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Montag, 12. Januar 2026

Lesungen


Heute bin ich offiziell ins Lesungsjahr 2026 eingetaucht, an einer Schule ganz in der Nähe, von der ich seit vielen Jahren regelmässig eingeladen werde. Drei Lesungen, jede genial schön, mit Jugendlichen, die gut vorbereitet und voller neugieriger Fragen waren, und mit herrlich unkomplizierten Organisatorinnen, die die Leselogistik wunderbar einfach machten. Besser hätte mein Lesungsstart nicht ausfallen können.

Generell bereiten mir Lesungen immer noch riesigen Spass und grosse Freude. Bei jeder bin ganz im Augenblick, nehme nie eine Abkürzung, auch nicht bei Fragen, die ich schon unzählige Male gehört habe. Beim Vorlesen wird mir sowieso nicht langweilig, denn aus welchem meiner Bücher ich vorlese, entscheiden die Jugendlichen, stets in urdemokratischen Abstimmungen (halt so richtig auf die Schweizer Art). So durfte ich zum Beispiel heute aus drei verschiedenen Büchern vorlesen (#no_way_out / Dunkelwind / Krawallnacht). 

Früher konnte ich schon mal sieben Wochen am Stück auf Tour gehen, heute hätte ich keine Chance mehr. Meine inneren Batterien brauchen länger, bis sie wieder geladen sind. Das ist eine Realität, die ich akzeptieren muss und auch problemlos kann, nicht zuletzt, weil ich nicht als alte, ausgebrannte Autorin enden will, die ihr Programm seelenlos ohne Kraft und Energie durchzieht. Das hätten die Jugendlichen nicht verdient, und vor allem würde ich mich selbst nicht mehr mögen, wenn ich das täte. 

Ich versuche deshalb schon längerem, meine Kräfte realistisch einzuteilen: da bux Verlagsarbeiten, Enkelhütedienst, schreiben, Lesungen ... und dann gibt es ja auch noch das Privatleben, in dem ich mich gerne in verschiedensten kreativen Bereichen austobe. Dabei gelingt es mir jedes Jahr etwas besser, eine gute Balance zwischen alledem zu finden. Und ich bin ziemlich sicher, dass ich 2026 den perfekten Mix erreiche.

Sonntag, 19. Oktober 2025

Auf Lesetour im Kanton Uri

 
(Hochmoor Rothenthurm)

Heute Morgen habe ich meine Sachen zusammengepackt, am Nachmittag bin ich nach Altdorf im Kanton Uri aufgebrochen. Unterwegs reichte die Zeit für einen Spaziergang im Hochmoor bei Rothenthurm. Ein Traum in Herbstfarben! 

Im Gegensatz zu früheren Touren habe ich mich in einer Ferienwohnung eingemietet, die gemütlicher nicht sein könnte. Kein Hotelzimmer, in dem mir die Decke auf den Kopf fällt, kein Arbeiten an einem Tisch irgendwo an einer seelenlosen Wand oder auf dem Bett (weil mir der Tisch an der Wand nicht behagt). Die Wohnung hat eine riesige Wohnküche mit drei Fenstern und einem grossen Tisch, an dem ich arbeiten kann. Wenn ich mich erholen will, wechsle ich auf das Sofa in der gemütlichen Wohnstube. Egal, aus welchem Fenster in der Wohnung ich schaue, überall sind Berge. So schön. Und unter uns gesagt, einer der Hauptgründe, warum ich für diese Lesetour zugesagt habe.

Altdorf wird die nächsten zwei Wochen zur Heimbasis, die Lesungsorte sind alle in der Nähe, also auch keine endlosen Bahn- und Busfahrten. Der Lesungsplan ist propevoll. 28 Lesungen in zwei Wochen, jeweils drei Lesungen am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag (zwei am Vormittag, eine am Nachmittag), am Mittwoch jeweils zwei. Obwohl ich ein wenig Bammel vor so vielen Lesungen habe, freue ich mich sehr darauf. Im Blogpost nächste Woche werde ich berichten, was ich so alles erlebt habe.

Erst einmal lebe ich mich hier ein und schraube mich dann morgen nach Andermatt hoch.