Montag, 16. März 2026

ATELIER

Die Schnecke Yolanda ist von Theres Willi

Vor etwas mehr als einem halben Jahr haben wir unseren Ateliervertrag unterschrieben. Voller Vorfreude, glücklich und aufgeregt, aber auch mit dem Gefühl, angekommen zu sein. Am letzten Freitag unternahmen wir drei Atelierfrauen unseren ersten gemeinsamen Atelierausflug. Es ging hoch hinaus, auf den Säntis, auf 2501,9 Meter über Meer, genau der richtige Ort für unsere hochfliegenden Pläne und Träume. Der Himmel war strahlend blau, auf dem Gipfel blies ein eisiger Wind, die Aussicht war fantastisch.

Wir genossen das Panorama und das Essen, legten auf dem Rückweg auf der Schwägalp eine Kaffee- und Zeichnungsrunde ein und feierten unser Atelier. 

Ins Atelier eintreten ist ein Eintreten in eine Welt der Kreativität, des Austausches, der Ideen, der gegenseitigen Unterstützung. Stilles, konzentriertes Arbeiten und Gespräche wechseln sich ab. Wir entwickeln gemeinsam Ideen, öffnen unsere Türen mit verschiedenen Kreativrunden (Schreiben, Zeichnen, Weltenbasteln, Nature Journalig) und einem offenen Ateliernachmittag auch anderen Kreativen. Nichts ist Müssen, alles ist Dürfen. Vor allem das neugierige Ausprobieren von Neuem. 

Was in den letzten Monaten alles entstanden ist? Wir haben einen Namen für das Atelier gesucht und gefunden, Theres hat ein Logo entworfen und eine eigene Atelier Webseite und Social Media Accounts erstellt. Was noch? Witzige Texte in unseren Writing-Promt-Übungen in den Schreibrunden, überraschende und wunderbare Zeichnungen im offenen Atelier und in den Zeichnungsrunden, Konzepte für Bücher und Kolumnen, Workshopangebote, unzählige Malereien in Experimenten mit Farben und Techniken. Wir haben Plotknoten gelöst und Blockaden überwunden und Theres hat mit ihren Bildern und Gemälden Markterfahrungen gesammelt. Wir haben endlos viel gelacht und viel gelernt. Wahrscheinlich habe ich jetzt nur die Hälfte aufgezählt - und trotzdem ist es nie hektisch im Atelier. Es ist ein ruhiger Hafen, in den man einfährt. Ein Safe Space inmitten einer ziemlich verrückten Welt. Ein Ort auch, an dem so vieles Möglich geworden ist. Ein positiver Ort, ein Ort, an den ich sehr gerne hingehe.

Ein gutes halbes Jahr Atelier - und es fühlt sich ein wenig an, als wäre es immer da gewesen. 

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