Donnerstag, 23. Dezember 2010

Bücherregale oder Die Tücken des Einordnens

Gestern Abend hat es mich gepackt. Ich habe die unzähligen Buchstapel angeschaut, die sich bei uns türmen, und beschlossen, die Bücher im Regal zu versorgen. Also legte ich erst einmal gute Musik auf, drehte auf volle Lautstärke und begann .... ähm .... wollte beginnen. Was mich daran hinderte? Ein riesiger Berg Fragen.

Alphabetisch?
Viele unserer Bücher sind alphabetisch geordnet. Alle Bücher vom Stapel am richtigen Ort einordnen geht aus Platzmangel nicht. Soll ich jetzt das ganze Regal ausräumen und neu anfangen?

Sprachen?
Wir haben von nicht wenigen Autoren Bücher in Deutsch und Englisch. Bis jetzt standen die getrennt auf verschiedenen Regalen. Aber wenn ich sowieso die Regale ausräume, könnte ich doch englische und deutsche Bücher desselben Autors zusammennehmen, oder nicht?

Taschenbuchformate? / Hardcover?
In einem früheren, einfacheren Leben hatten alle Taschenbücher mehr oder weniger dasselbe Format. Weshalb mein Bruder (Schreiner) uns Bücherregale massgeschneidert hat. Die einfacheren Zeiten sind längst vorbei. Einige Taschenbücher passen nicht mehr ins Taschenbuchregal. Die stehen bei den Hardcover-Ausgaben. Womit einzelne Autoren in drei verschiedenen Bereichen auftauchen (Taschenbuch/Hardcover/Sprache).

Genre?
In unseren Regalen gibt es Themenbereiche. Ausserdem ist der Jugendbuchbereich getrennt vom Rest. Genauso, wie CH-Autoren einen speziellen Bereich haben. usw.

Während ich also Musik hörte und vor meinen Stapeln stand, türmte sich mein Fragenberg auf Mt. Everest-Höhe. Ich war versucht, die Bücher einfach IRGENDWO ins Regal zu stellen, am besten dort, wo es noch Platz hatte. Diese Idee gefiel mir aber überhaupt nicht. Ich habe deshalb das Regal geräumt. Englische und deutsche Ausgaben zusammengeführt. Hardcover und sperrige Taschenbücher vereint. Musik gehört. Und am Ende die Ich-weiss-nicht-was-ich-mit-diesem-Buch-soll-Ausgaben IRGENDWO hingestellt, wo es Platz hatte. Und den verbleibenden Stapel so versorgt, dass er mir aus den Augen ist.

Darf ich euch ganz unverschämt fragen, wie ihr dieses Problem löst?

Kommentare:

kopfchaos hat gesagt…

..... ich würd' nach autoren sortieren, und dann jeweils nach erscheinungsjahr.....

schneiderin hat gesagt…

Ähm, gute Frage...

Bei mir sind sie thematisch geordnet, also die Sachbücher. Der Rest nach Autor, aber nicht alphabetisch. Ich finde aber meist, was ich suche. Soooo viele sind es nicht (mehr. Ich habe bei jedem Umzug etliche weggegeben.)Die Jugendbücher sind im Zimmer meiner Tochter.

Und übrigens les ich grad Blackout. Sehr spannend!

Herzliche Weihnachtsgrüsse
Maria

Jutta Wilke hat gesagt…

Bei mir herrscht das Chaos :-)

Ich habe in fast allen Zimmern im Haus Bücherregale. Und neue Bücher werden nach dem Lesen dahin gepackt, wo gerade noch Platz ist.
Nur für die ungelesenen Bücher habe ich ein eigenes Plätzchen, damit ich weiß, was ich alles noch lesen möchte. Alles andere ist "kreuz und quer" und ich mag es so. Ich liebe es, an einem der Regale entlangzuschlender und einfach irgendein Buch herauszugreifen. Übrigens habe ich offenbar ein sehr gutes Bildgedächtnis. Wenn ich ein Buch suche, weiß ich immer fast 100% in welchem Raum, in welchem Regal und ungefähr in welcher Ecke dort ich suchen muss. Bisher hat noch keine Suche länger als ein paar Minuten gedauert. Erst kürzlich wieder. Bart Moeyaert. Ich wusste einfach, ich habe sein "Brüder" irgendwo neben dem Suppenkochbuch gesehen zuletzt. Und da stand es dann auch. Eine gute Suppe habe ich dann gleich auch noch gekocht ;-)

Nik75 hat gesagt…

Ich habe meine Bücher nach Autoren sortiert und die englischen extra. Wobei ich eine Autorin habe von der ich fast alle Bücher gesammelt habe und zwar Victoria Holt. Die stehen ganz am Anfang im Regal, englische und deutsche gemischt. Dann kommen alle Englischen nach Autoren und dann alle deutsche nach Autoren. Egal ob Taschenbuch oder Hardcover. Sie sind alle gemischt.