Dienstag, 1. Juli 2014

Anerkennung

Meine letzten paar Tage waren geprägt von Interviews. Eines real und ein paar schriftlich. Eines ist immer noch im Gange. Ein Mail-Ping-Pong sozusagen. Mit jeder Mail kommen neue Fragen, ein Dialog, der sich entwickelt. Viele dieser Fragen gehen in die Tiefe, lassen mein Autorinnenleben noch einmal an mir vorbeiziehen, all die Hochs und die Tiefs. Oder, wie ich es nenne, diese Wellen, die dich erfassen, um dich dann am nächsten Strand auszuspucken, bevor du merkst, was dir überhaupt passiert. Indem ich diese Gefühle in Worte fasse oder zu fassen versuche, komme ich mir selber noch einmal näher, lerne Neues über mich. Vor allem aber staune ich darüber, wie sehr ich von der Anerkennung anderer abhänge. Natürlich suchen wir alle Anerkennung, aber dass ich die so intensiv brauche und auch suche, erstaunt und überrascht mich. Ich denk dann mal weiter darüber nach ...

Kommentare:

Marie Baumann hat gesagt…

Das Bedürfnis nach Anerkennung ist doch komplett normal und bei einer Autorin noch viel verständlicher. Es steckt viel mehr persönliches in einem Buch als z.B. in der Arbeit eines Steuerbeamten. Der Steuerbeamte behält zudem seinen Job, auch wenn viele Leute seine Arbeit nicht persönlich wertschätzen; aber als Autorin bist du darauf angewiesen, dass die Menschen deine Bücher mögen. (Nicht nur die Leser, auch die Verlagsmenschen ect.)

Also ich find dieses Bedürfnis sehr verständlich ;)

Andrea hat gesagt…

Ich glaube auch, dass Anerkennung ganz eng mit Wertschätzung verbunden ist. Auch ich möchte bei meiner Arbeit wertgeschätzt werden. Wie die Wertschätzung konkret aussieht, kann ganz unterschiedlich aussehen.