... die gute berufliche Nachricht. Mitten hinein einen grässlichen Tag. Ich war so neben den Schuhen, dass meine Antwortmail total bescheuert ausfiel. Musste fünf Minuten später eine Erklärung hinterhermailen. So peinlich. Hätte besser bis morgen gewartet (immerhin geht es um einen Vertrag, der mich ohne Ende freut - nein, nicht der, der das grosse Geld verspricht, dafür aber etwas aufregend Neues, bei dem ich dabeisein kann und darf ... wenn ich das mit meiner Katastrophenantwort nicht gleich wieder versiebt habe).
Und dann war da noch die private Nachricht, die mich total aufgestellt hat. Da draussen liest jemand mit, der sich fragt, wo mein Humor hin ist. Und der mir Kaffee angeboten hat. Ganz real. DANKE an diesen speziellen Menschen.
Keine Bange, mein Humor ist noch da. Er versteckt sich heute nur vor mir. Aber morgen, da erwische ich ihn wieder. Heute hat er sich - glaub ich - zusammen mit meiner Motivation besoffen.
Und wie war das schon wieder mit der verflixten Gelassenheit? Die besäuft sich wahrscheinlich in diesem Moment mit obigen beiden zusammen. Hätte mich besser dazugesetzt als neben mir und meinen Schuhen stehen zu bleiben. Nützt eh nichts. Die Dinge sind, wie sie sind.
Ich warte jetzt auf eine Antwort auf eine Mail, die ich geschrieben habe. Gedacht habe ich dabei an jenen Menschen, von dem ich Anfang Jahr sehr viel gelernt habe. Dankbarkeit. An ihn habe ich heute auch gedacht - vor allem an seine Worte, dass das nicht immer so einfach ist mir der Dankbarkeit. Stimmt. Und dennoch bin ich dankbar. Denn es sind Menschen wie er, wie der spezielle Kaffee-Mensch, wie meine Agentin (die Frau könnte auch als Theapeutin arbeiten), wie die Frau, die mir immer im richtigen Moment eine Karte schreibt, wie mein Gitarrenlehrer, der immer die richtigen Worte findet, und andere, die mich durch diese Tage tragen.
Worum es ging? Unter anderem um ein nicht erhaltenes Buch, das aber trotz Nichterhaltens ausgepackt werden konnte, nur damit es dann jemand stehlen konnte. Etwas wirr? Finde ich auch. Zumindest heute. Bis morgen früh sind der Humor, die Motivation und die Gelassenheit wieder hier. Aber eigentlich, eigentlich geht es mir jetzt schon wieder besser. Dank ein paar von euch da draussen. Danke!
Montag, 17. März 2014
Was von der Buchmesse bleibt
Ein Brief. Von einem Verlag, der mir ein sensationelles Angebot macht: Ich könnte entweder einen Gedichtband herausgeben - für schon fast unglaublich billige 1980 Euro (Spezialpreis, normalerweise wären es 2400 Euro). Oder ich könnte bei einer Anthologie mitmachen. Pro Seite müsste ich eine Teilnahmegebühr von nur 59.90 Euro bezahlen.
Nun, ich überlege schon seit gestern, ob ich umstellen und Gärtnerin werden soll (oder sonst etwas, das mich glücklich macht). Jetzt, nach dem Lesen dieses Briefes, ist es klarer denn je. Ich stelle die Weichen noch einmal neu und suche mir etwas anderes.
Nun, ich überlege schon seit gestern, ob ich umstellen und Gärtnerin werden soll (oder sonst etwas, das mich glücklich macht). Jetzt, nach dem Lesen dieses Briefes, ist es klarer denn je. Ich stelle die Weichen noch einmal neu und suche mir etwas anderes.
Sonntag, 16. März 2014
Direkt unter die Haut ins Herz
Gestern Abend: The Beauty of Gemina im x-tra in Zürich.
WAHNSINN! Direkt unter die Haut ins Herz. Für immer.
WAHNSINN! Direkt unter die Haut ins Herz. Für immer.
Samstag, 15. März 2014
Kein guter Tag gestern
Es begann mit der Nominationsliste für den deutschen Jugendliteraturpreis.
Kategorie Bilderbuch: 4 von 6 Nominierten sind Übersetzungen
Kategorie Kinderbuch: 5 von 6 Nomierten sind Übersetzungen
Kategorie Jugendbuch Expertenjury: 4 von 6 Nominierten sind Übersetzungen.
Kategorie Jugendbuch Jugendjury: 6 von 6 Nominierten sind Übersetzungen.
Kategorie Sachbuch: 2 von 6 Nominierten sind Übersetzungen
Vielleicht waren die deutschsprachigen Autorinnen und Autoren zu aufmüpfig, als sie ein Überdenken der Preisverleihpraxis forderten und man hat sie abgestraft. Keine Ahnung. Was ich mit Sicherheit weiss: Sie sind nicht zu schlecht, um auf diese Liste zu kommen! Aber man nimmt ihnen und ihren Verlagen mit solchen Nominationslisten den Mut, sich mit deutschen Autoren an schwierige Stoffe zu wagen.
Am Abend dann die Nachricht einer Kollegin aus der Buchmesse Leipzig, die ich gebeten hatte, am Schweizer Stand vorbeizugehen und zu schauen, ob meine Bücher dort ausgestellt sind. Waren sie nicht. Kein einziges. Die Schachtel mit den Büchern, die der Verlag an den SBVV geschickt hat, ist irgendwo verloren- oder untergegangen. Da sass ich also vor dieser Nachricht und mir war schlecht. Zum Glück hat die Kollegin sehr schnell reagiert. Sie ging zum Stand meines Verlages, holte den #no_way_out und brachte ihn an den Schweizer Stand. Jetzt sollte das Buch wenigstens am Wochenende dort sein.
Mein Autorenleben fährt grad gewaltig Achterbahn ...
Kategorie Bilderbuch: 4 von 6 Nominierten sind Übersetzungen
Kategorie Kinderbuch: 5 von 6 Nomierten sind Übersetzungen
Kategorie Jugendbuch Expertenjury: 4 von 6 Nominierten sind Übersetzungen.
Kategorie Jugendbuch Jugendjury: 6 von 6 Nominierten sind Übersetzungen.
Kategorie Sachbuch: 2 von 6 Nominierten sind Übersetzungen
Vielleicht waren die deutschsprachigen Autorinnen und Autoren zu aufmüpfig, als sie ein Überdenken der Preisverleihpraxis forderten und man hat sie abgestraft. Keine Ahnung. Was ich mit Sicherheit weiss: Sie sind nicht zu schlecht, um auf diese Liste zu kommen! Aber man nimmt ihnen und ihren Verlagen mit solchen Nominationslisten den Mut, sich mit deutschen Autoren an schwierige Stoffe zu wagen.
Am Abend dann die Nachricht einer Kollegin aus der Buchmesse Leipzig, die ich gebeten hatte, am Schweizer Stand vorbeizugehen und zu schauen, ob meine Bücher dort ausgestellt sind. Waren sie nicht. Kein einziges. Die Schachtel mit den Büchern, die der Verlag an den SBVV geschickt hat, ist irgendwo verloren- oder untergegangen. Da sass ich also vor dieser Nachricht und mir war schlecht. Zum Glück hat die Kollegin sehr schnell reagiert. Sie ging zum Stand meines Verlages, holte den #no_way_out und brachte ihn an den Schweizer Stand. Jetzt sollte das Buch wenigstens am Wochenende dort sein.
Mein Autorenleben fährt grad gewaltig Achterbahn ...
Donnerstag, 13. März 2014
Intensive Tage
Ich lebe und schreibe durch intensive Tage. Der Herzinfarktmoment hat sich (zum Glück) nicht wiederholt und (zum noch viel grösseren Glück) arbeiten wir an den Problemen. Nein, es ist nicht einfach. Aber das Wichtigste stimmt für mich: Die Kommunikation und das Wissen, dass alle für die Sache einstehen. Weil unterschiedliche Ansichten, unterschiedliche Gewichtungen, unterschiedliche Erfahrungswerte, unterschiedliche Empfindungen, unterschiedliche Gefühlslagen aufeinanderprallen, ist der Prozess fordernd. Entscheidend ist, dass es ein Prozess ist, in den ich als Autorin einbezogen werde. Und das werde ich. Der Ausgang ist immer noch offen. Aber ich bin zuversichtlich.
Und weil das alles ziemlich intensiv ist, bleibt hier im Blog so viel ungeschrieben. Zum Beispiel, wie das mit der Buchvernissage von Tom Zai war. Wahnsinnig! Unterhaltsam, witzig, spannend, erfrischend, herzerwärmend. Zum Glück hat Tom nach Tagen des Überwältigtseins die Worte gefunden und über seinen grossen Abend berichtet.
Dann ist ja in diesen Tagen auch die Buchmesse in Leipzig. Ich bin nicht dabei. Aber ich denke an die Kollegen, die dort sind, erinnere mich mit Wehmut an die schönen Hallen und diese wunderbaren Fabelgestalten, die durch die Messe schweben, geistern, rocken. Das vermisse ich schon ein wenig, vor allem die Begegnungen mit den Kollegen.
Dieses Jahr ist die Schweiz Gastland in Leipzig. Ausgerechnet dieses Jahr, ausgerechnet nach dieser Abstimmung vom 9. Februar. Vielleicht ist es jedoch gerade gut, dass es ausgerechnet jetzt ist. Dass wir jetzt präsent sind, statt uns zu verstecken. Unser Bundesrat Alain Berset hat gestern eine Rede gehalten, in der er versucht hat, die Schweiz zu erklären. Ich finde, er hat das so gut hinbekommen, dass man die Rede einfach lesen muss. Alleine schon wegen des Einstiegs. Aber auch wegen des restlichen Texts. Hier ist sie, die Rede. Meine Bitte: Lesen!
Ich für meinen Teil zieh mich wieder in meine Schreibwelt zurück.
Und weil das alles ziemlich intensiv ist, bleibt hier im Blog so viel ungeschrieben. Zum Beispiel, wie das mit der Buchvernissage von Tom Zai war. Wahnsinnig! Unterhaltsam, witzig, spannend, erfrischend, herzerwärmend. Zum Glück hat Tom nach Tagen des Überwältigtseins die Worte gefunden und über seinen grossen Abend berichtet.
Dann ist ja in diesen Tagen auch die Buchmesse in Leipzig. Ich bin nicht dabei. Aber ich denke an die Kollegen, die dort sind, erinnere mich mit Wehmut an die schönen Hallen und diese wunderbaren Fabelgestalten, die durch die Messe schweben, geistern, rocken. Das vermisse ich schon ein wenig, vor allem die Begegnungen mit den Kollegen.
Dieses Jahr ist die Schweiz Gastland in Leipzig. Ausgerechnet dieses Jahr, ausgerechnet nach dieser Abstimmung vom 9. Februar. Vielleicht ist es jedoch gerade gut, dass es ausgerechnet jetzt ist. Dass wir jetzt präsent sind, statt uns zu verstecken. Unser Bundesrat Alain Berset hat gestern eine Rede gehalten, in der er versucht hat, die Schweiz zu erklären. Ich finde, er hat das so gut hinbekommen, dass man die Rede einfach lesen muss. Alleine schon wegen des Einstiegs. Aber auch wegen des restlichen Texts. Hier ist sie, die Rede. Meine Bitte: Lesen!
Ich für meinen Teil zieh mich wieder in meine Schreibwelt zurück.
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