Das mit den Zufällen ist so eine Sache ...
Manchmal werden sie mir unheimlich. Heute zum Beispiel. Ich fand es wieder einmal an der Zeit, ein paar meiner 81 Fragen zu beantworten. Also schaute ich nach, bei welcher ich stehen geblieben war (48) und öffnete die nächste Frage auf der Liste.
Im Spital in Walenstadt (Kanton SG / CH).
Dort liegt auch Jay aus Schlechte Karten, nachdem er von zwei Typen angegriffen und verletzt wurde. Womit wir schon beinahe beim Zufall sind, denn an und für sich ist es nichts Aussergewöhnliches für eine Autorin, ihre Figur ins Krankenhaus zu schreiben, in dem sie geboren wurde. Der Zufall liegt im Zeitpunkt. Mein Verlag teilte mir kürzlich mit, dass die erste Auflage zur Neige geht und dass das Buch nicht neu aufgelegt wird. Ich habe gewusst, dass dieser Zeitpunkt kommen würde, denn das Buch verkaufte sich zwar bis zum Schluss regelmässig, aber halt nicht in den Mengen, die es für eine zweite Auflage wohl brauchen würde.
Ich erinnere mich, wie ich genau wusste, wie die Landschaft aussehen muss, in der die Geschichte spielt. Für den Anfang von "Schlechte Karten" brauchte ich einen Bahnhof, der ausserhalb des Ortes liegt, einen Kanal zwischen Bahnhof und Ort, und der Ort musste ein Dorf sein, keine Stadt. Wochenlang habe ich nach so etwas gesucht, bis ich auf Weesen kam, den Ort am einen Ende des Walensees. Am anderen Ende liegt Walenstadt. Dorthin, wo der verletzte Jay gebracht wird.
"Schlechte Karten" sollte eine Liebesgeschichte werden zwischen zwei Menschen, die sich normalerweise nicht einmal über den Weg laufen. Den Kanal brauchte ich, damit sich die beiden kennenlernen können. Das hat auch bestens (und sehr dramatisch) geklappt. Nur ist die Geschichte dann halt ein Krimi geworden - weil ich nicht zur Liebesgeschichtenautorin geboren bin. Die Liebe ist trotzdem im Buch. Und wie. Aber halt einfach nicht romantisch, sondern so verknorzt und kompliziert, wie sie im richtigen Leben ist.
Im richtigen Leben haben Bücher eine Lebenszeit. Die von "Schlechte Karten" läuft ab*. Zum Abschied eine Szene aus dem Krankenhaus in Walenstadt:
"Hab dir was zum Anziehen mitgebracht." Sarah stellte eine Tasche
neben sein Bett. "Darf ich mich setzen?" Ohne eine Antwort
abzuwarten, zog sie einen Stuhl heran. "Wie geht es dir?"
Jay hustete den Kloß in seinem Hals weg. "Ich lebe noch."
"Freut mich. Gestern hat es weniger gut ausgesehen." Nun war sie es,
die den Blick senkte und nach Worten rang. "Ich hatte keine Wahl, ich
musste den Arzt rufen."
"Du ... Du warst da?" Jay dachte an sein schäbiges Zimmer, an die
Zeichnungen auf dem Tisch, an seine dauerbetrunkene Mutter. Es war beinahe
unerträglich, Sarah anzusehen und sich vorzustellen, was sie fühlte. Mitleid?
Verachtung? Er wollte keins von beidem. "Es ist besser, wenn du
gehst", sagte er.
Sie schwieg. Schaute aus dem Fenster, als ob es draußen etwas Interessantes zu
sehen gab. Dabei war da nur Nebel. Zum ersten Mal bemerkte er, wie lang ihre
Wimpern waren. Er brauchte nur seine Hand auszustrecken und er könnte sie
berühren. Ihr Gesicht, das rot angelaufen war, ihre dunklen Haare, die
aussahen, als würden sie sich ganz weich anfühlen. Er tat es nicht.
"Warum?", fragte sie schließlich. "Hast du Angst, ich könnte
dich fragen, wie du dich verletzt hast?"
Ja, das hatte er. Aber das brauchte sie nicht zu wissen. "Ist sowieso
egal", sagte er harsch.
"Nein, ist es nicht. Ich will es verstehen.
"Ach ja? Was gibt es da zu verstehen?", schleuderte er ihr entgegen.
"Du warst in unserem Haus. In meinem Zimmer. Du hast dir das volle Programm
angeschaut, die ganze Scheiße. Und ich vermute mal, dass du deine Schlüsse
daraus gezogen hast." Auch aus den Zeichnungen und dem Namen, den er ihrer
Figur gegeben hatte. Supergirl. Wie in dem Song, den er so mochte. Bestimmt
hatte sie das genauso lachhaft gefunden wie Luca. Jay hätte sich am liebsten
unter die Decke verkrochen.
"Hör auf", bat sie ihn leise.
Er wollte nicht aufhören. Es gab da ein paar Dinge, die er auch verstand.
"Warum besuchst du mich? Steht diese Woche Sozialarbeit auf deiner Agenda?
Oder macht es einfach Spaß, sich um einen abgedrehten Freak zu kümmern?"
Sarah sah ihn fassungslos an. Dann stand sie auf, stieß den Stuhl heftig
beiseite und rannte aus dem Zimmer. Ungefähr dreißig Sekunden lang war Jay
überzeugt, richtig gehandelt zu haben. Dann stürzte die Wahrheit heftig und
schmerzhaft auf ihn herab. Das Zimmer war leer ohne sie. Viel zu leer. Sein
Herz schlug zu schnell. Viel zu schnell. Ja, sie hatte das ganze Elend gesehen.
Und sie war gekommen. Trotz allem. Er war ein Idiot. Ein totaler Riesenidiot.
Jay klettere aus dem Bett, schaffte es irgendwie bis zur Tür und riss sie auf.
Der Flur war leer.
"Sarah!", rief er verzweifelt. "Sarah!"
*vorläufig. Ich denke ernsthaft darüber nach, das Buch zu überarbeiten und als eBook und allenfalls auch gedruckt herauszugeben.
Mittwoch, 27. Februar 2013
Dienstag, 26. Februar 2013
Was hilft, wenn es klemmt
Wenn es - wie gestern - so richtig klemmt, dann habe ich eine Methode, die ziemlich gut funktioniert: Ich stelle mir das sogenannte Worst Case Szenario vor, also, den schlimmsten Fall, der eintreffen kann. Dann lebe ich diesen Zustand in Gedanken, bis ich mich mit ihm so richtig vertraut gemacht habe. Ich lasse die Angst zu, die Ungewissheit, den Ärger, die Wut, die Resignation und stelle mir einfach vor, was ich machen würde, wenn ...
Nach einer Weile gewöhne ich mich an diesen "schlimmsten aller Fälle" und beginne, den Ausweg daraus zu suchen, denn in diesem Zustand feststecken bleiben will ich ja nicht. Ich spiele die Möglichkeiten in Gedanken durch. Das öffnet Türen. Das zeigt mir ganz neue Perspektiven. Vor allem zeigt es mir, dass auch dieser schlimmste Fall durchlebt, durchstanden und überwunden werden kann.
Manchmal brauche ich dazu länger (im schlimmsten Fall waren es Monate), manchmal weniger lang. Ich verlasse diese Durchspielphase erst, wenn ich weiss, dass ich nicht einfach in Zweckoptimismus verfallen bin, sondern erst, wenn ich sicher bin, dass ich mich damit nicht selber überlisten will, dass ich die gedanklich durchgespielten Lösungen auch ganz real umsetzen könnte und wollte. (Selbstüberlistung hilft NIE!)
Gestern habe ich das schreibenderweise getan. Ich habe ziemlich heftig mit einer guten Schreibkollegin gemailt und gleichzeitig die Möglichkeiten im Schreibforum für Kinder- und Jugendbuchautoren durchgespielt. Dabei suchte ich keinen Trost (der hilft nicht immer, zumindest mir nicht), sondern einfach nur gute Argumente und Gegenargumente. Am frühen Nachmittag ging es mir blendend. Ich setzte mich an den Laptop, obwohl ich gestern gar nicht schreiben wollte und ...
... schrieb eines der besten Kapitel des neuen Buches :-)
Ich danke allen Beteiligten von gestern recht herzlich!
Nach einer Weile gewöhne ich mich an diesen "schlimmsten aller Fälle" und beginne, den Ausweg daraus zu suchen, denn in diesem Zustand feststecken bleiben will ich ja nicht. Ich spiele die Möglichkeiten in Gedanken durch. Das öffnet Türen. Das zeigt mir ganz neue Perspektiven. Vor allem zeigt es mir, dass auch dieser schlimmste Fall durchlebt, durchstanden und überwunden werden kann.
Manchmal brauche ich dazu länger (im schlimmsten Fall waren es Monate), manchmal weniger lang. Ich verlasse diese Durchspielphase erst, wenn ich weiss, dass ich nicht einfach in Zweckoptimismus verfallen bin, sondern erst, wenn ich sicher bin, dass ich mich damit nicht selber überlisten will, dass ich die gedanklich durchgespielten Lösungen auch ganz real umsetzen könnte und wollte. (Selbstüberlistung hilft NIE!)
Gestern habe ich das schreibenderweise getan. Ich habe ziemlich heftig mit einer guten Schreibkollegin gemailt und gleichzeitig die Möglichkeiten im Schreibforum für Kinder- und Jugendbuchautoren durchgespielt. Dabei suchte ich keinen Trost (der hilft nicht immer, zumindest mir nicht), sondern einfach nur gute Argumente und Gegenargumente. Am frühen Nachmittag ging es mir blendend. Ich setzte mich an den Laptop, obwohl ich gestern gar nicht schreiben wollte und ...
... schrieb eines der besten Kapitel des neuen Buches :-)
Ich danke allen Beteiligten von gestern recht herzlich!
Montag, 25. Februar 2013
Es klemmt
Nein, ich habe keine Schreibblockade. Weil ich nicht glaube, dass es Schreibblockaden gibt. Aber es klemmt. Das hat nichts mit der Reise ins Wallis zu tun, die war nämlich klasse. Ich habe sogar geschrieben, auf der Hin- und auf der Rückfahrt, im Hotel, in der Schulbibliothek (eine Stunde lang und danach hatte ich drei oder vier unbrauchbare Zeilen - was nicht an der Bibliothek lag, sondern an mir).
Vielleicht klemmt es, weil ich beim Nachhausekommen eine Mail im Briefkasten hatte, in der mir mitgeteilt wurde, welche meiner Titel bald einmal vergriffen sind. Dazu gehört auch einer, aus dem ich immer noch regelmässig vorlese und von dem mir eigentlich gesagt wurde, er werde nachgedruckt. Ich werde in Kürze mit einer fast um die Hälfte verringerten Buchliste dastehen. Das ist normal und gehört zum Geschäft, aber motivierend ist es trotzdem nicht.
Vielleicht klemmt es auch ein wenig, weil ich zwar extrem gerne Lesungen mache, aber ich je länger je mehr Mühe mit den Anfahrten habe. Ich habe stundenlang über SBB-Fahrplänen gebrütet und dann entschieden, mit auf der Aargauer Lesung Hotels zu nehmen. Das macht die Sache zwar einfacher, aber immer noch nicht gut.
Vielleicht klemmt es auch deshalb ein wenig. Ja, so ist sie, die Verlagswelt, und ja, ich habe mich daran gewöhnt. Was nicht heisst, dass mich ab und zu die totale Unlust überfällt und ich mir immer öfter überlege, ob ich meine Bücher nicht einfach selber machen soll.
Vielleicht ebbt aber auch einfach eine Welle ab und ich bin im Zwischental. Obwohl ich mit dem Schreiben Vollgas geben sollte. So sehr, dass ich gestern eine Anfrage für eine neuntägige Lesereise (schweren Herzens) absagen musste.
Und vielleicht ist einfach zu lange Winter, dieses Jahr.
Vielleicht klemmt es, weil ich beim Nachhausekommen eine Mail im Briefkasten hatte, in der mir mitgeteilt wurde, welche meiner Titel bald einmal vergriffen sind. Dazu gehört auch einer, aus dem ich immer noch regelmässig vorlese und von dem mir eigentlich gesagt wurde, er werde nachgedruckt. Ich werde in Kürze mit einer fast um die Hälfte verringerten Buchliste dastehen. Das ist normal und gehört zum Geschäft, aber motivierend ist es trotzdem nicht.
Vielleicht klemmt es auch ein wenig, weil ich zwar extrem gerne Lesungen mache, aber ich je länger je mehr Mühe mit den Anfahrten habe. Ich habe stundenlang über SBB-Fahrplänen gebrütet und dann entschieden, mit auf der Aargauer Lesung Hotels zu nehmen. Das macht die Sache zwar einfacher, aber immer noch nicht gut.
Vielleicht klemmt es auch deshalb ein wenig. Ja, so ist sie, die Verlagswelt, und ja, ich habe mich daran gewöhnt. Was nicht heisst, dass mich ab und zu die totale Unlust überfällt und ich mir immer öfter überlege, ob ich meine Bücher nicht einfach selber machen soll.
Vielleicht ebbt aber auch einfach eine Welle ab und ich bin im Zwischental. Obwohl ich mit dem Schreiben Vollgas geben sollte. So sehr, dass ich gestern eine Anfrage für eine neuntägige Lesereise (schweren Herzens) absagen musste.
Und vielleicht ist einfach zu lange Winter, dieses Jahr.
Mittwoch, 20. Februar 2013
Wo ich gerade bin
Ich sitze an meinem Schreibtisch. Draussen schneit's. Ich glaube, dieser Winter geht nie vorbei. Wenn ich dann nachher in mein Manuskript eintauche, bin ich auf der Isle of Skye in Schottland. Nach dem Mittag setze ich mich in den Zug und fahre ein Mal durch die ganze Schweiz ins Wallis, nach Naters, wo ich die nächsten drei Nächte und zwei Tage verbringen werde - mit Lesungen und Workshops. Die Fahrt dauert vier Stunden. Das ist viel Zeit zum Schreiben. Während draussen eine kalte Winterschweiz an mir vorbeizieht, flüchte ich in Gedanken zusammen mit meinen Figuren hierher:
Dienstag, 19. Februar 2013
Schreiborte
Ich schreibe an vielen Orten. Letztes Jahr in Irland an zwei besonders schönen. An die denke ich gerade mit Wehmut ...
Samstag, 16. Februar 2013
Mord in Switzerland
"Die Idee zu diesem Buch entstand während einer Zugfahrt. Wir hatten eine Ausstellung über das Verbrechen in der Schweiz besucht ..." (aus dem Vorwort von Mitra Devi und Petra Ivanov)... Dann kamen die Gedanken ins Rollen. Was steckt hinter dem Vordergründigen? Geht es im idyllischen Einfamilienhaus am Waldrand immer nur idyllisch zu und her? Hat die Alte mit dem Tulpenstrauss in der Hand wirklich nur Gutes im Sinn? Die beiden Autorinnen beschlossen, jene zu fragen, die die Schweiz von ihrer dunklen Seite kennen - einheimische Krimiautorinnen und Krimiautoren.
Sie haben unter anderem auch mich gefragt und mir war sofort klar, wo meine Geschichte spielen würde. Im Wartau, meiner Heimatgemeinde, wo man seinen sturen Grind hat und den Föhn. Und manchmal auch ein dunkles Geheimnis. Ich schrieb den ersten Satz und es war ein wenig, als würde mich das Föhnfieber packen, denn irgendetwas trieb mich fast gehetzt von Satz zu Satz - bis hin zum bitteren Ende.
Die Zusammenarbeit mit den beiden Herausgeberinnen und dem Appenzeller Verlag war etwas vom Besten, das ich je erlebt habe. Sehr persönlich und sehr professionell, mit klar gesteckten Zwischen- und Enddaten, immer ruhig, nie hektisch. Herausgekommen ist ein tolles Buch, eine - schlichte - optische Augenweide (innen und aussen) mit 18 total verschiedenen Geschichten aus den verschiedensten Gegenden der Schweiz.
"Die idyllische Schweiz von ihrer düsteren Seite: kriminell, brutal, mörderisch. Mörderisch gut.". St. Galler Tagblatt
Seit gestern ist das Buch in den Läden. Mein Tipp: Hingehen, in die Hand nehmen, kurz darin schmökern und wenn euch gefällt, was ihr seht und liest - kaufen :-)
Buchvernissage:
Freitag, 22. Februar, alte Stuhlfabrik Herisau, 19.30 Uhr (Türöffnung 18.30 Uhr)
Donnerstag, 14. Februar 2013
Und es rockt doch, das Leben. Und wie!
Anfang Februar habe ich die letzten Feinschliffkorrekturen an meinem neuen Buch gemacht. Es ist ein absolutes Herzblutbuch, eins, das geschrieben werden musste. Und wie immer, wenn es ums Herzblut geht, sind auch Songs und Songzitate nicht weit. In einem der Zitate geht es ums Bluten; es ist so stark, dass mir auch nach dem x-ten Mal lesen jedesmal die Tränen in die Augen schiessen (nicht zuletzt deshalb, weil auch das Kapitel eines der bewegendsten ist, die ich je geschrieben habe). Ich habe dieses Buch für mich geschrieben. Und die Menschen, denen es gewidmet ist. Nun bleibt mir nur der Wunsch, dass ich damit Herzen erreichen und bewegen kann.
Ein Buch, an dem ebenfalls mein ganzes Herz hängt, und das mehr mit Musik verwoben ist als jedes andere meiner Bücher, ist mein Starkstrom. Ich habe es nicht einfach nur geschrieben, sondern gelebt (im übertragenen Sinn :-) ). Am Starkstrom hängen wunderbare Erinnerungen an wunderbare Begegnungen und wunderbare Menschen. Das Buch hat mir ein paar der besten Stunden meines Lebens geschenkt. Ich möchte keine Minute missen, die ich mit ihm verbracht habe.
Vor ein paar Wochen hat mir mein Verlag geschrieben, dass er das Buch aus dem Programm nehmen wird. Ich verstehe den Entscheid und habe begonnen, mich auf den Abschied eines meiner liebsten Bücher einzustellen. Witzigerweise scheint das Leben (oder das Schicksal) mir dabei helfen zu wollen:
Frau Tochter ist vor ein paar Tagen nach Hause gekommen und hat mir erzählt, dass sie jetzt bei einer ihrer Arbeiten mit dem Chef der lokalen TV-Station zusammenarbeitet - jener Station, bei der ich einen meiner spannendsten und irrsten Recherchetage überhaupt verbracht habe - für den Starkstrom. Ich habe sie gebeten, Cheffe einen herzlichen Gruss auszurichten. Was sie umgehend getan hat.
Und heute hat mir Tom Zai seine Rezension zum Buch geschickt. Die berührendste und schönste Rezension, die ich je über eines meiner Bücher gelesen habe. Ich werde sie mir ausdrucken und über den Schreibtisch hängen, auf dass sie mich immer daran erinnern möge, weshalb ich schreibe.
Einen besseren Abschied von einem Buch gibt es nicht. Ich sage es dann mal mit den Worten von AC/DC: "For those about to rock, we salute you!"
Und dir, Tom: Danke. Danke, danke, danke.
Ein Buch, an dem ebenfalls mein ganzes Herz hängt, und das mehr mit Musik verwoben ist als jedes andere meiner Bücher, ist mein Starkstrom. Ich habe es nicht einfach nur geschrieben, sondern gelebt (im übertragenen Sinn :-) ). Am Starkstrom hängen wunderbare Erinnerungen an wunderbare Begegnungen und wunderbare Menschen. Das Buch hat mir ein paar der besten Stunden meines Lebens geschenkt. Ich möchte keine Minute missen, die ich mit ihm verbracht habe.
Vor ein paar Wochen hat mir mein Verlag geschrieben, dass er das Buch aus dem Programm nehmen wird. Ich verstehe den Entscheid und habe begonnen, mich auf den Abschied eines meiner liebsten Bücher einzustellen. Witzigerweise scheint das Leben (oder das Schicksal) mir dabei helfen zu wollen:
Frau Tochter ist vor ein paar Tagen nach Hause gekommen und hat mir erzählt, dass sie jetzt bei einer ihrer Arbeiten mit dem Chef der lokalen TV-Station zusammenarbeitet - jener Station, bei der ich einen meiner spannendsten und irrsten Recherchetage überhaupt verbracht habe - für den Starkstrom. Ich habe sie gebeten, Cheffe einen herzlichen Gruss auszurichten. Was sie umgehend getan hat.
Und heute hat mir Tom Zai seine Rezension zum Buch geschickt. Die berührendste und schönste Rezension, die ich je über eines meiner Bücher gelesen habe. Ich werde sie mir ausdrucken und über den Schreibtisch hängen, auf dass sie mich immer daran erinnern möge, weshalb ich schreibe.
Einen besseren Abschied von einem Buch gibt es nicht. Ich sage es dann mal mit den Worten von AC/DC: "For those about to rock, we salute you!"
Und dir, Tom: Danke. Danke, danke, danke.
Montag, 11. Februar 2013
Wie viel Internet muss, kann, soll, darf es sein?
Was hat man uns Autoren nicht alles einreden wollen!
Dass man weg ist vom Fenster, wenn man nicht online ist. Dass man präsent sein muss. Greifbar für den Leser und die Leserin. Zum eigenen Aushängeschild werden. Interaktiv sein. Kommunizieren. Alles andere habe keine Zukunft. Denn das neue Leben ist online. Vernetzt. Verknüpft. Verklinkt. Mag sein. Aber in meinem Umfeld häufen sich die Menschen, die genug haben. "Mir wird das alles zu viel", hat mir kürzlich ein Kollege verraten. "Ganz ehrlich, manchmal langweilt mich das", sagte ein anderer. Ich selber ziehe mich ab und zu total zurück. Lebe internetlos in den Bergen und merke, dass ich überhaupt nichts vermisse. Nur wenn ich wieder im Tal unten bin, eingeloggt in die virtuelle Welt, angehängt an den überwältigenden Datenstrom, meldet sich die innere Stimme, die sagt, dass ich da dabei sein muss. Denn: Entweder ist man dabei, oder man geht unter.
Privat würde ich diesen Irrsinn nie mitmachen. Dann würde ich genau das tun, was ich immer gerne getan habe: Bloggen. Ausschliesslich. Aber die Autorin, die ich auch bin, findet immer wieder Gründe, warum sie sich nicht einfach aus dem Strom verabschieden kann.
Gestern hat sich meine Autorenkollegin und Freundin ausgeklinkt. Mir fehlt der Mut. Noch.
Dass man weg ist vom Fenster, wenn man nicht online ist. Dass man präsent sein muss. Greifbar für den Leser und die Leserin. Zum eigenen Aushängeschild werden. Interaktiv sein. Kommunizieren. Alles andere habe keine Zukunft. Denn das neue Leben ist online. Vernetzt. Verknüpft. Verklinkt. Mag sein. Aber in meinem Umfeld häufen sich die Menschen, die genug haben. "Mir wird das alles zu viel", hat mir kürzlich ein Kollege verraten. "Ganz ehrlich, manchmal langweilt mich das", sagte ein anderer. Ich selber ziehe mich ab und zu total zurück. Lebe internetlos in den Bergen und merke, dass ich überhaupt nichts vermisse. Nur wenn ich wieder im Tal unten bin, eingeloggt in die virtuelle Welt, angehängt an den überwältigenden Datenstrom, meldet sich die innere Stimme, die sagt, dass ich da dabei sein muss. Denn: Entweder ist man dabei, oder man geht unter.
Privat würde ich diesen Irrsinn nie mitmachen. Dann würde ich genau das tun, was ich immer gerne getan habe: Bloggen. Ausschliesslich. Aber die Autorin, die ich auch bin, findet immer wieder Gründe, warum sie sich nicht einfach aus dem Strom verabschieden kann.
Gestern hat sich meine Autorenkollegin und Freundin ausgeklinkt. Mir fehlt der Mut. Noch.
Überwältigt
Ich habe gestern den Anfang des neuen Kapitels in die Maschine getippt, schnell, beinahe fiebrig. Meine Hauptfigur liegt im Krankenhaus und unter der Tür steht wie ein Geist aus einer anderen Zeit der Mann, den er nie wieder sehen wollte, weil damit schmerzhaft vernarbte Wunden aufbrechen und es so weh tut, dass es kaum auszuhalten ist.
Nun versuche ich seit einer Stunde, den Text weiterzuschreiben. Es geht nicht. Ich bin meine Figur, meine Vergangenheit bricht in all ihrer Schrecklichkeit über mich hinein, wie ein Lawine, die mich mitreisst und unter sich begräbt. Es ist zu viel. Ich finde keine Worte. Ich starre mit meiner Figur zusammen auf diesen Mann, der ein guter Mann ist, mit einem guten Herz, jemand, den ich einmal sehr gemocht habe, jemand der verzeihen kann. Aber ich kann nicht, weil ich mir nicht verzeihen kann.
Ich weiss, ich muss als Autorin für diese Figur und ihre Gefühle Worte finden. Dabei ist es ganz wichtig, dass die Szene nicht zum Kitsch wird. Ich will keine Rührseligkeit. Keinen Pathos. Keine Klischees. Ich will das Echte. Ich will, dass die Szene beim Lesen weh tut. So verdammt weh, wie es meiner Figur wehtut. Im Moment scheitere ich gerade grandios daran.
Nun versuche ich seit einer Stunde, den Text weiterzuschreiben. Es geht nicht. Ich bin meine Figur, meine Vergangenheit bricht in all ihrer Schrecklichkeit über mich hinein, wie ein Lawine, die mich mitreisst und unter sich begräbt. Es ist zu viel. Ich finde keine Worte. Ich starre mit meiner Figur zusammen auf diesen Mann, der ein guter Mann ist, mit einem guten Herz, jemand, den ich einmal sehr gemocht habe, jemand der verzeihen kann. Aber ich kann nicht, weil ich mir nicht verzeihen kann.
Ich weiss, ich muss als Autorin für diese Figur und ihre Gefühle Worte finden. Dabei ist es ganz wichtig, dass die Szene nicht zum Kitsch wird. Ich will keine Rührseligkeit. Keinen Pathos. Keine Klischees. Ich will das Echte. Ich will, dass die Szene beim Lesen weh tut. So verdammt weh, wie es meiner Figur wehtut. Im Moment scheitere ich gerade grandios daran.
Sonntag, 10. Februar 2013
Schreiben in den Bergen
In der Wärme sitzen, den Sonnenaufgang über dem Bergkamm geniessen, über den Wasserfall hinter dem Haus staunen und schreiben ...
Mittwoch, 6. Februar 2013
Vom Schreiben, Überarbeiten und E-Gitarren - Fragen 44 bis 48 der Reihe "81 Fragen an"
Ich hinke mit meinen 81 Fragen der Zeit hinterher. Höchste Eisenbahn also für ein paar weitere Antworten!
Vor der Abgabe an den Verlag lese meistens nur ich es durch.
Habe ich doch schon :-) In "Starkstrom" spielen Hard Rock Bands eine wichtige Rolle und die Hauptfigur in "Mordsangst" ist E-Gitarrist in einer Band.
Unendlich viele Male. Ich bin eine besessene Überarbeiterin. Immer und immer und immer und immer und immer wieder.
Ich mache vor allem viele Lesungen. Im Moment sind es pro Jahr zwischen 130 und 150. Doch so sehr ich Lesungen mag: Ich möchte in Zukunft etwas weniger viele machen und mehr Zeit zum Schreiben haben.
Interviews gebe ich viel weniger. Nicht, weil ich nicht will, sondern weil ich da viel weniger Anfragen habe als für Lesungen.
Meine Notizen zu den Büchern schreibe ich von Hand in ein Notizbuch. Die Geschichten selber entstehen ausschliesslich am Computer (ich könnte das gar nicht von Hand).
Vor der Abgabe an den Verlag lese meistens nur ich es durch.
Habe ich doch schon :-) In "Starkstrom" spielen Hard Rock Bands eine wichtige Rolle und die Hauptfigur in "Mordsangst" ist E-Gitarrist in einer Band.
Unendlich viele Male. Ich bin eine besessene Überarbeiterin. Immer und immer und immer und immer und immer wieder.
Ich mache vor allem viele Lesungen. Im Moment sind es pro Jahr zwischen 130 und 150. Doch so sehr ich Lesungen mag: Ich möchte in Zukunft etwas weniger viele machen und mehr Zeit zum Schreiben haben.
Interviews gebe ich viel weniger. Nicht, weil ich nicht will, sondern weil ich da viel weniger Anfragen habe als für Lesungen.
Meine Notizen zu den Büchern schreibe ich von Hand in ein Notizbuch. Die Geschichten selber entstehen ausschliesslich am Computer (ich könnte das gar nicht von Hand).
Dienstag, 5. Februar 2013
Workshopmonat
Diesen Monat ist Workshopmonat. Der Zufall hat es so eingerichtet, dass ich gleich zwei Mal zu Schreibateliers/Workshops eingeladen wurde, beide Male an Oberstufen. Heute Abend in Tafers sind es ziemlich kurze Einheiten. Ich habe sie vorbereitet und bin gespannt, was wir in der relativ kurzen Zeit aus den Übungen herausholen und mitnehmen werden.
Montag, 4. Februar 2013
Utopie
"Ich bin fest überzeugt, dass ein Evolutionssprung angesagt ist. Das Ergebnis wird eine völlig neue Gesellschaftsordnung sein." (Tom Zai)
Begonnen hat es mit einer Diskussion auf Goggle+ zum NZZ Artikel über Autoren (Arm, aber glücklich) - angekommen sind wir bei einem Blogartikel von Tom Zai (weil ich ihn nach einer Alternative, seiner Utopie gefragt habe). Ich wünsche mir nichts mehr als eine neue Gesellschaftsordnung, denn die von heute hat versagt. Leider stecke ich gerade in der Phase der totalen Resignation und bin froh um Kommentare wie den von Hausfrau Hanna oder diesen Blogartikel von Tom Zai (aus dem als Fazit das eingangs aufgeführte Zitat stammt).
Begonnen hat es mit einer Diskussion auf Goggle+ zum NZZ Artikel über Autoren (Arm, aber glücklich) - angekommen sind wir bei einem Blogartikel von Tom Zai (weil ich ihn nach einer Alternative, seiner Utopie gefragt habe). Ich wünsche mir nichts mehr als eine neue Gesellschaftsordnung, denn die von heute hat versagt. Leider stecke ich gerade in der Phase der totalen Resignation und bin froh um Kommentare wie den von Hausfrau Hanna oder diesen Blogartikel von Tom Zai (aus dem als Fazit das eingangs aufgeführte Zitat stammt).
Samstag, 2. Februar 2013
Loslassen
Gestern und heute habe ich an den letzten Details zum neuen Buch gefeilt. Das Feinschlifflektorat meiner Lektorin war vom Feinsten. Ich lasse mit dieser letzten Detailarbeit aber nicht nur mein neues Buch los, sondern muss mich auch von meiner Lektorin verabschieden. Sie hat damals das Potenzial im "Blackout" erkannt; dank ihr hat die Geschichte von Nick Aufnahme in den Verlag gefunden. Neun Bücher haben wir seit damals zusammen gemacht. Neun Bücher, Carolin! Wahnsinn! DANKE!
Ich hätte diesen Feinschliff im Haus in den Bergen machen können. Es war nicht nur das grässliche Wetter, das mich davon abgehalten hat. Seit einigen Monaten habe ich Mühe mit meiner Wahlheimat. Das Dorf, in dem ich seit rund zweieinhalb Jahren zeitweilig wohne, ist mir fremd geworden. In der kurzen Zeit ist so viel gebaut und noch viel mehr geplant worden. Ich wollte von diesem ganzen Bauwahnsinn bei mir unten im Tal fliehen (wo im Moment gerade eine Kleinstadt total umgeackert und zugebaut wird) und bin in den Bergen in den genau gleichen Wahnsinn geraten. Das Dorf ist in Rekordzeit um eine Retortensiedlung und mehrere Wohnblocks erweitert worden. Und so bin ich weder hier noch dort wirklich mehr zu Hause. Ich ertappe mich dabei, wie ich nach neuen Ecken suche, in die ich mich zurückziehen könnte. Das Rätromanischlernen habe ich an den Nagel gehängt. Wozu auch? Ich komme mit Mittellanddeutsch viel weiter als mit Romantsch. Und ich bin - ehrlich gesagt - auch wütend auf die Leute, weil sie es zugelassen haben, was mit ihrem Dorf und ihrem Tal passiert ist und noch passieren wird.
Dabei bin ich ja selber eine "Zugezogene". Eine Zweitwohnerin. Nur habe ich dazu nicht irgendeine neue Allerweltsluxuswohnung im total langweiligen So-sieht-eine-Zweitwohnung-im-Moment-aus-Stil gekauft (die sehen alle gleich aus, alle ... und kosten alle gleich überrissen viel), sondern ein Haus, das kein Einheimischer wollte. Aber eigentlich ist auch das keine Entschuldigung. Ich gehöre zur Horde, die die Freiheit in den Bergen sucht und dabei diese Berge im Moment total kaputt macht.
Das Haus im Tobel gefällt mir immer noch. Wenn ich dort unten bin und der Bach rauscht, bekomme ich nichts vom Wahnsinn um mich herum mit. Aber beim Wandern, entlang all der Bautafeln mit den ewig gleichen Gebäuden, den über zwanzig geplanten Häusern direkt beim Badesee und am Flachmoor, da vergeht mir immer mehr die Lust. Ich merke, wie ich für mich Argumente suche, warum es mir trotz allem gefällt. Das ist ein Zeichen. Ein Zeichen dafür, dass ich dabei bin, loszulassen. Auf welche Art, weiss ich noch nicht. Vielleicht löse ich mich innerlich vom Gedanken, in einer weitgehend intakten Natur zu leben und arrangiere mich mit den neuen Gegebenheiten, vielleicht löse ich mich vom Ort, vielleicht von zwei Orten. Ich weiss es nicht. Es ist auch nicht so wichtig. Weil: Eigentlich habe ich diese Zwischenwelten immer gemocht. Dieses Nichtwissen, was als Nächstes ist und kommt. Das Leben bleibt auf jeden Fall in Bewegung.
Ich hätte diesen Feinschliff im Haus in den Bergen machen können. Es war nicht nur das grässliche Wetter, das mich davon abgehalten hat. Seit einigen Monaten habe ich Mühe mit meiner Wahlheimat. Das Dorf, in dem ich seit rund zweieinhalb Jahren zeitweilig wohne, ist mir fremd geworden. In der kurzen Zeit ist so viel gebaut und noch viel mehr geplant worden. Ich wollte von diesem ganzen Bauwahnsinn bei mir unten im Tal fliehen (wo im Moment gerade eine Kleinstadt total umgeackert und zugebaut wird) und bin in den Bergen in den genau gleichen Wahnsinn geraten. Das Dorf ist in Rekordzeit um eine Retortensiedlung und mehrere Wohnblocks erweitert worden. Und so bin ich weder hier noch dort wirklich mehr zu Hause. Ich ertappe mich dabei, wie ich nach neuen Ecken suche, in die ich mich zurückziehen könnte. Das Rätromanischlernen habe ich an den Nagel gehängt. Wozu auch? Ich komme mit Mittellanddeutsch viel weiter als mit Romantsch. Und ich bin - ehrlich gesagt - auch wütend auf die Leute, weil sie es zugelassen haben, was mit ihrem Dorf und ihrem Tal passiert ist und noch passieren wird.
Dabei bin ich ja selber eine "Zugezogene". Eine Zweitwohnerin. Nur habe ich dazu nicht irgendeine neue Allerweltsluxuswohnung im total langweiligen So-sieht-eine-Zweitwohnung-im-Moment-aus-Stil gekauft (die sehen alle gleich aus, alle ... und kosten alle gleich überrissen viel), sondern ein Haus, das kein Einheimischer wollte. Aber eigentlich ist auch das keine Entschuldigung. Ich gehöre zur Horde, die die Freiheit in den Bergen sucht und dabei diese Berge im Moment total kaputt macht.
Das Haus im Tobel gefällt mir immer noch. Wenn ich dort unten bin und der Bach rauscht, bekomme ich nichts vom Wahnsinn um mich herum mit. Aber beim Wandern, entlang all der Bautafeln mit den ewig gleichen Gebäuden, den über zwanzig geplanten Häusern direkt beim Badesee und am Flachmoor, da vergeht mir immer mehr die Lust. Ich merke, wie ich für mich Argumente suche, warum es mir trotz allem gefällt. Das ist ein Zeichen. Ein Zeichen dafür, dass ich dabei bin, loszulassen. Auf welche Art, weiss ich noch nicht. Vielleicht löse ich mich innerlich vom Gedanken, in einer weitgehend intakten Natur zu leben und arrangiere mich mit den neuen Gegebenheiten, vielleicht löse ich mich vom Ort, vielleicht von zwei Orten. Ich weiss es nicht. Es ist auch nicht so wichtig. Weil: Eigentlich habe ich diese Zwischenwelten immer gemocht. Dieses Nichtwissen, was als Nächstes ist und kommt. Das Leben bleibt auf jeden Fall in Bewegung.
Donnerstag, 31. Januar 2013
Twitter und ich
Ich bin seit einiger Zeit wieder auf Twitter. Es ist mein dritter Anlauf. Das erste Mal war ich unter dem Namen meines Alter Ego unterwegs, das zweite Mal unter meinem richtigen Namen. Beide Male habe ich das Profil nicht einfach auf Eis gelegt, sondern gelöscht. Grund: Ich empfand Twitter beide Male als riesiges Marktgeschrei, wo ganz viele, zum Teil grässliche Nebensächlichkeiten in die Welt posaunt werden. Mich interessierte nicht, wer jetzt gerade in welches Tram gestiegen war und wo gegessen hatte, schon gar nicht was. Genauso grässlich fand ich es, von Versicherungleuten, Followersammlern, Immobilienfirmen und anderen Menschen, die mir etwas verkaufen wollten, gefolgt, resp. verfolgt zu werden. Kurz: Ich fand Twitter zu 90 Prozent einfach nur langweilig, überflüssig und doof.
Dann hatte ich diese Idee zu einem neuen Buch. Nein, es geht darin nicht um Twitter. Aber Twitter spielt eine kleine, jedoch wichtige Rolle. Also habe ich mich zum Dritten Mal angemeldet, um ein paar Dinge auszuprobieren (Frau Autorin muss ja wissen, worüber sie schreibt). Eine Weile bin ich nur sehr wenigen Leuten gefolgt. Leuten, die ich mag und interessant finde. Das sind zum Teil Autorenkollegen, zum Teil Journalisten. Am liebsten jedoch mag ich die Twitterpoeten. Leute, die in 140 oder weniger Zeichen wunderbare Dinge sagen. Oder witzige. Oder sehr gescheite. Ich habe auch lange fast keine Tweets geschrieben, sondern hauptsächlich spannende Tweets retweetet. Und ich habe gemerkt, dass viel weniger Twitterer als früher andauernd berichten, wo sie sind, was sie gerade essen und wer im Tram neben ihnen sitzt. Vielleicht liegt es an meiner nicht sehr regen Aktivität, dass mir auch keine Followersammler und Menschen, die mir etwas verkaufen wollen, virtuell an den Hals hüpfen.
Mittlerweile bin ich - für meine Verhältnisse - an einem oberen Limit angekommen. Ich folge irgendwas knapp über 100 Leuten. Eigentlich ist mir das schon fast zu viel, obwohl ich diesmal klugerweise Listen angelegt habe. Pro Tag bin ich vielleicht fünf Minuten auf Twitter. Zu wenig, um wirklich etwas mitzubekommen. Aber ich kann - Listen sei Dank - dann genau nach dem suchen, was mich interessiert. Oder einfach ein bisschen reinlesen. Meine Lieblingstwitterin ist übrigens Giulialala
Dann hatte ich diese Idee zu einem neuen Buch. Nein, es geht darin nicht um Twitter. Aber Twitter spielt eine kleine, jedoch wichtige Rolle. Also habe ich mich zum Dritten Mal angemeldet, um ein paar Dinge auszuprobieren (Frau Autorin muss ja wissen, worüber sie schreibt). Eine Weile bin ich nur sehr wenigen Leuten gefolgt. Leuten, die ich mag und interessant finde. Das sind zum Teil Autorenkollegen, zum Teil Journalisten. Am liebsten jedoch mag ich die Twitterpoeten. Leute, die in 140 oder weniger Zeichen wunderbare Dinge sagen. Oder witzige. Oder sehr gescheite. Ich habe auch lange fast keine Tweets geschrieben, sondern hauptsächlich spannende Tweets retweetet. Und ich habe gemerkt, dass viel weniger Twitterer als früher andauernd berichten, wo sie sind, was sie gerade essen und wer im Tram neben ihnen sitzt. Vielleicht liegt es an meiner nicht sehr regen Aktivität, dass mir auch keine Followersammler und Menschen, die mir etwas verkaufen wollen, virtuell an den Hals hüpfen.
Mittlerweile bin ich - für meine Verhältnisse - an einem oberen Limit angekommen. Ich folge irgendwas knapp über 100 Leuten. Eigentlich ist mir das schon fast zu viel, obwohl ich diesmal klugerweise Listen angelegt habe. Pro Tag bin ich vielleicht fünf Minuten auf Twitter. Zu wenig, um wirklich etwas mitzubekommen. Aber ich kann - Listen sei Dank - dann genau nach dem suchen, was mich interessiert. Oder einfach ein bisschen reinlesen. Meine Lieblingstwitterin ist übrigens Giulialala
Montag, 28. Januar 2013
Auf den Punkt gebracht
"Nichts ist dümmer als die von vielen Redaktionen zelebrierte Unterschätzung der Leserschaft." Christof Moser, der Sonntag. Zur ganzen - lesenswerten - Kolumne geht es hier.
Genau deswegen bin ich vom Zeitungsjunkie zur (fast) zeitungsabstinenten Leserin geworden. Ich hatte die Kurzhäppchen satt, das Infotainment, die Themenwahl, die künstlichen Hypes und alles, was Redaktionen heute so verbrechen, weil sie "das schreiben, was die Leute lesen wollen." Ab und zu ruft mich ein Medienkonzern an und will mich als Leserin zurückgewinnen. Die Anrufer bekommen immer dieselbe Antwort: Ich kaufe eure Zeitungen wieder, sobald ihr mir wieder Journalismus bietet, der diesen Namen verdient. Und nicht das da:
"Es geht nur um Stimmen und Stimmung, Polit-Matchberichte."
Darauf kann ich verzichten. Und so lese ich mich im Moment quer durch die kostenlosen Onlineausgaben. Die sind zwar häufig noch ein paar Runden schlimmer als die Printausgaben, aber immerhin bezahle ich für die nichts. Sollten die Zeitungen auf die Idee von Paywalls kommen, müssten sie mir schon echt was bieten dafür (wie zum Beispiel die NZZ). Ansonsten lasse ich es bleiben.
Genau deswegen bin ich vom Zeitungsjunkie zur (fast) zeitungsabstinenten Leserin geworden. Ich hatte die Kurzhäppchen satt, das Infotainment, die Themenwahl, die künstlichen Hypes und alles, was Redaktionen heute so verbrechen, weil sie "das schreiben, was die Leute lesen wollen." Ab und zu ruft mich ein Medienkonzern an und will mich als Leserin zurückgewinnen. Die Anrufer bekommen immer dieselbe Antwort: Ich kaufe eure Zeitungen wieder, sobald ihr mir wieder Journalismus bietet, der diesen Namen verdient. Und nicht das da:
"Es geht nur um Stimmen und Stimmung, Polit-Matchberichte."
Darauf kann ich verzichten. Und so lese ich mich im Moment quer durch die kostenlosen Onlineausgaben. Die sind zwar häufig noch ein paar Runden schlimmer als die Printausgaben, aber immerhin bezahle ich für die nichts. Sollten die Zeitungen auf die Idee von Paywalls kommen, müssten sie mir schon echt was bieten dafür (wie zum Beispiel die NZZ). Ansonsten lasse ich es bleiben.
Sonntag, 27. Januar 2013
Autorenstress ?
Letzte Woche fragte mich ein Junge an einer
Lesung, ob es etwas gäbe, das mich bei meiner Arbeit als Autorin
stressen würde. Er fragte genau an dem Morgen, an dem ich eine lange
Anreise hinter mir und eine komplizierte Weiterreise vor mir hatte und zu allem Elend mein Laptop beschlossen hatte, mir den Dienst zu verweigern, so dass ich während der Bahnfahrt kein Wort schreiben konnte. Da mich zudem eine knappe Woche zuvor das Winterthurer Bussystem kurzzeitig im Stich gelassen hatte, war die Antwort klar: "Die zum Teil komplizierten und mühsamen Anreisen zu den Lesungen", sagte ich. "Und Laptops, die mich im Stich lassen."
Ich hätte noch die überfüllten Züge am Morgen erwähnen können, die ein Schreiben sowieso praktisch unmöglich machen, plus Bahnhöfe im Nirgendwo, bei denen das Wartehäuschen und die WC-Anlage geschlossen sind, aber ich fand, das reiche - denn unter wirklichem Autorenstress stellt man sich etwas anderes vor. Zum Beispiel: Nie zu wissen, ob man die nächste Buchidee bei einem Verlag unterbringt und damit überhaupt noch ein Einkommen hat, die Panik vor dem Abgabetermin, das Lektorat, das den geschriebenen Text vielleicht gar nicht mag, das Bangen vor dem neuen Cover, von dem man nie weiss, ob es einem gefällt oder ob man vor Schreck besinnungslos unter den Schreibtisch fällt, keine Presse für das neue Buch, schlechte Rezensionen, Totalausfälle bei Lesungen, die unregelmässigen Arbeitszeiten (Nachtarbeit und Wochenendarbeit gehören dazu), ein Totalflopp ...
Aber es ist tatsächlich so: Mit all den aufgeführten Beispielen habe ich mich arrangiert. Die gehören dazu. Und so stressen mich zurzeit tatsächlich nur die Anreisen zu den Lesungen (mein Laptop hat sich erholt). So sehr, dass ich mich letzte Woche gleich zwei Mal fragte, warum ich mir das überhaupt antue.
Das Gute: Die Frage löste sich schon beim netten Empfang durch Schullleiter und Lehrkräfte in Luft auf - und spätestens ab dem Moment, wo ich vor herrlich neugierigen Jugendlichen stand, ging es mir einfach nur noch gut, gut, gut.
Trotzdem: Ich wünsche mir, dass das mit dem Beamen schon bald möglich ist. Und zu den Lesungen im März und Mai nehme ich dann wohl öfters mal das Auto.
Ich hätte noch die überfüllten Züge am Morgen erwähnen können, die ein Schreiben sowieso praktisch unmöglich machen, plus Bahnhöfe im Nirgendwo, bei denen das Wartehäuschen und die WC-Anlage geschlossen sind, aber ich fand, das reiche - denn unter wirklichem Autorenstress stellt man sich etwas anderes vor. Zum Beispiel: Nie zu wissen, ob man die nächste Buchidee bei einem Verlag unterbringt und damit überhaupt noch ein Einkommen hat, die Panik vor dem Abgabetermin, das Lektorat, das den geschriebenen Text vielleicht gar nicht mag, das Bangen vor dem neuen Cover, von dem man nie weiss, ob es einem gefällt oder ob man vor Schreck besinnungslos unter den Schreibtisch fällt, keine Presse für das neue Buch, schlechte Rezensionen, Totalausfälle bei Lesungen, die unregelmässigen Arbeitszeiten (Nachtarbeit und Wochenendarbeit gehören dazu), ein Totalflopp ...
Aber es ist tatsächlich so: Mit all den aufgeführten Beispielen habe ich mich arrangiert. Die gehören dazu. Und so stressen mich zurzeit tatsächlich nur die Anreisen zu den Lesungen (mein Laptop hat sich erholt). So sehr, dass ich mich letzte Woche gleich zwei Mal fragte, warum ich mir das überhaupt antue.
Das Gute: Die Frage löste sich schon beim netten Empfang durch Schullleiter und Lehrkräfte in Luft auf - und spätestens ab dem Moment, wo ich vor herrlich neugierigen Jugendlichen stand, ging es mir einfach nur noch gut, gut, gut.
Trotzdem: Ich wünsche mir, dass das mit dem Beamen schon bald möglich ist. Und zu den Lesungen im März und Mai nehme ich dann wohl öfters mal das Auto.
Mittwoch, 23. Januar 2013
Das mit der Gelassenheit ...
... ist so eine Sache. Heute Morgen hatte ich keine Stimme (nicht gerade günstig, wenn man auf Lesetour ist - zum Glück habe ich heute keine Lesungen), heute Abend muss ich an eine Sitzung (die ungefähr so angenehm werden wird wie ein Zahnarztbesuch mit Wurzelbehandlung) und gerade eben habe ich einen Totalverriss des Matchbox Boy auf Amazon gelesen (und gedacht: ja, so kann man das sehen). Was mich jetzt fast ein wenig beunruhigt: All das ärgert mich grad überhaupt nicht. Ich frage mich deshalb, ob ich das mit der Gelassenheit ein wenig zu weit habe kommen lassen (wer diesen Blog schon länger liest, weiss, wie sehr ich mich immer um Gelassenheit bemüht habe). Oder ob ich es tatsächlich langsam schaffe, beim Aufregen Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Und vielleicht werde ich mich heute Abend dann trotzdem noch ärgern. Weil es mir immer noch sehr wichtig ist, wie Menschen miteinander umgehen. Das mit der Stimme wird sich geben. Ich füll mir nun die Badewanne mit Tee und trink sie über den Tag verteilt aus :-)
Montag, 21. Januar 2013
Zweite Lesewoche
Aus der ersten Lesewoche bleiben mir tolle Erinnerungen, viele neue Namen für meine zukünftigen Bücher (ein paar davon sind schon im Einsatz), ein ÖV, der nur am Freitagmorgen leicht, dafür mit Folgen, gezickt hat und eine Erkältung samt Husten, die sich hinterrücks an mich herangeschlichen hat und mich unbedingt erobern will. Ich stelle mich ihr mit einer Ladung Gift (Medikamente) entgegen und gedenke, diesen Kampf zu gewinnen.
Einen anderen Kampf will ich gar nicht erst anfangen, weil er nichts bringt, und so zeichnet sich ab, dass ich ab Ende Januar eine Aufgabe weniger haben werde. Und eine (nicht ganz so neue) Erkenntnis mehr: Für gewisse Dinge bin ich schlicht nicht gemacht. Ich mache einen Knoten ins Taschentuch und werde versuchen, mich bei Gelegenheit an diese Erkenntnis zu erinnern.
Morgen beginnt meine zweite Lesewoche. Ich bin gespannt, was sie bringen wird.
Einen anderen Kampf will ich gar nicht erst anfangen, weil er nichts bringt, und so zeichnet sich ab, dass ich ab Ende Januar eine Aufgabe weniger haben werde. Und eine (nicht ganz so neue) Erkenntnis mehr: Für gewisse Dinge bin ich schlicht nicht gemacht. Ich mache einen Knoten ins Taschentuch und werde versuchen, mich bei Gelegenheit an diese Erkenntnis zu erinnern.
Morgen beginnt meine zweite Lesewoche. Ich bin gespannt, was sie bringen wird.
Montag, 14. Januar 2013
Ab morgen wieder unterwegs
Morgen beginnt meine Lesetour im Kanton Zürich. Das erste, das ich heute auf Twitter gelesen habe: "sbb Totalausfall auf der Strecke Aarau-Olten" (die SBB rechnet mit grossen Verspätungen). Nach zwei anderen Zwischenfällen letzten Donnerstag (Zugsunfall bei Neuhausen / grosse Verspätung des Zugs von Chur durchs Rheintal, bei der Frau Tochter und mit ihr sämtliche Leute, die weiter ins Toggenburg wollten, den Bus verpassten, weil der fuhr, egal, ob die Leute nun da waren oder nicht), beginne ich diese Lesetour mit ziemlich bangen Gefühlen.
Auf die Lesungen freue ich mich! Der Kontakt zu allen Schulen ist hergestellt, die Details sind besprochen, die Fahrpläne ausgedruckt, die Wegstrecken zu den Schulhäusern auch. Womit ich zu meinem nächsten Problem komme: Ich werde wohl oder übel auf ein Smartphone umsteigen müssen, da ich nicht für sämtliche Wenns und Aber bei Zugausfällen Fahrpläne ausdrucken kann und ich bei einer der Dezemberlesungen mit der ausgedruckten Google-Map völlig im Schilf stand und das Schulhaus beinahe nicht gefunden hätte. Kurz: Ich brauche ein GPS für Fussgänger und eine SBB App.
Erst einmal gehe ich jetzt zwei Tickets holen für die Lesungen in Feuerthalen. Zwei, weil ich zwei verschiedene Strecken fahren werde: Am Morgen via Zürich, am Mittag über Romanshorn/Rorschach. Es geht nicht anders. Die Verbindungen sind einfach ... lassen wir das. Auf jeden Fall muss ich am Morgen die Strecke Schaffhausen-Feuerthalen im Taxi zurücklegen, da ich sonst nicht rechtzeitig zur Lesung komme.
Auf die Lesungen freue ich mich! Der Kontakt zu allen Schulen ist hergestellt, die Details sind besprochen, die Fahrpläne ausgedruckt, die Wegstrecken zu den Schulhäusern auch. Womit ich zu meinem nächsten Problem komme: Ich werde wohl oder übel auf ein Smartphone umsteigen müssen, da ich nicht für sämtliche Wenns und Aber bei Zugausfällen Fahrpläne ausdrucken kann und ich bei einer der Dezemberlesungen mit der ausgedruckten Google-Map völlig im Schilf stand und das Schulhaus beinahe nicht gefunden hätte. Kurz: Ich brauche ein GPS für Fussgänger und eine SBB App.
Erst einmal gehe ich jetzt zwei Tickets holen für die Lesungen in Feuerthalen. Zwei, weil ich zwei verschiedene Strecken fahren werde: Am Morgen via Zürich, am Mittag über Romanshorn/Rorschach. Es geht nicht anders. Die Verbindungen sind einfach ... lassen wir das. Auf jeden Fall muss ich am Morgen die Strecke Schaffhausen-Feuerthalen im Taxi zurücklegen, da ich sonst nicht rechtzeitig zur Lesung komme.
Sonntag, 13. Januar 2013
It's a men's world
Immer noch. Anscheinend. Im Fürstentum Liechtenstein lädt man zur Unternehmertagung ein. Hochkarätige Referenten werden gemäss Organisatoren zum Thema "Leadership - Mit klarer Führung neuen Erfolgen" referieren. Alles Männer. Ach nein, eine Frau ist auch dabei. Sie moderiert die Runde. Ich hoffe, sie muss nicht auch noch den Kaffee servieren.
Was lernt Frau daraus?
a) Leadership ist ein Männerding
b) Ihr könnt mich mal (etwas salopp gesprochen)
Was lernt Frau daraus?
a) Leadership ist ein Männerding
b) Ihr könnt mich mal (etwas salopp gesprochen)
Freitag, 11. Januar 2013
Manipulieren und bescheissen
Am 3. März stimmen wir Schweizer nach jahrelangen Verzögerungs- und Verschleierungsaktionen verschiedenster politischer und wirtschaftlicher Gruppierungen endlich über die Abzocker-Initiative ab. Es geht - sehr vereinfacht gesagt - darum, jenem Teil der Banker, die sich als grössenwahnsinnige und rücksichtslose Gierschlunde vor allem selbst bedienen und andere dafür bezahlen lassen, einen Riegel zu schieben. Eingereicht wurde diese Initiative im Februar 2008.
Nun also, Jahre später, können und dürfen wir endlich abstimmen. Und während uns ehrenwerte Wirtschaftsvertreter und Politiker ohne im Gesicht rot zu werden irgendwas von Demokratie und Volkswille in die Ohren säuseln, manipulieren und bescheissen sie, wo es nur geht. So haben die Gegner der Intitiative zum Beispiel Studenten angeheuert und bezahlt, die dann massenweise Leserbriefe und Leserkomentare gegen die Initiative geschrieben haben. Die NZZ schreibt von 1000 bis 2000 gefälschten Leserkommentaren.
Sicherheitshalber haben sich die Gegener der Initiative auch Domains gekauft, die auf ein Befürworten der Initiative hindeuten und dann auf Webseiten von Gegnern umgeleitet wurden.
Für mich steht die Sache seit dem Februar 2008 fest. Ich werde JA stimmen. Selbst wenn der nun vorliegende Gegenvorschlag, für den im Moment gerade ganz viel Geld ins Bescheissen und Manipulieren gesteckt wird, tatsächlich besser ist oder wäre. Ist mir egal. Ich stimme für die Original Abzockerinitiative - weil ich nicht fünf Jahre hingehalten und dann erst noch beschissen werden will.
PS: Meiner Politkverdrossenheit tun solche Aktionen nicht unbedingt gut und mir sind schon längst die Argumente ausgegangen für Jugendliche, die mir sagen, dass sie sich nicht für Politik interessieren, weil schlussendlich einfach gemacht wird, was die mit der Macht und dem Stutz wollen.
Nun also, Jahre später, können und dürfen wir endlich abstimmen. Und während uns ehrenwerte Wirtschaftsvertreter und Politiker ohne im Gesicht rot zu werden irgendwas von Demokratie und Volkswille in die Ohren säuseln, manipulieren und bescheissen sie, wo es nur geht. So haben die Gegner der Intitiative zum Beispiel Studenten angeheuert und bezahlt, die dann massenweise Leserbriefe und Leserkomentare gegen die Initiative geschrieben haben. Die NZZ schreibt von 1000 bis 2000 gefälschten Leserkommentaren.
Sicherheitshalber haben sich die Gegener der Initiative auch Domains gekauft, die auf ein Befürworten der Initiative hindeuten und dann auf Webseiten von Gegnern umgeleitet wurden.
Für mich steht die Sache seit dem Februar 2008 fest. Ich werde JA stimmen. Selbst wenn der nun vorliegende Gegenvorschlag, für den im Moment gerade ganz viel Geld ins Bescheissen und Manipulieren gesteckt wird, tatsächlich besser ist oder wäre. Ist mir egal. Ich stimme für die Original Abzockerinitiative - weil ich nicht fünf Jahre hingehalten und dann erst noch beschissen werden will.
PS: Meiner Politkverdrossenheit tun solche Aktionen nicht unbedingt gut und mir sind schon längst die Argumente ausgegangen für Jugendliche, die mir sagen, dass sie sich nicht für Politik interessieren, weil schlussendlich einfach gemacht wird, was die mit der Macht und dem Stutz wollen.
Dienstag, 8. Januar 2013
Mord in Switzerland
Es ist eine Freude, Teil dieses absolut tollen Projekts zu sein!
Es wird gemordet – mit schweizerischer Präzision. Es wird gestorben – von Lausanne über Biel, Basel, Zürich, Kreuzlingen, Gais bis ins Rheintal. 18 bekannte Krimiautorinnen und -autoren aus verschiedenen Regionen der Schweiz schlagen zu: Zwischen Dinosaurierspuren entdeckt ein Mädchen einen toten Geschäftsmann, ein Wanderer verliert sich im Weiss des alpinen Schneesturms, und der «Säli»-Mörder versetzt die Bevölkerung in Angst und Schrecken.
Literarisch gemordet haben Karin Bachmann in Biel; Christina Casanova in Rodels GR; Anne Cuneo in Lausanne; Mitra Devi in Luzern; Alice Gabathuler im Rheintal; Peter Hänni in Lommiswil SO; Michael Herzig in Wollerau/Freienbach SZ; Petra Ivanov in Kreuzlingen; Sam Jaun im Jura; Helmut Maier in Schaffhausen; Felix Mettler in Gais AR; Milena Moser in Aarau; Jutta Motz in Zug; Philipp Probst in Basel; Susy Schmid in Fribourg; Andrea Weibel in Stans NW; Peter Zeindler an der Zürcher Goldküste und Emil Zopfi in Glarus.
«Mörderisch gut.»
St. Galler Tagblatt
Es wird gemordet – mit schweizerischer Präzision. Es wird gestorben – von Lausanne über Biel, Basel, Zürich, Kreuzlingen, Gais bis ins Rheintal. 18 bekannte Krimiautorinnen und -autoren aus verschiedenen Regionen der Schweiz schlagen zu: Zwischen Dinosaurierspuren entdeckt ein Mädchen einen toten Geschäftsmann, ein Wanderer verliert sich im Weiss des alpinen Schneesturms, und der «Säli»-Mörder versetzt die Bevölkerung in Angst und Schrecken.
Literarisch gemordet haben Karin Bachmann in Biel; Christina Casanova in Rodels GR; Anne Cuneo in Lausanne; Mitra Devi in Luzern; Alice Gabathuler im Rheintal; Peter Hänni in Lommiswil SO; Michael Herzig in Wollerau/Freienbach SZ; Petra Ivanov in Kreuzlingen; Sam Jaun im Jura; Helmut Maier in Schaffhausen; Felix Mettler in Gais AR; Milena Moser in Aarau; Jutta Motz in Zug; Philipp Probst in Basel; Susy Schmid in Fribourg; Andrea Weibel in Stans NW; Peter Zeindler an der Zürcher Goldküste und Emil Zopfi in Glarus.
«Mörderisch gut.»
St. Galler Tagblatt
Montag, 7. Januar 2013
Good News
Ich werde auch dieses Jahr wieder Radio machen! Heute Morgen haben wir das am Telefon so besprochen. Als Ausstrahlungstermin ist noch dieses Jahr vorgesehen.
Freerunning geht in die zweite Auflage. Und die Zahlen von dead.end.com und Matchbox Boy sehen sehr gut aus.
Was für ein Montagmorgen! Danke an alle, die diese wunderbaren Nachrichten möglich gemacht haben - danke an Euch da draussen! (ja, so viel Sentimentalität darf heute sein!)
Freerunning geht in die zweite Auflage. Und die Zahlen von dead.end.com und Matchbox Boy sehen sehr gut aus.
Was für ein Montagmorgen! Danke an alle, die diese wunderbaren Nachrichten möglich gemacht haben - danke an Euch da draussen! (ja, so viel Sentimentalität darf heute sein!)
Sonntag, 6. Januar 2013
Freitag, 4. Januar 2013
Für immer entschuldigt
Das hängt seit heute Mittag sehr gut sichtbar über meinem Arbeitsplatz . Wenn sich also jemand darüber auslassen möchte, wie der Raum, in dem ich meine Tage verbringe, mittlerweile aussieht ...
... bin ich entschuldigt (siehe oben). Für die Deko ... und was immer sonst noch (zum Beispiel das Nichtbeantworten von Fragen während ich mit dem Kopf am Bildschirm klebe oder mit glühenden Fingern die Tastatur meines Laptops bearbeite)
.
Herzliche Grüsse von
Mama Kitsch (so nennt man mich neuerdings hier bei mir zu Hause)
Mittwoch, 2. Januar 2013
2013
In der Schreibwelt, die mir über die Jahre zum lieb gewonnenen und unverzichtbaren Austauschbecken mit Autorenkolleginnen (und ein paar Kollegen) geworden ist, schauen wir jeweils am Ende des Jahres zurück. Es ist immer wieder spannend zu sehen, was man sich für ein das Jahr vorgenommen hat und was daraus geworden ist. Gleichzeitig schauen wir voraus und fragen uns, was wir erreichen wollen und wo wir am Ende des Jahres stehen möchten, nicht nur in Bezug auf das Schreiben, sondern auch in Bezug auf uns selber.
Hier mein Rückblick auf 2012
Für mich hat sich 2012 bestätigt, was sich 2010 und 2011 schon abgezeichnet hat: Flauten folgen immer Stresszeiten, alle schlechten Nachrichten kommen auf ein Mal und alle guten auch. Mein Highlight war der August. Da ist einfach gar alles an guten Nachrichten zusammengekommen.
Ich habe Anfang Jahr meine Wunschgeschichte an Thienemann verkauft. Sie ist geschrieben und kommt im Herbst 2013 raus. Es wird mein zehntes Buch und ich denke, es wird eines meiner allerliebsten Bücher werden, kein Bestseller, aber ein absolutes Herzblutprojekt. Ebenfalls unterschrieben habe ich für meine Quadrologie (was für ein grässliches Wort). Die ersten zwei Bände müssen bis Oktober 2013 geschrieben sein. Band 1 ist im Moment im Entstehen, ich schlafe mit meinen Figuren ein und wache mit ihnen auf. Einfach nur schön.
Ebenfalls 2012 geschrieben habe ich einen Beitrag für eine Krimianthologie mit lauter Schweizer Autoren und Autorinnen. Sie erscheint im Februar 2013. "Mord in Switzerland" wird sie heissen, Herausgeberinnen sind Petra Ivanov und Mitra Devi, zwei Schweizer Autorenkolleginnen, die sehr, sehr professionell und organisiert an das Projekt herangegangen sind.
Dann konnte ich 2012 die Früchte der Arbeit des Vorjahres ernten: Meine Radioserie "Villa Wahnsinn" wurde im September ausgestrahlt und der "Matchbox Boy" Ende September veröffentlicht. "dead.end.com" ging in die zweite Auflage und für den "Blackout" ist 2013 ein Relaunch mit neuem Cover geplant - weil er einfach immer noch läuft und läuft und läuft.
Bei den Lesungen sind es mehr geworden als ich eigentlich wollte: 148. Plus eine Handvoll Workshops.
Ein einziges Mal wurde ich bei all diesen Projekten über den Tisch gezogen, und das ausgerechnet von einer sehr renommierten Institution. Sehr, sehr holprig und vor allem frustrierend und gegen Ende auch sehr, sehr enttäuschend, verlief leider auch ein sehr wichtiges Projekt des Vereins der Schweizer Kinder- und Jugendbuchschaffenden, Autillus, wo ich im Vorstand sitze und in den letzten paar Wochen ein paar graue Haare dazugewonnen habe. Die Sache ist noch nicht ausgestanden, aber ich gebe (noch nicht) auf. Auf jeden Fall habe ich einmal mehr sehr viel gelernt. (Wie man ja meistens aus schief gelaufenen Projekten eine Menge lernt).
Schön waren die Schreibweltbegegnungen in Leipzig, München und Frankfurt. Und das Geburtstagsfeieren auf der Zentralschweizer Lesetour mit Gina Mayer, ganz ruhig und gemütlich an einem netten Plätzchen.
Ganz toll: Ich konnte auch 2012 (gut) vom Schreiben und dem Drumherum leben. Das ist für mich ein totaler Aufsteller und ich weiss jetzt schon, dass es auch 2013 reichen wird. Damit komme ich auf den Anfang des Eintrags zurück: Ich merke, dass immer wieder Türen aufgehen. Wenn sich eine schliesst, öffnet sich eine neue. Das hat mir im Laufe der letzten paar Jahre eine beruhigende Zuversicht gegeben.
Kurz: 2012 war gut. Vielleicht das beste aller Autorinnenjahre bis jetzt. Ich nehme es dankbar an und freue mich darüber. Die Zeiten können wieder ändern. Es kann wieder härter werden. Aber was ich dieses Jahr hatte, kann mir niemand nehmen.
Und hier mein Ausblick auf 2013
Ich will einen Bestseller schreiben
(Anmerkung: Diesen Vorsatz nehme ich mir jedes Jahr ... so viel Optimismus muss einfach sein!)
Im Herbst 2013 erscheint mein zehntes Buch. Es ist ein absolutes und totales Herzblutprojekt. Dieses Buch habe ich für mich geschrieben, dieses Buch ist mein Ding, dieses Buch bedeutet mir sehr, sehr viel. Ich liebe es (es ist das Crazy Project).
Arbeitsmässig habe ich mir gerade dickste Eisenketten angelegt: Vier (dicke) Bücher in 18 Monaten. Danach werde ich tot sein. Oder zumindest erholungsbedürftig. Ich werde also 2013 voraussichtlich mehrmals die totale Panik schieben und mich darüber ausheulen, was für eine unfassbar dämliche Idiotin ich bin.
Ansonsten will ich Freigeist bleiben und als Autorin nur das tun, was ich wirklich will (ja, diese vier Bücher WOLLTE ich. UNBEDINGT ... ).
Hier mein Rückblick auf 2012
Für mich hat sich 2012 bestätigt, was sich 2010 und 2011 schon abgezeichnet hat: Flauten folgen immer Stresszeiten, alle schlechten Nachrichten kommen auf ein Mal und alle guten auch. Mein Highlight war der August. Da ist einfach gar alles an guten Nachrichten zusammengekommen.
Ich habe Anfang Jahr meine Wunschgeschichte an Thienemann verkauft. Sie ist geschrieben und kommt im Herbst 2013 raus. Es wird mein zehntes Buch und ich denke, es wird eines meiner allerliebsten Bücher werden, kein Bestseller, aber ein absolutes Herzblutprojekt. Ebenfalls unterschrieben habe ich für meine Quadrologie (was für ein grässliches Wort). Die ersten zwei Bände müssen bis Oktober 2013 geschrieben sein. Band 1 ist im Moment im Entstehen, ich schlafe mit meinen Figuren ein und wache mit ihnen auf. Einfach nur schön.
Ebenfalls 2012 geschrieben habe ich einen Beitrag für eine Krimianthologie mit lauter Schweizer Autoren und Autorinnen. Sie erscheint im Februar 2013. "Mord in Switzerland" wird sie heissen, Herausgeberinnen sind Petra Ivanov und Mitra Devi, zwei Schweizer Autorenkolleginnen, die sehr, sehr professionell und organisiert an das Projekt herangegangen sind.
Dann konnte ich 2012 die Früchte der Arbeit des Vorjahres ernten: Meine Radioserie "Villa Wahnsinn" wurde im September ausgestrahlt und der "Matchbox Boy" Ende September veröffentlicht. "dead.end.com" ging in die zweite Auflage und für den "Blackout" ist 2013 ein Relaunch mit neuem Cover geplant - weil er einfach immer noch läuft und läuft und läuft.
Bei den Lesungen sind es mehr geworden als ich eigentlich wollte: 148. Plus eine Handvoll Workshops.
Ein einziges Mal wurde ich bei all diesen Projekten über den Tisch gezogen, und das ausgerechnet von einer sehr renommierten Institution. Sehr, sehr holprig und vor allem frustrierend und gegen Ende auch sehr, sehr enttäuschend, verlief leider auch ein sehr wichtiges Projekt des Vereins der Schweizer Kinder- und Jugendbuchschaffenden, Autillus, wo ich im Vorstand sitze und in den letzten paar Wochen ein paar graue Haare dazugewonnen habe. Die Sache ist noch nicht ausgestanden, aber ich gebe (noch nicht) auf. Auf jeden Fall habe ich einmal mehr sehr viel gelernt. (Wie man ja meistens aus schief gelaufenen Projekten eine Menge lernt).
Schön waren die Schreibweltbegegnungen in Leipzig, München und Frankfurt. Und das Geburtstagsfeieren auf der Zentralschweizer Lesetour mit Gina Mayer, ganz ruhig und gemütlich an einem netten Plätzchen.
Ganz toll: Ich konnte auch 2012 (gut) vom Schreiben und dem Drumherum leben. Das ist für mich ein totaler Aufsteller und ich weiss jetzt schon, dass es auch 2013 reichen wird. Damit komme ich auf den Anfang des Eintrags zurück: Ich merke, dass immer wieder Türen aufgehen. Wenn sich eine schliesst, öffnet sich eine neue. Das hat mir im Laufe der letzten paar Jahre eine beruhigende Zuversicht gegeben.
Kurz: 2012 war gut. Vielleicht das beste aller Autorinnenjahre bis jetzt. Ich nehme es dankbar an und freue mich darüber. Die Zeiten können wieder ändern. Es kann wieder härter werden. Aber was ich dieses Jahr hatte, kann mir niemand nehmen.
Und hier mein Ausblick auf 2013
Ich will einen Bestseller schreiben
Im Herbst 2013 erscheint mein zehntes Buch. Es ist ein absolutes und totales Herzblutprojekt. Dieses Buch habe ich für mich geschrieben, dieses Buch ist mein Ding, dieses Buch bedeutet mir sehr, sehr viel. Ich liebe es (es ist das Crazy Project).
Arbeitsmässig habe ich mir gerade dickste Eisenketten angelegt: Vier (dicke) Bücher in 18 Monaten. Danach werde ich tot sein. Oder zumindest erholungsbedürftig. Ich werde also 2013 voraussichtlich mehrmals die totale Panik schieben und mich darüber ausheulen, was für eine unfassbar dämliche Idiotin ich bin.
Ansonsten will ich Freigeist bleiben und als Autorin nur das tun, was ich wirklich will (ja, diese vier Bücher WOLLTE ich. UNBEDINGT ... ).
Samstag, 22. Dezember 2012
148
So viele Lesungen habe ich 2012 gemacht. Manchmal bekomme ich nach den Lesungen Post, die mich so richtig aufstellt. Zum Beispiel die hier aus Wollerau:
Ein paar Auszüge:
"Sie haben sich nur kurz vorgestellt und nicht nur von sich selbst gesprochen. Mir hat auch gefallen, dass Sie uns Fragen stellen liessen." (Mario)
"Ich finde es aussergewöhnlich, dass Sie Punks mögen, denn die wenigsten Mütter mögen Punks." (Sandy)
"Sie waren die erste Autorin, die eine richtig gute Autorenlesung gemacht hat." (Walter) "DANKE" (A.G.)
"Ich würde Ihr Buch gerne weiterlesen, aber noch lieber hätte ich, wenn Sie es vorgelesen hätten, aber die Lesung war auch so gut." (Timon)
"Es war gut von Ihnen, dass Sie Anschauungsmaterialien mitgebracht haben." (Janina)
"Ihr Buch Freerunning packte mich als erstes. Weil schon auf den ersten paar Seiten jemand starkt verletzt wurde und jemand schon gestorben ist." (Etienne)
"Ihre Idee mit dem Büchlein, wo wir unsere Namen einschreiben konnten, finde ich super." (Anja) "Ich auch - dank euch habe ich immer so gute Namen in den Büchern." (A.G.)
"Und dass Sie aus dem Freerunning vorgelesen haben, war sehr toll, und wie Sie zu den Figuren kommen, machte es noch besser." (Joshua)"Ich war begeistert davon, dass Sie alles so frei erzählt haben. Aus unseren Fragen sind lustige und spannende Geschichten entstanden." (Michelle)
"Was mir zum Beispiel gut gefallen hat ist, dass Sie auf unsere Fragen nicht einfach die kürzeste Antwort gesucht haben, Sie erzählten zu jeder Frage eine kleine Geschichte. Sie haben uns auch miteinbezogen." (Amira)
Herzlichen Dank euch allen: Julian, Robine, Amira, Michelle, Joshua, Din, Céline, Mirjam, Anja, Etienne, Janina, Timon, Mario, Stefan, Walter, Sandy
Ein paar Auszüge:
"Sie haben sich nur kurz vorgestellt und nicht nur von sich selbst gesprochen. Mir hat auch gefallen, dass Sie uns Fragen stellen liessen." (Mario)
"Ich finde es aussergewöhnlich, dass Sie Punks mögen, denn die wenigsten Mütter mögen Punks." (Sandy)
"Sie waren die erste Autorin, die eine richtig gute Autorenlesung gemacht hat." (Walter) "DANKE" (A.G.)
"Ich würde Ihr Buch gerne weiterlesen, aber noch lieber hätte ich, wenn Sie es vorgelesen hätten, aber die Lesung war auch so gut." (Timon)
"Es war gut von Ihnen, dass Sie Anschauungsmaterialien mitgebracht haben." (Janina)
"Ihr Buch Freerunning packte mich als erstes. Weil schon auf den ersten paar Seiten jemand starkt verletzt wurde und jemand schon gestorben ist." (Etienne)
"Ihre Idee mit dem Büchlein, wo wir unsere Namen einschreiben konnten, finde ich super." (Anja) "Ich auch - dank euch habe ich immer so gute Namen in den Büchern." (A.G.)
"Und dass Sie aus dem Freerunning vorgelesen haben, war sehr toll, und wie Sie zu den Figuren kommen, machte es noch besser." (Joshua)"Ich war begeistert davon, dass Sie alles so frei erzählt haben. Aus unseren Fragen sind lustige und spannende Geschichten entstanden." (Michelle)
"Was mir zum Beispiel gut gefallen hat ist, dass Sie auf unsere Fragen nicht einfach die kürzeste Antwort gesucht haben, Sie erzählten zu jeder Frage eine kleine Geschichte. Sie haben uns auch miteinbezogen." (Amira)
Herzlichen Dank euch allen: Julian, Robine, Amira, Michelle, Joshua, Din, Céline, Mirjam, Anja, Etienne, Janina, Timon, Mario, Stefan, Walter, Sandy
Donnerstag, 20. Dezember 2012
Ich hab's satt!
Warnung: Dieser Eintrag ist nichts für Zartbesaitete (aber das muss jetzt einfach sein).
Der Kommentar meiner Lokalzeitung zu den neusten UBS-Enthüllungen: "Zum Fremdschämen". Ich schäme mich nicht fremd. Ich ärgere mich masslos. In dieser Bank steckt mehr kriminelle Energie als in einem Knast. Und diese feinen Herren, die uns bis hinter den Bach hinaus bescheissen und sich auf raffgierigste Art bereichern, tragen Anzüge und Krawatten, fahren schicke Wagen, hausen in Luxuswohnungen und lächeln süffisant über Leute wie mich, die sich mit Arbeit (uäch, wie altmodisch und blöd) ihr Leben (knapp) verdienen.
Derweilen kontrolliert die Polizei in dem Ort, in dem ich wohne, mindestens jede zweite Woche die Punks am Bahnhof, verlangt deren Ausweise (obwohl die Polizisten die Gesichter und auch die Menschen hinter den Gesichtern längst kennen) und sogenannt senkrechte Bürger werfen Frau Tochter Blicke zu, die ich hier gar nicht beschreiben will, nur weil sie anders aussieht als andere.
Frau Tochter, die anders aussieht als andere, arbeitet übrigens. Sie macht eine Lehre, fährt jeden Wochentag zur Arbeit / Schule, bringt sensationell gute Zeugnisnoten nach Hause, hat ein Herz aus Gold und verdient in einem Jahr ungefähr so viel wie einer dieser Casinobänker in 0,002 Sekunden. Sie wird ab nächstem Jahr Steuern zahlen (von diesem 0,002 Sekunden Lohn) und damit Banken retten helfen, in denen Leute sitzen, die meiner Meinung nach lebenslänglich verdient haben. Die aber nie eine Ausweiskontrolle über sich ergehen lassen müssen, denn die sehen ja furchtbar anständig aus in ihren teuren Anzügen.
Ich hab's satt. Dermassen gestrichen satt.Satter geht gar nicht mehr.
Der Kommentar meiner Lokalzeitung zu den neusten UBS-Enthüllungen: "Zum Fremdschämen". Ich schäme mich nicht fremd. Ich ärgere mich masslos. In dieser Bank steckt mehr kriminelle Energie als in einem Knast. Und diese feinen Herren, die uns bis hinter den Bach hinaus bescheissen und sich auf raffgierigste Art bereichern, tragen Anzüge und Krawatten, fahren schicke Wagen, hausen in Luxuswohnungen und lächeln süffisant über Leute wie mich, die sich mit Arbeit (uäch, wie altmodisch und blöd) ihr Leben (knapp) verdienen.
Derweilen kontrolliert die Polizei in dem Ort, in dem ich wohne, mindestens jede zweite Woche die Punks am Bahnhof, verlangt deren Ausweise (obwohl die Polizisten die Gesichter und auch die Menschen hinter den Gesichtern längst kennen) und sogenannt senkrechte Bürger werfen Frau Tochter Blicke zu, die ich hier gar nicht beschreiben will, nur weil sie anders aussieht als andere.
Frau Tochter, die anders aussieht als andere, arbeitet übrigens. Sie macht eine Lehre, fährt jeden Wochentag zur Arbeit / Schule, bringt sensationell gute Zeugnisnoten nach Hause, hat ein Herz aus Gold und verdient in einem Jahr ungefähr so viel wie einer dieser Casinobänker in 0,002 Sekunden. Sie wird ab nächstem Jahr Steuern zahlen (von diesem 0,002 Sekunden Lohn) und damit Banken retten helfen, in denen Leute sitzen, die meiner Meinung nach lebenslänglich verdient haben. Die aber nie eine Ausweiskontrolle über sich ergehen lassen müssen, denn die sehen ja furchtbar anständig aus in ihren teuren Anzügen.
Ich hab's satt. Dermassen gestrichen satt.Satter geht gar nicht mehr.
Mittwoch, 19. Dezember 2012
Verhältnisblödsinn
Gestern habe ich Briefe und Pakete zur Post gebracht. Unter anderem habe ich einen Blackout nach Deutschland geschickt. Mit B-Post (der langsamen, die schon mal bis zu 2 Wochen hat, bis sie in Deutschland ankommt). Sagt die Dame am Schalter:
"Diese Sendung kostet CHF 15.50."
Nun: Ich wusste, dass es teuer ist, Bücher nach Deutschland zu schicken, aber das schien mir dann schon SEHR teuer. Also glaubte ich, die Dame hätte mich falsch verstanden und sagte: "Nein, nein, B-Post reicht."
"Das ist B-Post."
"15 Franken 50 für EIN Buch, das 9.95 Euro kostet, B-POST?", fragte ich.
"Ja, das wird eben seit Mai eingeschrieben geschickt."
"Ich will es aber nicht eingeschrieben schicken."
"Sie können es nur eingeschrieben schicken."
"Für 15 Franken 50?"
"Ja. Wenn Sie Geschäftskundin wären, wäre es allenfalls billiger."
"Ich bin Geschäftsfrau.Selbständig erwerbend."
"Aha. Dann können wir allenfalls etwas machen. Unser Berater wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen. Er wird Angaben über Ihren Umsatz und so weiter brauchen."
Geht den nichts an, dachte ich und fragte: "Aber diese Sendung hier, die kostet jetzt 15 Franken 50?"
"Ja. Dafür ist sie eingeschrieben."
"Will ich nicht, brauch ich nicht. Das Buch ist weniger wert als die Posttaxen."
"Können Sie aber nicht anders haben."
Ich gab auf. Und verschickte das Ding für 15 Franken 50. Der Brief mit den Verträgen nach München kostete mich 10.50 (nicht eingeschrieben). Und das Buch ins 15 km entfernte Sargans 9 Franken.
Zum Glück habe ich auch Einkommen. Das da zum Beispiel:
PS: Zu Hause ist mir eingefallen, dass ich den Blackout bei Amazon.de hätte bestellen und direkt an den Empfänger schicken können. Nächstes Mal dann.
"Diese Sendung kostet CHF 15.50."
Nun: Ich wusste, dass es teuer ist, Bücher nach Deutschland zu schicken, aber das schien mir dann schon SEHR teuer. Also glaubte ich, die Dame hätte mich falsch verstanden und sagte: "Nein, nein, B-Post reicht."
"Das ist B-Post."
"15 Franken 50 für EIN Buch, das 9.95 Euro kostet, B-POST?", fragte ich.
"Ja, das wird eben seit Mai eingeschrieben geschickt."
"Ich will es aber nicht eingeschrieben schicken."
"Sie können es nur eingeschrieben schicken."
"Für 15 Franken 50?"
"Ja. Wenn Sie Geschäftskundin wären, wäre es allenfalls billiger."
"Ich bin Geschäftsfrau.Selbständig erwerbend."
"Aha. Dann können wir allenfalls etwas machen. Unser Berater wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen. Er wird Angaben über Ihren Umsatz und so weiter brauchen."
Geht den nichts an, dachte ich und fragte: "Aber diese Sendung hier, die kostet jetzt 15 Franken 50?"
"Ja. Dafür ist sie eingeschrieben."
"Will ich nicht, brauch ich nicht. Das Buch ist weniger wert als die Posttaxen."
"Können Sie aber nicht anders haben."
Ich gab auf. Und verschickte das Ding für 15 Franken 50. Der Brief mit den Verträgen nach München kostete mich 10.50 (nicht eingeschrieben). Und das Buch ins 15 km entfernte Sargans 9 Franken.
Zum Glück habe ich auch Einkommen. Das da zum Beispiel:
PS: Zu Hause ist mir eingefallen, dass ich den Blackout bei Amazon.de hätte bestellen und direkt an den Empfänger schicken können. Nächstes Mal dann.
Montag, 17. Dezember 2012
Wo versteckt man sich, wenn es kein Versteck mehr gibt?
"Das Internet kennt keine Rückzugshöhlen,
nicht einmal Schützengräben. Man kann sich nicht verstecken, indem man
sich aus dem Netz ausklinkt. Jede Stunde, jede Minute, jede Sekunde kann
irgendwer irgendwelche Dinge schreiben. Gerüchte verbreiten.
Gemeinheiten in die Welt setzen. Einen Angriff starten. Geheimnisse
verraten. Wenn man online ist, kann man reagieren. Offline ist man
alldem ausgeliefert."
(Auszug aus Matchbox Boy)
(Auszug aus Matchbox Boy)
Montag, 10. Dezember 2012
Blackout in neuem Outfit
Also, ich wusste ja, dass mein erstes Buch
"Blackout" bei der nächsten Auflage ein neues Cover erhält. Aber dass es
dann gleich so toll im Verlagskatalog präsentiert wird, überrascht und
freut mich jetzt grad total (Danke Stephan Sigg, ohne dich hätte ich das
nie gemerkt).
Freitag, 7. Dezember 2012
Anger Management der kreativen Art
Eine grottige Woche, die im Laufe der Tage immer grottiger wurde, erreichte heute Morgen ihren obergrottigen Höhepunkt. Das war der Moment, in dem ich mich entschied, etwas zu tun. So quasi selbstgebasteltes Anger Management zu betreiben. Da ich keine Ratgeber lese, waren eigene Ideen gefragt. Weit suchen musste ich nicht, denn eigentlich hätte ich heute Abend anderswo sein sollen, was aber als Konsequenz meiner Entscheidungsfindung von heute Morgen hinfällig wurde, weshalb ich die Dinger, die ich andersowhin mitbringen sollte, nicht mitbringen musste (ja, dieser Satz ist eine Katastrophe, aber es hat unheimlich Spass gemacht, ihn zu schreiben). Zutaten für die Mitbringseldinger hatte ich schon gekauft. Also begab ich mich in die Küche und betrieb Anger Management der kreativen Art.
Meine Familie fand das ziemlich cool (die Muffins). Mitlesende Ex-Schüler von mir werden sich sagen: "Aha, die kann das ja tatsächlich doch ..." Frau Tochter fand sofort eine neue Marktlücke für einen Ratgeber. "Frustbacken für Verärgerte - das Anger Management der kreativen Art" (der Untertitel ist von mir). Das Ding zu schreiben wäre kein Problem (interessierte Verlage dürfen sich melden). Lesen würde ich es nicht. Aber vielleicht die Bilder darin angucken.
Morgen verziehe ich mich in die Berge. Das ist dann Anger Management vom feinsten. In 25 Stunden bin ich im Haus im Tobel. Und damit man auch endlich einmal das Tobel sieht, habe ich es letzte Woche fotografiert.:
PS: Anger Management ist ein selten dämlicher Begriff. Aber heute ist ja auch ein selten dämlicher Tag.
Bildlegende: Walnuss-Zimt Muffins (vorne), Orangen-Schokolade Muffins (hinten),
Blumenstrauss für allfällig vorbeireisende Ausserirdische - Alf - (rechts), Tisch zum Reinbeissen,
falls der Ärger zu gross wird (unter den Muffins und dem Blumenstrauss)
Blumenstrauss für allfällig vorbeireisende Ausserirdische - Alf - (rechts), Tisch zum Reinbeissen,
falls der Ärger zu gross wird (unter den Muffins und dem Blumenstrauss)
Meine Familie fand das ziemlich cool (die Muffins). Mitlesende Ex-Schüler von mir werden sich sagen: "Aha, die kann das ja tatsächlich doch ..." Frau Tochter fand sofort eine neue Marktlücke für einen Ratgeber. "Frustbacken für Verärgerte - das Anger Management der kreativen Art" (der Untertitel ist von mir). Das Ding zu schreiben wäre kein Problem (interessierte Verlage dürfen sich melden). Lesen würde ich es nicht. Aber vielleicht die Bilder darin angucken.
Morgen verziehe ich mich in die Berge. Das ist dann Anger Management vom feinsten. In 25 Stunden bin ich im Haus im Tobel. Und damit man auch endlich einmal das Tobel sieht, habe ich es letzte Woche fotografiert.:
PS: Anger Management ist ein selten dämlicher Begriff. Aber heute ist ja auch ein selten dämlicher Tag.
Donnerstag, 6. Dezember 2012
Stürmische Zeiten
Es sind stürmische Zeiten. Nicht nur draussen vor der Haustür, sondern auch sonst. Ich bin gerade ziemlich hart gelandet - mit einem Vereinsprojekt. Zum Glück gibt's irgendwo im Bernbiet den Bugsierer. Ja, das ist der brummige Grummelbär der ab und an (sehr) harte Kommentare bei mir platziert, der aber trotzdem oder vielleicht gerade deswegen einen besonderen Platz in meinem Leben hat. Er ist grundoffen und grundehrlich - und sehr direkt (leider gehören solche Menschen zu einer aussterbenden Sorte). Er hat mir vor Monaten vorausgesagt, was passieren wird. Er hat's gewusst, ich hab's geahnt, es ist passiert. Also habe ich Anfang Woche dem Bugsierer geschrieben. Dass er recht hatte mit gar allem. Und dass er mir mal gehörig den Kopf waschen solle. Was er getan hat :-). Nun ist mein Kopf neu sortiert, ich habe getan, was ich tun musste. Es bleibt noch eins: DANKE, Bugsierer
.
.
Dienstag, 4. Dezember 2012
Es gibt Tage ...
... die laufen so grottig grässlich, dass man sich eine Höhle suchen und in einen Winterschlaf fallen lassen möchte. Weil das nicht geht, tauche ich jetzt in die virtuelle Landschaft von Schottland ein, rieche das Wasser, höre die Wellen und fühle den Sand unter den Füssen.
Montag, 26. November 2012
Weil mir das jetzt gerade sehr wichtig ist
Ich habe soeben Fragen einer Auszubildenden beantwortet, die einen Buchvortrag zu meinem Buch Mordsangst vorbereitet. Eine Frage hat mich besonders beschäftigt, weshalb ich sie hier samt Antwort einstelle:
Wenn Sie allen
Jugendlichen einen Tipp geben könnten, wie sie im Leben weiterkommen, welcher
wäre das?
Als erstes würde ich sagen: Frag dich nicht,
wie du weiterkommen kannst, sondern wohin du überhaupt gehen willst.
Weiterkommen ist für mich eine persönliche Entwicklung, keine Karriereleiter.
Das Wichtigste für mich ist: So sein, wie man ist. Dazu stehen. Sich nicht zu
etwas formen lassen, das man nicht sein möchte. Auf sein eigenes Herz hören,
nicht auf den Verstand und die guten Ratschläge der anderen. Mit sich selber in
Einklang zu kommen. So leben, dass man jeden Morgen in den Spiegel schauen und
sagen kann: Ja, das bin ich.
Und jetzt schreib, verdammt!
Ein wunderbarer Autorenkollege hat mir ein Buch geschenkt. Zehn Gebote des Schreibens. In diesem himmelblauen Band finden sich unzählig viele Gebote übers und ums Schreiben, solche, die mich ansprechen und solche, die mich weniger ansprechen. Für heute bringt es Juli Zeh mit Gebot Nummer 10 auf den Punkt.
UND JETZT SCHREIB, VERDAMMT!
Gutes Gebot, finde ich :-)
UND JETZT SCHREIB, VERDAMMT!
Gutes Gebot, finde ich :-)
Sonntag, 25. November 2012
Ein guter Tag
Er begann damit, dass die Familie wieder komplett ist. Herr Sohn ist aus England zurück - mit der ulitmativen Postkarte für Frau Tochter.
Es gab ein spätes Frühstück im erweiterten Familienkreis und ich als Familientierchen war einfach nur glücklich.
Später bekam ich auf FB ein RIESIGES Kompliment einer Leserin und als Herr Ehemann nach dem gemeinsamen Spaziergang die gekaufte NZZ am Sonntag las, rief er vom Sofa rüber: "Du bist in der Buchbeilage der NZZ."
Es gibt Tage, da ist das Leben einfach nur schön. So einer ist heute.
PS: Eigentlich ist das ganze Wochenende toll. Gestern war ich nämlich das erste Mal nach Steve Lees Tod an einem Gotthardkonzert und es hat so richtig gefegt. Hach!
Es gab ein spätes Frühstück im erweiterten Familienkreis und ich als Familientierchen war einfach nur glücklich.
Später bekam ich auf FB ein RIESIGES Kompliment einer Leserin und als Herr Ehemann nach dem gemeinsamen Spaziergang die gekaufte NZZ am Sonntag las, rief er vom Sofa rüber: "Du bist in der Buchbeilage der NZZ."
Es gibt Tage, da ist das Leben einfach nur schön. So einer ist heute.
PS: Eigentlich ist das ganze Wochenende toll. Gestern war ich nämlich das erste Mal nach Steve Lees Tod an einem Gotthardkonzert und es hat so richtig gefegt. Hach!
Samstag, 24. November 2012
Es ist noch gar nicht ...
... Weihnachten. Und trotzdem lag am Freitag, als ich von der Lesereise nach Hause kam, ein tolles Geschenk auf dem Wohnzimmertisch.
Montag, 19. November 2012
Ein ganz besonderes Geschenk
Werte Alice Gabathuler
Unser Klassenzeichner Dani Föllmi und wir widmen Ihnen diese Karrikatur als Dank für Ihre Lesung vom 15.11.2012.
Klasse S1c/Otto Kümin, sek eins riedmatt, wollerau
Liebe S1c, lieber Klassenzeichner, lieber Otto
Ich freue mich seit Tagen kringelig. Was für ein Geschenk!
Herzlichen Dank
Unser Klassenzeichner Dani Föllmi und wir widmen Ihnen diese Karrikatur als Dank für Ihre Lesung vom 15.11.2012.
Klasse S1c/Otto Kümin, sek eins riedmatt, wollerau
Liebe S1c, lieber Klassenzeichner, lieber Otto
Ich freue mich seit Tagen kringelig. Was für ein Geschenk!
Herzlichen Dank
Mittwoch, 14. November 2012
Mittwoch, 7. November 2012
Maybe you're crazy in the head
Es sind Songzeilen wie diese, die in mir ganze Bilderfluten auslösen und mich schreiben lassen. Sie gehören zu den Songs, die mich durch ein Buch begleiten. Der Titel dieses Posts ist aus dem Lied "Drive" von R.E.M. - ein Lied, das ich im Moment immer und immer und immer und immer wieder höre. Es fährt jedes Mal mitten in mein Herz und bei Maybe you're crazy in the head singe ich meistens ganz laut mit.
Freitag, 2. November 2012
Von Outsidern, Wildwestromanen und Killerpelikanen
Endlich, endlich kann ich etwas über Killerpelikane schreiben. Herr Sohn wird es mit einem breiten Grinsen zur Kenntnis nehmen. Frage 42 von 81 gibt mir Grund und Gelegenheit dazu. Aber der Reihe nach:
Ich mag alle. Jedes auf seine Weise, weil zu jedem eine Geschichte hinter der Geschichte gehört.
Ein Beruf ohne Sprache? Mmmm ... schwierig. Wenn er mir gefallen würde. Ja. Aber ich denke, dann würde ich irgendetwas finden, was dem Beruf eine Sprache gibt - vielleicht, indem ich darüber schreiben würde.
Susan E. Hinton. "Die Outsider". Ich glaube, das merkt man meinen Büchern an :-) Und ich habe extrem gerne die Wildwestromane meines Grossvaters gelesen. Ich glaube, auch das merkt man manchmal meinen Büchern an :-)
Die Ideen sind von mir. Aber Ideen werden ja nicht im luftleeren Raum geboren. Sie flirren überall herum. Autoren sind einfach Leute, die ein paar dieser Herumsirrer einfangen. Manchmal suche ich für eine Geschichte einen besonderen Dreh oder noch etwas Würze. Dann frage ich schon mal bei Freunden oder in der Familie (was bei Herrn Sohn jedesmal im Vorschlag endet, endlich einmal etwas über Killerpelikane zu schreiben ... *seufz*).
Ob ich als Kind schon welche geschrieben habe, weiss ich nicht (ich denke nicht, denn daran müsste ich mich doch erinnern können, oder nicht?). Aber als Jugendliche gab es dann kein Halten mehr. Ich schrieb alles: Tagebücher, Gedichte, Songtexte, Kurzgeschichten, Bücher (na ja, ich fing damit an; fertig geworden ist keins davon).
Ich mag alle. Jedes auf seine Weise, weil zu jedem eine Geschichte hinter der Geschichte gehört.
Ein Beruf ohne Sprache? Mmmm ... schwierig. Wenn er mir gefallen würde. Ja. Aber ich denke, dann würde ich irgendetwas finden, was dem Beruf eine Sprache gibt - vielleicht, indem ich darüber schreiben würde.
Susan E. Hinton. "Die Outsider". Ich glaube, das merkt man meinen Büchern an :-) Und ich habe extrem gerne die Wildwestromane meines Grossvaters gelesen. Ich glaube, auch das merkt man manchmal meinen Büchern an :-)
Die Ideen sind von mir. Aber Ideen werden ja nicht im luftleeren Raum geboren. Sie flirren überall herum. Autoren sind einfach Leute, die ein paar dieser Herumsirrer einfangen. Manchmal suche ich für eine Geschichte einen besonderen Dreh oder noch etwas Würze. Dann frage ich schon mal bei Freunden oder in der Familie (was bei Herrn Sohn jedesmal im Vorschlag endet, endlich einmal etwas über Killerpelikane zu schreiben ... *seufz*).
Ob ich als Kind schon welche geschrieben habe, weiss ich nicht (ich denke nicht, denn daran müsste ich mich doch erinnern können, oder nicht?). Aber als Jugendliche gab es dann kein Halten mehr. Ich schrieb alles: Tagebücher, Gedichte, Songtexte, Kurzgeschichten, Bücher (na ja, ich fing damit an; fertig geworden ist keins davon).
Donnerstag, 1. November 2012
November
Lesemonat. Die Termine seht ihr an der Pinnwand auf der rechten Seite.
Überarbeitungsmonat: In der ersten Hälfte des Monats überarbeite ich das lektorierte Manuskript. Das ist der Vorteil eines frühen Abgabetermins (ein Jahr vor Erscheinen des Buches): Wir haben genügend Zeit fürs Lektorat und das Überarbeiten.
Schreibmonat: Parallel zum Überarbeiten schreibe ich an einem grossen Projekt. Normalerweise brauche ich zwischen zwei Projekten Zeit, um mich an die neuen Figuren heranzutasten, aber bei diesem Projekt handelt es sich um eins, das ich schon sehr lange machen will. Ich kenne meine Figuren, kenne das Setting, kenne die Geschichte. Ich kann also problemlos zwischen Überarbeiten und Schreiben wechseln.
Das überarbeitete Manuskript möchte ich abgeben, bevor ich auf Lesetour gehe. Aus Erfahrung weiss ich, dass bei drei Lesewochen am Stück am Ende kaum mehr Energie für das Schreiben übrig bleibt. Ich habe meinen Schreibzeitplan deshalb angepasst und mir für November eine vernünftige Seitenzahlvorgabe gegeben.
PS: Die Oktobervorgabe habe ich auf die Seite genau eingehalten - ich wollte mehr, hänge aber seit drei Tagen an einem einzigen Kapitel in der Überarbeitung fest (ja, auch das kann passieren).
Überarbeitungsmonat: In der ersten Hälfte des Monats überarbeite ich das lektorierte Manuskript. Das ist der Vorteil eines frühen Abgabetermins (ein Jahr vor Erscheinen des Buches): Wir haben genügend Zeit fürs Lektorat und das Überarbeiten.
Schreibmonat: Parallel zum Überarbeiten schreibe ich an einem grossen Projekt. Normalerweise brauche ich zwischen zwei Projekten Zeit, um mich an die neuen Figuren heranzutasten, aber bei diesem Projekt handelt es sich um eins, das ich schon sehr lange machen will. Ich kenne meine Figuren, kenne das Setting, kenne die Geschichte. Ich kann also problemlos zwischen Überarbeiten und Schreiben wechseln.
Das überarbeitete Manuskript möchte ich abgeben, bevor ich auf Lesetour gehe. Aus Erfahrung weiss ich, dass bei drei Lesewochen am Stück am Ende kaum mehr Energie für das Schreiben übrig bleibt. Ich habe meinen Schreibzeitplan deshalb angepasst und mir für November eine vernünftige Seitenzahlvorgabe gegeben.
PS: Die Oktobervorgabe habe ich auf die Seite genau eingehalten - ich wollte mehr, hänge aber seit drei Tagen an einem einzigen Kapitel in der Überarbeitung fest (ja, auch das kann passieren).
Mittwoch, 31. Oktober 2012
Hirnlose Buchbesprechung
Da geht einer hin, rezensiert live (wie ein Fussballspiel) den neuen Rowling und verrät dabei
den ganzen Inhalt. NEIN, ich verlinke das ganz sicher nicht. Aber ich
hätte eine Frage an den Tagi-Online: Habt ihr euch dabei auch
irgendetwas überlegt???
Dienstag, 30. Oktober 2012
Interview mit Kevin Brooks
Ihr wisst ja, wie sehr ich diesen Typen mag. Dass er aber genau wie ich Rockstar werden wollte und auch noch sehr ähnlich über Gott denkt wie ich, hat mich jetzt glatt umgehauen.
Montag, 29. Oktober 2012
Vom Platz der Jugendliteratur - Teil 2
Verkindlichung? Selten so etwas Dämliches zum Thema Jugendliteratur gelesen. Deshalb verlinke ich nicht auf den Artikel in der "Zeit", sondern empfehle den offenen Brief, mit dem Kollegin Jutta Wilke dem Autor des Artikels geantwortet hat. (Wer den Artikel lesen möchte, findet den Link am Anfang ihres Briefes.)
Dienstag, 23. Oktober 2012
Schreiben, schreiben, schreiben, Schnee
Ich mache mich bereit für meine Schreibtage in
den Bergen. Mit muss: Lektoriertes Manuskript (zum Überarbeiten), neues
Manuskript (zum Weiterschreiben), die absolut spannenden Interviewfragen
von Corinna Götte (zum Beantworten ;-) ... und mein Bergbäuerinnenhut.
Der Wetterbericht hat Schnee angesagt auf das Wochenende. Muss noch ein
paar Dinge winterfest machen (wenn ich mich nicht mehr melde, bin ich in
der Wildnis verloren gegangen oder erfroren). Etwas vergessen? *grübel*
Montag, 22. Oktober 2012
Vom Platz der Jugendliteratur in den Medien
Ganz ehrlich: Dieses Thema frustriert mich dermassen, dass ich es normalerweise vorziehe, meinen Frust mit mir alleine auszutragen oder höchstens mit Leuten, die auch Jugendbücher schreiben, darüber zu diskutieren. Während nämlich so ziemlich alles darüber redet, wie wichtig das Lesen sei, vor allem, wie wichtig, dass Kinder und Jugendliche lesen, während an Schulen und in Bibliotheken wunderbare Projekte umgesetzt werden (Lesungen, Schreibwerkstätten, Lesenächte, gemeinsame Leserekorde usw.), ignorieren die Medien das Kinder- und Jugendbuch weitgehend.
Ich mag auch heute nichts dazu schreiben (ich könnte bitter klingen), sondern verlinke auf den Artikel von Stefanie Leo, in dem alles gesagt ist, was es zu sagen gibt.
Ein wichtiges PS: Zum Glück gibt es das Web. Dort laufen nämlich tolle Projekte!
Ich mag auch heute nichts dazu schreiben (ich könnte bitter klingen), sondern verlinke auf den Artikel von Stefanie Leo, in dem alles gesagt ist, was es zu sagen gibt.
Ein wichtiges PS: Zum Glück gibt es das Web. Dort laufen nämlich tolle Projekte!
Montag, 15. Oktober 2012
Friedliches Nebeneinander
Eigentlich ist das mit den Büchern eine
einfache Sache: Es gibt kein Richtig und kein Falsch, sondern ein
friedliches Neben- und Miteinander (Bildlegende: meine aktuelle und
nächste Lektüre).
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