme gerade kostenlos einen echt brauchbaren Lebensworkshop. Also zog ich mein Tagebuch aus dem Rucksack und begann mitzuschreiben.

Am Ende der Fahrt wollte ich mich bedanken, aber die beiden Männer waren zu sehr in ihr Gespräch vertieft. Ich wollte nicht stören. Aber ich habe den Mann, dem ich ganz viel Motivation verdanke, heute im Internet gesucht und gefunden und ihm eine Dankesmail geschickt.

So ist es, das Leben. Immer wieder gut.

Dienstag, 26. September 2017

Und sonst so?

(in Random Order und bestimmt nicht vollständig)

- Habe ich letzte Woche die erste Trockenmauer meines Lebens selber gebaut - ganz allein (und bin verdammt stolz drauf).

- Habe ich letzte Woche dank einem jungen Buchblogger Buchpremiere von Hundert Lügen gefeiert.

- Bin ich zum ersten Mal seit vielen Jahren vertragslos.

- Liegen ziemliche Ausnahmewochen hinter mir (zu privat, um gebloggt zu werden).

- Hat unsere Buchband da bux die zweite Edition veröffentlicht und gefeiert.

- Macht mich die Arbeit für da bux sehr glücklich.

- Sind die Rahmenbedingungen für Kinder- und JugendbuchautorInnen mittlerweile derart schlecht, dass die Sinnfrage zu mächtig wurde und ich mir eine Auszeit vom Schreiben gönne. (Ausnahme: Schreiben für da bux)

- Bin ich dieses Jahr viel gereist, weil auch Herr Ehemann eine Auszeit vom Beruf nimmt.

- Merke ich einmal mehr, wie sehr ich meine Familie liebe und wie wichtig sie mir ist.

- Bin ich bei der Ausschreibung einer Hörserie fürs Radio Zweite geworden - und darf wahrscheinlich die Idee trotzdem umsetzen, einfach kürzer.

- Liegt bei mir beim Nähen von Vorhängen und Kissen noch Luft nach oben drin.

- Sollte ich endlich wissen, wie das Tattoo aussehen wird, das ich mir dieses Jahr stechen werde (ein Versprechen an Herrn Freund von Frau Tochter)

- Träume ich von neuen Projekten abseits vom Schreiben.

- Habe ich Hausfrau Hanna getroffen, eine wunderbare Frau, die mir unendlich guttut.

- Habe ich mir vorgenommen, wieder mehr zu bloggen.

- Könnte ich mal wieder Mützen stricken. (Will jemand eine?)

Montag, 25. September 2017

Buchpremieren sind so was von gestern - Eventitis ist in

Einen Tag vor der Schweizer Buchpremiere von "Hundert Lügen" guckte ich auf der FB-Seite des Verlags nach, ob da ein Veranstaltungshinweis zu finden ist. Es war einer da. Aber nicht auf die Buchpremiere, sondern auf einen Live-Event bei Facebook. 30 Minuten lang konnte man zuschauen, wie ein Buch auftaut. "Aha", sagte ich mir. "Frau Autorin, Premierenlesungen sind für Leute von gestern. Du musst was bieten. Etwas Neues. Etwas Besonderes. Etwas Krasses. Etwas Ultimatives."

Ultimativ, dachte ich. Das klingt gut. Ultimativ ist das neue Ding. Also habe ich mich ultimativ wegrationalisiert (wer braucht schon so altertümliche Autorinnen wie mich) und das Buch die Lesung selber machen lassen. Ja, genau. Bei mir hat das Buch selber gelesen. Mittels Gedankenübertragung. Hat funktioniert (das Video beweist es). Die Leute haben sich bestens unterhalten. Auch ohne mich.

Blöderweise hatte ich die Folgen nicht bedacht: Das Buch wollte das ganze Honorar für sich. Es hat sich damit ein Bahnticket nach Italien gekauft und ist gleich nach der Lesung losgefahren. Gestern lag eine Postkarte in meinem Briefkasten: "Habe da so ein schnuckeliges rosa Buch kennengelernt. Bleibe länger. Schick mehr Geld."

Ich habe heute als Putzkraft in einer Bäckerei angeheuert.

PS: Der Hinweis auf die Lesung wurde dann doch noch aufgeschaltet, weil Frau Autorin ... ach, lassen wir das und gucken lieber Eventitis.



Sonntag, 27. August 2017

Ich habe Post bekommen!

Gleich zwei tolle Pakete an einem Tag! Der Zytglogge Verlag hat mir ein Belegsexemplar der "Villa Wahnsinn" geschickt, und Kinderthur hat sich für meine Teilnahme an ihrem Lesesommer bedankt.

"Villa Wahnsinn" habe ich fürs Zambo von Radio srf geschrieben, Elena Rutmann hat es toll vertont, und zu meiner grossen Freude bringt es der Zytglogge Verlag jetzt mit einem wunderschönen Umschlag als CD raus.

Bei Kinderthur durfte ich dieses Jahr mit Lesetipps am Lesesommer teilnehmen - und habe dafür auch noch ein im wahrsten Sinne des Wortes süss verpacktes Danke erhalten.


Dienstag, 22. August 2017

Darf ich vorstellen: Unsere Vorgartenbibliothek

Was endlos lange währt ...
 
Woran eigentlich nur noch ich geglaubt habe: Unsere Vorgartenbibliothek ist tatsächlich fertig geworden. Wir haben uns zudem in letzter Sekunde entschieden, die Bibliothek dort aufzustellen, wo bis jetzt unser (potthässlicher) Briefkasten an die Stallwand geschraubt war. Und deshalb ist das Knuffelhäuschen jetzt Bibliothek und Briefkasten gleichzeitig. Es fehlt nur noch ein wenig Deko unter dem neckischen Dach.

Ein paar Fakten: Es hat Platz für 20 Bücher. Man kann sie ausleihen oder auch behalten. Die Lücken werden laufend aufgefüllt und die Bücher generell immer mal wieder ausgetauscht. Beim Einräumen habe ich gemerkt, dass das Angebot doch sehr krimi- und thrillerlastig ist und Fantasy gänzlich fehlt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

PS: Ja, wir hätten das Dach weiter runterziehen müssen. Zu spät. Und: Nobody is perfect.
 

Samstag, 19. August 2017

Schweizer Buchpremiere von "Hundert Lügen"

Am 19. September lese ich in der Bibliothek zum Chutz in Muttenz aus "Hundert Lügen." Organisiert hat die Schweizer Buchpremiere Josia Jourdan, der jüngste Buchblogger der Schweiz. Er wird die Lesung auch moderieren.




Mittwoch, 9. August 2017

Auszeit

Ich sass da, vor dem Ferienhaus auf meiner Lieblingsinsel, plottete an einem Konzept herum, schaute über die Bucht und hing meinen Gedanken nach. Es war friedlich, es war ruhig in mir, es war wunderschön. Die Tage auf der Insel taten mir gut. Ich stellte das Konzept fertig und kam zu einem Entschluss: Ich nehme, was das Schreiben angeht, eine Auszeit, konzentriere mich auf unseren da bux Verlag, setze in aller Ruhe den Text meines nächsten SP Projekts (eine Neuauflage eines vergriffenen Titels) und mache erst einmal ganz viele andere Dinge. Keine Bange, Lesestoff von mir gibt es trotzdem genug: Während ich in den Ferien war, ist "Hundert Lügen" erschienen, und im September kommt "Voll Risiko" heraus.

Dienstag, 18. Juli 2017

Hundert Lügen ist unterwegs zu euch!

Musik spielt immer eine grosse Rolle beim Entstehen meiner Bücher. Bei Hundert Lügen ist sie der Ursprung zur Geschichte. So fing es vor beinahe drei Jahren an:

Ich stand im Konzert von The Beauty of Gemina. Die Musiker stimmten den Song Dragon an und mich traf so etwas wie der Blitz. Ich wusste in jenem Moment, dass ich zu diesem Lied ein Buch schreiben würde. Dabei ging ich von der Stimmung im Song aus, liess mich von einzelnen Songzeilen inspirieren und schuf die Romanfiguren aus dieser Stimmung heraus. Auch die Geschichte wuchs nach und nach den Songzeilen entlang, wobei ich noch andere Lieder der CD Ghost Prayers mit hinein fliessen liess. Hier könnt ihr in den Song Dragon reinhören.

Einmal mehr hat mich Michael Sele inspiriert - und einmal mehr durfte ich seine Songtexte auch im Buch verwenden. Dafür kann ich ihm nicht genug danken.

Weil ich keine Fantasy schreibe, musste ich mir für den Drachen und die Prinzessin etwas einfallen lassen. Was? Das könnt ihr in Hundert Lügen nachlesen.

Wie viele Lügen haben in zehn Jahren Platz? Hundert? Tausend? Hunderttausend? Zu viele.
Die Geschwister Manon und Kris waren unzertrennlich. Bis ein Sommercamp ihre unbeschwerte Kindheit brutal beendete. Ihre Familie zerbrach, ihre Leben drifteten auseinander. Während Kris seinem inneren Monster davonläuft, verliert sich seine Schwester Manon in ihren Gefühlen. Drohbriefe an ihren Vater bringen die beiden wieder zusammen – und aus den Spielen von einst wird zum zweiten Mal blutiger Ernst. Verdächtigungen. Anschuldigungen. Lügen. Und am Ende aller Lügen wartet unbarmherzig die Wahrheit.

PS: Das Buch kommt diese, nächste und an einigen Orten vielleicht auch übernächste Woche in die Buchläden. Sollte der Buchladen eures Vertrauens das Buch nicht führen, wäre ich dankbar, wenn ihr den Buchhändler / die Buchhändlerin auf Hundert Lügen aufmerksam machen würdet.