Diesen Blogpost schreibe ich auf dem Sitzplatz vor dem Haus. Die Vögel singen, Bäume und Sträucher knospen und blühen, bunte Frühlingsblumen leuchten mit dem Himmel und dem Schnee auf den Bergen um die Wette. Gestern und vorgestern wuselte der kleine Mensch mit einem kleinen Rasenmäher über den Rasen, füllte mit mir die Spritzkante, goss mit mir die Blumen, gemeinsam besuchten wir die Hühner in der Wiese hinter unserem Haus. Nette Nachbarn überliessen uns Fortbewegungsmittel für kleine Menschen, und so konnte unser kleiner Mensch mit den anderen kleinen Menschen die Quartierstrasse erobern (samt ausgeliehenem Helm auf dem Kopf). Was für ein Geschenk, was für ein Wunder.
Im Frühling hüpft mich der Übermut an, meine Energie funkt, die Kreativität tanzt Ringelreihen. Ich habe das Gefühl, dass (fast) alles möglich ist. Wenn ich nicht durch die Landschaft wandere, staunend im Garten herumwusele oder mit dem kleinen Menschen unterwegs bin, schmiede ich Pläne, fülle Notizbücher, zeiche mein Bullet Journal in allen Farben. Natürlich weiss ich, dass ich höchstens die Hälfte von dem umsetzen kann, was ich mir aufschreibe, aber das geht in Ordnung. Ende Herbst werde ich zurückschauen und gucke, was ich alles geschafft habe, und was ich nicht geschafft habe, werde ich im nächsten Frühling angehen.
Und jetzt entschuldigt mich bitte. Ich werde jetzt den Laptop zuklappen und den Frühling geniessen. Wir lesen uns nächste Woche wieder.
