Montag, 15. November 2010

Kürzlich, im Buchladen

Letzten Mittwoch, nach der Morgenlesung, verschenkte ich spontan mein Exemplar von "Freerunning" - und dann fiel mir ein, dass ich am Nachmittag nochmals eine Lesung hatte. Also suchte ich den Buchladen "Stocker" in Luzern (und fand ihn im zweiten Anlauf), weil ich wusste, dass die meine Bücher haben.

Erste Überraschung am Eingang: Die Kinder- und Jugendbuchabteilung ist weder im Keller noch im obersten Stockwerk, sondern im Erdgeschoss ... und sie ist gross und geräumig und freundlich und heimelig. Zweite Überraschung: Ich habe mein Buch auf Anhieb gefunden, denn es steckte nicht im Regal mit dem Rücken nach vorne irgendwo zwischen vielen anderen, sondern stand gut sichtbar und in vielfacher Ausgabe da und winkte mich zu sich heran.

Nun ist es ja leicht peinlich, wenn man als Autorin die eigenen Bücher kaufen geht. Deshalb schnappte ich mir verschämt ein Exemplar und huschte zur nächsten Theke. Natürlich kann Frau Autorin (ich) lesen, aber ich starrte ziemlich lange auf die Texttafel ohne wirklich etwas zu sehen. Als ich den Text dann nicht nur sah, sondern auch wahrnahm ("Information"/"keine Kasse"), war es zu spät.
"Grüezi Frau Gabathuler", sagte die nette Nicht-Verkäuferin.
Ich war enttarnt. Weil ich es peinlich fand, mit meinem eigenen Buch dazustehen, erklärte ich die ganze "Hab's in meiner Euphorie verschenkt" Geschichte. Worauf die nette Dame enteilte, wieder zurückkam und mit mir zur Kasse ging (jetzt als Verkäuferin), wo sie einen speziellen Preis für mein Buch eintippte.

Ich verzog mich dann in das Buch-Café, wo ich wunderbar lecker gegessen und einen herrlichen Cappuccino getrunken habe ... um danach auf dem Weg nach draussen nochmals "meiner" netten Buchhändlerin zu begegnen. Danke an die junge Frau. Es hat sehr viel Spass gemacht! Und vor allem: Grosses Kompliment für diesen wunderschönen Buchladen!

Kommentare:

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Diese Geschichte ist schön,
liebe Alice,
einfach nur schön. Ein glänzender Tupfer im Grau des Morgens. Und deshalb mache ich ein Gesicht, als ob die Sonne schiene :-)

Herzlich Hausfrau Hanna

Rabenblut hat gesagt…

Oh ja! Was für ein schönes Erlebnis! Da geht man doch gerne wieder stöbern und einkaufen.
Und von mir ebenfalls ein Danke an die liebe Buchhändlerin, ohne die wir diese Geschichte nicht hätten hören können!;-)
Liebe Grüße
Nikola

Bobsmile hat gesagt…

Klassische Win-Win Situation.
Du hast Dein Buch mit Rabatt erstanden, den der Laden dann durch deine Konsumation (aus Dankbarkeit für die zuvorkommende Behandlung ;-)) wieder reinbekommt.

Was in deiner Erzählung lustig klingt: "... worauf die Nicht-Verkäuferin enteilte, wieder zurückkam ..." Hat sie sich für die Kasse extra umgezogen?
;-)