"Nichts ist dümmer als die von vielen Redaktionen zelebrierte Unterschätzung der Leserschaft." Christof Moser, der Sonntag. Zur ganzen - lesenswerten - Kolumne geht es hier.
Genau deswegen bin ich vom Zeitungsjunkie zur (fast) zeitungsabstinenten Leserin geworden. Ich hatte die Kurzhäppchen satt, das Infotainment, die Themenwahl, die künstlichen Hypes und alles, was Redaktionen heute so verbrechen, weil sie "das schreiben, was die Leute lesen wollen." Ab und zu ruft mich ein Medienkonzern an und will mich als Leserin zurückgewinnen. Die Anrufer bekommen immer dieselbe Antwort: Ich kaufe eure Zeitungen wieder, sobald ihr mir wieder Journalismus bietet, der diesen Namen verdient. Und nicht das da:
"Es geht nur um Stimmen und Stimmung,
Polit-Matchberichte."
Darauf kann ich verzichten. Und so lese ich mich im Moment quer durch die kostenlosen Onlineausgaben. Die sind zwar häufig noch ein paar Runden schlimmer als die Printausgaben, aber immerhin bezahle ich für die nichts. Sollten die Zeitungen auf die Idee von Paywalls kommen, müssten sie mir schon echt was bieten dafür (wie zum Beispiel die NZZ). Ansonsten lasse ich es bleiben.
Montag, 28. Januar 2013
Sonntag, 27. Januar 2013
Autorenstress ?
Letzte Woche fragte mich ein Junge an einer
Lesung, ob es etwas gäbe, das mich bei meiner Arbeit als Autorin
stressen würde. Er fragte genau an dem Morgen, an dem ich eine lange
Anreise hinter mir und eine komplizierte Weiterreise vor mir hatte und zu allem Elend mein Laptop beschlossen hatte, mir den Dienst zu verweigern, so dass ich während der Bahnfahrt kein Wort schreiben konnte. Da mich zudem eine knappe Woche zuvor das Winterthurer Bussystem kurzzeitig im Stich gelassen hatte, war die Antwort klar: "Die zum Teil komplizierten und mühsamen Anreisen zu den Lesungen", sagte ich. "Und Laptops, die mich im Stich lassen."
Ich hätte noch die überfüllten Züge am Morgen erwähnen können, die ein Schreiben sowieso praktisch unmöglich machen, plus Bahnhöfe im Nirgendwo, bei denen das Wartehäuschen und die WC-Anlage geschlossen sind, aber ich fand, das reiche - denn unter wirklichem Autorenstress stellt man sich etwas anderes vor. Zum Beispiel: Nie zu wissen, ob man die nächste Buchidee bei einem Verlag unterbringt und damit überhaupt noch ein Einkommen hat, die Panik vor dem Abgabetermin, das Lektorat, das den geschriebenen Text vielleicht gar nicht mag, das Bangen vor dem neuen Cover, von dem man nie weiss, ob es einem gefällt oder ob man vor Schreck besinnungslos unter den Schreibtisch fällt, keine Presse für das neue Buch, schlechte Rezensionen, Totalausfälle bei Lesungen, die unregelmässigen Arbeitszeiten (Nachtarbeit und Wochenendarbeit gehören dazu), ein Totalflopp ...
Aber es ist tatsächlich so: Mit all den aufgeführten Beispielen habe ich mich arrangiert. Die gehören dazu. Und so stressen mich zurzeit tatsächlich nur die Anreisen zu den Lesungen (mein Laptop hat sich erholt). So sehr, dass ich mich letzte Woche gleich zwei Mal fragte, warum ich mir das überhaupt antue.
Das Gute: Die Frage löste sich schon beim netten Empfang durch Schullleiter und Lehrkräfte in Luft auf - und spätestens ab dem Moment, wo ich vor herrlich neugierigen Jugendlichen stand, ging es mir einfach nur noch gut, gut, gut.
Trotzdem: Ich wünsche mir, dass das mit dem Beamen schon bald möglich ist. Und zu den Lesungen im März und Mai nehme ich dann wohl öfters mal das Auto.
Ich hätte noch die überfüllten Züge am Morgen erwähnen können, die ein Schreiben sowieso praktisch unmöglich machen, plus Bahnhöfe im Nirgendwo, bei denen das Wartehäuschen und die WC-Anlage geschlossen sind, aber ich fand, das reiche - denn unter wirklichem Autorenstress stellt man sich etwas anderes vor. Zum Beispiel: Nie zu wissen, ob man die nächste Buchidee bei einem Verlag unterbringt und damit überhaupt noch ein Einkommen hat, die Panik vor dem Abgabetermin, das Lektorat, das den geschriebenen Text vielleicht gar nicht mag, das Bangen vor dem neuen Cover, von dem man nie weiss, ob es einem gefällt oder ob man vor Schreck besinnungslos unter den Schreibtisch fällt, keine Presse für das neue Buch, schlechte Rezensionen, Totalausfälle bei Lesungen, die unregelmässigen Arbeitszeiten (Nachtarbeit und Wochenendarbeit gehören dazu), ein Totalflopp ...
Aber es ist tatsächlich so: Mit all den aufgeführten Beispielen habe ich mich arrangiert. Die gehören dazu. Und so stressen mich zurzeit tatsächlich nur die Anreisen zu den Lesungen (mein Laptop hat sich erholt). So sehr, dass ich mich letzte Woche gleich zwei Mal fragte, warum ich mir das überhaupt antue.
Das Gute: Die Frage löste sich schon beim netten Empfang durch Schullleiter und Lehrkräfte in Luft auf - und spätestens ab dem Moment, wo ich vor herrlich neugierigen Jugendlichen stand, ging es mir einfach nur noch gut, gut, gut.
Trotzdem: Ich wünsche mir, dass das mit dem Beamen schon bald möglich ist. Und zu den Lesungen im März und Mai nehme ich dann wohl öfters mal das Auto.
Mittwoch, 23. Januar 2013
Das mit der Gelassenheit ...
... ist so eine Sache. Heute Morgen hatte ich keine Stimme (nicht gerade günstig, wenn man auf Lesetour ist - zum Glück habe ich heute keine Lesungen), heute Abend muss ich an eine Sitzung (die ungefähr so angenehm werden wird wie ein Zahnarztbesuch mit Wurzelbehandlung) und gerade eben habe ich einen Totalverriss des Matchbox Boy auf Amazon gelesen (und gedacht: ja, so kann man das sehen). Was mich jetzt fast ein wenig beunruhigt: All das ärgert mich grad überhaupt nicht. Ich frage mich deshalb, ob ich das mit der Gelassenheit ein wenig zu weit habe kommen lassen (wer diesen Blog schon länger liest, weiss, wie sehr ich mich immer um Gelassenheit bemüht habe). Oder ob ich es tatsächlich langsam schaffe, beim Aufregen Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Und vielleicht werde ich mich heute Abend dann trotzdem noch ärgern. Weil es mir immer noch sehr wichtig ist, wie Menschen miteinander umgehen. Das mit der Stimme wird sich geben. Ich füll mir nun die Badewanne mit Tee und trink sie über den Tag verteilt aus :-)
Montag, 21. Januar 2013
Zweite Lesewoche
Aus der ersten Lesewoche bleiben mir tolle Erinnerungen, viele neue Namen für meine zukünftigen Bücher (ein paar davon sind schon im Einsatz), ein ÖV, der nur am Freitagmorgen leicht, dafür mit Folgen, gezickt hat und eine Erkältung samt Husten, die sich hinterrücks an mich herangeschlichen hat und mich unbedingt erobern will. Ich stelle mich ihr mit einer Ladung Gift (Medikamente) entgegen und gedenke, diesen Kampf zu gewinnen.
Einen anderen Kampf will ich gar nicht erst anfangen, weil er nichts bringt, und so zeichnet sich ab, dass ich ab Ende Januar eine Aufgabe weniger haben werde. Und eine (nicht ganz so neue) Erkenntnis mehr: Für gewisse Dinge bin ich schlicht nicht gemacht. Ich mache einen Knoten ins Taschentuch und werde versuchen, mich bei Gelegenheit an diese Erkenntnis zu erinnern.
Morgen beginnt meine zweite Lesewoche. Ich bin gespannt, was sie bringen wird.
Einen anderen Kampf will ich gar nicht erst anfangen, weil er nichts bringt, und so zeichnet sich ab, dass ich ab Ende Januar eine Aufgabe weniger haben werde. Und eine (nicht ganz so neue) Erkenntnis mehr: Für gewisse Dinge bin ich schlicht nicht gemacht. Ich mache einen Knoten ins Taschentuch und werde versuchen, mich bei Gelegenheit an diese Erkenntnis zu erinnern.
Morgen beginnt meine zweite Lesewoche. Ich bin gespannt, was sie bringen wird.
Montag, 14. Januar 2013
Ab morgen wieder unterwegs
Morgen beginnt meine Lesetour im Kanton Zürich. Das erste, das ich heute auf Twitter gelesen habe: "sbb Totalausfall auf der Strecke Aarau-Olten" (die SBB rechnet mit grossen Verspätungen). Nach zwei anderen Zwischenfällen letzten Donnerstag (Zugsunfall bei Neuhausen / grosse Verspätung des Zugs von Chur durchs Rheintal, bei der Frau Tochter und mit ihr sämtliche Leute, die weiter ins Toggenburg wollten, den Bus verpassten, weil der fuhr, egal, ob die Leute nun da waren oder nicht), beginne ich diese Lesetour mit ziemlich bangen Gefühlen.
Auf die Lesungen freue ich mich! Der Kontakt zu allen Schulen ist hergestellt, die Details sind besprochen, die Fahrpläne ausgedruckt, die Wegstrecken zu den Schulhäusern auch. Womit ich zu meinem nächsten Problem komme: Ich werde wohl oder übel auf ein Smartphone umsteigen müssen, da ich nicht für sämtliche Wenns und Aber bei Zugausfällen Fahrpläne ausdrucken kann und ich bei einer der Dezemberlesungen mit der ausgedruckten Google-Map völlig im Schilf stand und das Schulhaus beinahe nicht gefunden hätte. Kurz: Ich brauche ein GPS für Fussgänger und eine SBB App.
Erst einmal gehe ich jetzt zwei Tickets holen für die Lesungen in Feuerthalen. Zwei, weil ich zwei verschiedene Strecken fahren werde: Am Morgen via Zürich, am Mittag über Romanshorn/Rorschach. Es geht nicht anders. Die Verbindungen sind einfach ... lassen wir das. Auf jeden Fall muss ich am Morgen die Strecke Schaffhausen-Feuerthalen im Taxi zurücklegen, da ich sonst nicht rechtzeitig zur Lesung komme.
Auf die Lesungen freue ich mich! Der Kontakt zu allen Schulen ist hergestellt, die Details sind besprochen, die Fahrpläne ausgedruckt, die Wegstrecken zu den Schulhäusern auch. Womit ich zu meinem nächsten Problem komme: Ich werde wohl oder übel auf ein Smartphone umsteigen müssen, da ich nicht für sämtliche Wenns und Aber bei Zugausfällen Fahrpläne ausdrucken kann und ich bei einer der Dezemberlesungen mit der ausgedruckten Google-Map völlig im Schilf stand und das Schulhaus beinahe nicht gefunden hätte. Kurz: Ich brauche ein GPS für Fussgänger und eine SBB App.
Erst einmal gehe ich jetzt zwei Tickets holen für die Lesungen in Feuerthalen. Zwei, weil ich zwei verschiedene Strecken fahren werde: Am Morgen via Zürich, am Mittag über Romanshorn/Rorschach. Es geht nicht anders. Die Verbindungen sind einfach ... lassen wir das. Auf jeden Fall muss ich am Morgen die Strecke Schaffhausen-Feuerthalen im Taxi zurücklegen, da ich sonst nicht rechtzeitig zur Lesung komme.
Sonntag, 13. Januar 2013
It's a men's world
Immer noch. Anscheinend. Im Fürstentum Liechtenstein lädt man zur Unternehmertagung ein. Hochkarätige Referenten werden gemäss Organisatoren zum Thema "Leadership - Mit klarer Führung neuen Erfolgen" referieren. Alles Männer. Ach nein, eine Frau ist auch dabei. Sie moderiert die Runde. Ich hoffe, sie muss nicht auch noch den Kaffee servieren.
Was lernt Frau daraus?
a) Leadership ist ein Männerding
b) Ihr könnt mich mal (etwas salopp gesprochen)
Was lernt Frau daraus?
a) Leadership ist ein Männerding
b) Ihr könnt mich mal (etwas salopp gesprochen)
Freitag, 11. Januar 2013
Manipulieren und bescheissen
Am 3. März stimmen wir Schweizer nach jahrelangen Verzögerungs- und Verschleierungsaktionen verschiedenster politischer und wirtschaftlicher Gruppierungen endlich über die Abzocker-Initiative ab. Es geht - sehr vereinfacht gesagt - darum, jenem Teil der Banker, die sich als grössenwahnsinnige und rücksichtslose Gierschlunde vor allem selbst bedienen und andere dafür bezahlen lassen, einen Riegel zu schieben. Eingereicht wurde diese Initiative im Februar 2008.
Nun also, Jahre später, können und dürfen wir endlich abstimmen. Und während uns ehrenwerte Wirtschaftsvertreter und Politiker ohne im Gesicht rot zu werden irgendwas von Demokratie und Volkswille in die Ohren säuseln, manipulieren und bescheissen sie, wo es nur geht. So haben die Gegner der Intitiative zum Beispiel Studenten angeheuert und bezahlt, die dann massenweise Leserbriefe und Leserkomentare gegen die Initiative geschrieben haben. Die NZZ schreibt von 1000 bis 2000 gefälschten Leserkommentaren.
Sicherheitshalber haben sich die Gegener der Initiative auch Domains gekauft, die auf ein Befürworten der Initiative hindeuten und dann auf Webseiten von Gegnern umgeleitet wurden.
Für mich steht die Sache seit dem Februar 2008 fest. Ich werde JA stimmen. Selbst wenn der nun vorliegende Gegenvorschlag, für den im Moment gerade ganz viel Geld ins Bescheissen und Manipulieren gesteckt wird, tatsächlich besser ist oder wäre. Ist mir egal. Ich stimme für die Original Abzockerinitiative - weil ich nicht fünf Jahre hingehalten und dann erst noch beschissen werden will.
PS: Meiner Politkverdrossenheit tun solche Aktionen nicht unbedingt gut und mir sind schon längst die Argumente ausgegangen für Jugendliche, die mir sagen, dass sie sich nicht für Politik interessieren, weil schlussendlich einfach gemacht wird, was die mit der Macht und dem Stutz wollen.
Nun also, Jahre später, können und dürfen wir endlich abstimmen. Und während uns ehrenwerte Wirtschaftsvertreter und Politiker ohne im Gesicht rot zu werden irgendwas von Demokratie und Volkswille in die Ohren säuseln, manipulieren und bescheissen sie, wo es nur geht. So haben die Gegner der Intitiative zum Beispiel Studenten angeheuert und bezahlt, die dann massenweise Leserbriefe und Leserkomentare gegen die Initiative geschrieben haben. Die NZZ schreibt von 1000 bis 2000 gefälschten Leserkommentaren.
Sicherheitshalber haben sich die Gegener der Initiative auch Domains gekauft, die auf ein Befürworten der Initiative hindeuten und dann auf Webseiten von Gegnern umgeleitet wurden.
Für mich steht die Sache seit dem Februar 2008 fest. Ich werde JA stimmen. Selbst wenn der nun vorliegende Gegenvorschlag, für den im Moment gerade ganz viel Geld ins Bescheissen und Manipulieren gesteckt wird, tatsächlich besser ist oder wäre. Ist mir egal. Ich stimme für die Original Abzockerinitiative - weil ich nicht fünf Jahre hingehalten und dann erst noch beschissen werden will.
PS: Meiner Politkverdrossenheit tun solche Aktionen nicht unbedingt gut und mir sind schon längst die Argumente ausgegangen für Jugendliche, die mir sagen, dass sie sich nicht für Politik interessieren, weil schlussendlich einfach gemacht wird, was die mit der Macht und dem Stutz wollen.
Dienstag, 8. Januar 2013
Mord in Switzerland
Es ist eine Freude, Teil dieses absolut tollen Projekts zu sein!
Es wird gemordet – mit schweizerischer Präzision. Es wird gestorben – von Lausanne über Biel, Basel, Zürich, Kreuzlingen, Gais bis ins Rheintal. 18 bekannte Krimiautorinnen und -autoren aus verschiedenen Regionen der Schweiz schlagen zu: Zwischen Dinosaurierspuren entdeckt ein Mädchen einen toten Geschäftsmann, ein Wanderer verliert sich im Weiss des alpinen Schneesturms, und der «Säli»-Mörder versetzt die Bevölkerung in Angst und Schrecken.
Literarisch gemordet haben Karin Bachmann in Biel; Christina Casanova in Rodels GR; Anne Cuneo in Lausanne; Mitra Devi in Luzern; Alice Gabathuler im Rheintal; Peter Hänni in Lommiswil SO; Michael Herzig in Wollerau/Freienbach SZ; Petra Ivanov in Kreuzlingen; Sam Jaun im Jura; Helmut Maier in Schaffhausen; Felix Mettler in Gais AR; Milena Moser in Aarau; Jutta Motz in Zug; Philipp Probst in Basel; Susy Schmid in Fribourg; Andrea Weibel in Stans NW; Peter Zeindler an der Zürcher Goldküste und Emil Zopfi in Glarus.
«Mörderisch gut.»
St. Galler Tagblatt
Es wird gemordet – mit schweizerischer Präzision. Es wird gestorben – von Lausanne über Biel, Basel, Zürich, Kreuzlingen, Gais bis ins Rheintal. 18 bekannte Krimiautorinnen und -autoren aus verschiedenen Regionen der Schweiz schlagen zu: Zwischen Dinosaurierspuren entdeckt ein Mädchen einen toten Geschäftsmann, ein Wanderer verliert sich im Weiss des alpinen Schneesturms, und der «Säli»-Mörder versetzt die Bevölkerung in Angst und Schrecken.
Literarisch gemordet haben Karin Bachmann in Biel; Christina Casanova in Rodels GR; Anne Cuneo in Lausanne; Mitra Devi in Luzern; Alice Gabathuler im Rheintal; Peter Hänni in Lommiswil SO; Michael Herzig in Wollerau/Freienbach SZ; Petra Ivanov in Kreuzlingen; Sam Jaun im Jura; Helmut Maier in Schaffhausen; Felix Mettler in Gais AR; Milena Moser in Aarau; Jutta Motz in Zug; Philipp Probst in Basel; Susy Schmid in Fribourg; Andrea Weibel in Stans NW; Peter Zeindler an der Zürcher Goldküste und Emil Zopfi in Glarus.
«Mörderisch gut.»
St. Galler Tagblatt
Montag, 7. Januar 2013
Good News
Ich werde auch dieses Jahr wieder Radio machen! Heute Morgen haben wir das am Telefon so besprochen. Als Ausstrahlungstermin ist noch dieses Jahr vorgesehen.
Freerunning geht in die zweite Auflage. Und die Zahlen von dead.end.com und Matchbox Boy sehen sehr gut aus.
Was für ein Montagmorgen! Danke an alle, die diese wunderbaren Nachrichten möglich gemacht haben - danke an Euch da draussen! (ja, so viel Sentimentalität darf heute sein!)
Freerunning geht in die zweite Auflage. Und die Zahlen von dead.end.com und Matchbox Boy sehen sehr gut aus.
Was für ein Montagmorgen! Danke an alle, die diese wunderbaren Nachrichten möglich gemacht haben - danke an Euch da draussen! (ja, so viel Sentimentalität darf heute sein!)
Sonntag, 6. Januar 2013
Freitag, 4. Januar 2013
Für immer entschuldigt
Das hängt seit heute Mittag sehr gut sichtbar über meinem Arbeitsplatz . Wenn sich also jemand darüber auslassen möchte, wie der Raum, in dem ich meine Tage verbringe, mittlerweile aussieht ...
... bin ich entschuldigt (siehe oben). Für die Deko ... und was immer sonst noch (zum Beispiel das Nichtbeantworten von Fragen während ich mit dem Kopf am Bildschirm klebe oder mit glühenden Fingern die Tastatur meines Laptops bearbeite)
.
Herzliche Grüsse von
Mama Kitsch (so nennt man mich neuerdings hier bei mir zu Hause)
Mittwoch, 2. Januar 2013
2013
In der Schreibwelt, die mir über die Jahre zum lieb gewonnenen und unverzichtbaren Austauschbecken mit Autorenkolleginnen (und ein paar Kollegen) geworden ist, schauen wir jeweils am Ende des Jahres zurück. Es ist immer wieder spannend zu sehen, was man sich für ein das Jahr vorgenommen hat und was daraus geworden ist. Gleichzeitig schauen wir voraus und fragen uns, was wir erreichen wollen und wo wir am Ende des Jahres stehen möchten, nicht nur in Bezug auf das Schreiben, sondern auch in Bezug auf uns selber.
Hier mein Rückblick auf 2012
Für mich hat sich 2012 bestätigt, was sich 2010 und 2011 schon abgezeichnet hat: Flauten folgen immer Stresszeiten, alle schlechten Nachrichten kommen auf ein Mal und alle guten auch. Mein Highlight war der August. Da ist einfach gar alles an guten Nachrichten zusammengekommen.
Ich habe Anfang Jahr meine Wunschgeschichte an Thienemann verkauft. Sie ist geschrieben und kommt im Herbst 2013 raus. Es wird mein zehntes Buch und ich denke, es wird eines meiner allerliebsten Bücher werden, kein Bestseller, aber ein absolutes Herzblutprojekt. Ebenfalls unterschrieben habe ich für meine Quadrologie (was für ein grässliches Wort). Die ersten zwei Bände müssen bis Oktober 2013 geschrieben sein. Band 1 ist im Moment im Entstehen, ich schlafe mit meinen Figuren ein und wache mit ihnen auf. Einfach nur schön.
Ebenfalls 2012 geschrieben habe ich einen Beitrag für eine Krimianthologie mit lauter Schweizer Autoren und Autorinnen. Sie erscheint im Februar 2013. "Mord in Switzerland" wird sie heissen, Herausgeberinnen sind Petra Ivanov und Mitra Devi, zwei Schweizer Autorenkolleginnen, die sehr, sehr professionell und organisiert an das Projekt herangegangen sind.
Dann konnte ich 2012 die Früchte der Arbeit des Vorjahres ernten: Meine Radioserie "Villa Wahnsinn" wurde im September ausgestrahlt und der "Matchbox Boy" Ende September veröffentlicht. "dead.end.com" ging in die zweite Auflage und für den "Blackout" ist 2013 ein Relaunch mit neuem Cover geplant - weil er einfach immer noch läuft und läuft und läuft.
Bei den Lesungen sind es mehr geworden als ich eigentlich wollte: 148. Plus eine Handvoll Workshops.
Ein einziges Mal wurde ich bei all diesen Projekten über den Tisch gezogen, und das ausgerechnet von einer sehr renommierten Institution. Sehr, sehr holprig und vor allem frustrierend und gegen Ende auch sehr, sehr enttäuschend, verlief leider auch ein sehr wichtiges Projekt des Vereins der Schweizer Kinder- und Jugendbuchschaffenden, Autillus, wo ich im Vorstand sitze und in den letzten paar Wochen ein paar graue Haare dazugewonnen habe. Die Sache ist noch nicht ausgestanden, aber ich gebe (noch nicht) auf. Auf jeden Fall habe ich einmal mehr sehr viel gelernt. (Wie man ja meistens aus schief gelaufenen Projekten eine Menge lernt).
Schön waren die Schreibweltbegegnungen in Leipzig, München und Frankfurt. Und das Geburtstagsfeieren auf der Zentralschweizer Lesetour mit Gina Mayer, ganz ruhig und gemütlich an einem netten Plätzchen.
Ganz toll: Ich konnte auch 2012 (gut) vom Schreiben und dem Drumherum leben. Das ist für mich ein totaler Aufsteller und ich weiss jetzt schon, dass es auch 2013 reichen wird. Damit komme ich auf den Anfang des Eintrags zurück: Ich merke, dass immer wieder Türen aufgehen. Wenn sich eine schliesst, öffnet sich eine neue. Das hat mir im Laufe der letzten paar Jahre eine beruhigende Zuversicht gegeben.
Kurz: 2012 war gut. Vielleicht das beste aller Autorinnenjahre bis jetzt. Ich nehme es dankbar an und freue mich darüber. Die Zeiten können wieder ändern. Es kann wieder härter werden. Aber was ich dieses Jahr hatte, kann mir niemand nehmen.
Und hier mein Ausblick auf 2013
Ich will einen Bestseller schreiben
(Anmerkung: Diesen Vorsatz nehme ich mir jedes Jahr ... so viel Optimismus muss einfach sein!)
Im Herbst 2013 erscheint mein zehntes Buch. Es ist ein absolutes und totales Herzblutprojekt. Dieses Buch habe ich für mich geschrieben, dieses Buch ist mein Ding, dieses Buch bedeutet mir sehr, sehr viel. Ich liebe es (es ist das Crazy Project).
Arbeitsmässig habe ich mir gerade dickste Eisenketten angelegt: Vier (dicke) Bücher in 18 Monaten. Danach werde ich tot sein. Oder zumindest erholungsbedürftig. Ich werde also 2013 voraussichtlich mehrmals die totale Panik schieben und mich darüber ausheulen, was für eine unfassbar dämliche Idiotin ich bin.
Ansonsten will ich Freigeist bleiben und als Autorin nur das tun, was ich wirklich will (ja, diese vier Bücher WOLLTE ich. UNBEDINGT ... ).
Hier mein Rückblick auf 2012
Für mich hat sich 2012 bestätigt, was sich 2010 und 2011 schon abgezeichnet hat: Flauten folgen immer Stresszeiten, alle schlechten Nachrichten kommen auf ein Mal und alle guten auch. Mein Highlight war der August. Da ist einfach gar alles an guten Nachrichten zusammengekommen.
Ich habe Anfang Jahr meine Wunschgeschichte an Thienemann verkauft. Sie ist geschrieben und kommt im Herbst 2013 raus. Es wird mein zehntes Buch und ich denke, es wird eines meiner allerliebsten Bücher werden, kein Bestseller, aber ein absolutes Herzblutprojekt. Ebenfalls unterschrieben habe ich für meine Quadrologie (was für ein grässliches Wort). Die ersten zwei Bände müssen bis Oktober 2013 geschrieben sein. Band 1 ist im Moment im Entstehen, ich schlafe mit meinen Figuren ein und wache mit ihnen auf. Einfach nur schön.
Ebenfalls 2012 geschrieben habe ich einen Beitrag für eine Krimianthologie mit lauter Schweizer Autoren und Autorinnen. Sie erscheint im Februar 2013. "Mord in Switzerland" wird sie heissen, Herausgeberinnen sind Petra Ivanov und Mitra Devi, zwei Schweizer Autorenkolleginnen, die sehr, sehr professionell und organisiert an das Projekt herangegangen sind.
Dann konnte ich 2012 die Früchte der Arbeit des Vorjahres ernten: Meine Radioserie "Villa Wahnsinn" wurde im September ausgestrahlt und der "Matchbox Boy" Ende September veröffentlicht. "dead.end.com" ging in die zweite Auflage und für den "Blackout" ist 2013 ein Relaunch mit neuem Cover geplant - weil er einfach immer noch läuft und läuft und läuft.
Bei den Lesungen sind es mehr geworden als ich eigentlich wollte: 148. Plus eine Handvoll Workshops.
Ein einziges Mal wurde ich bei all diesen Projekten über den Tisch gezogen, und das ausgerechnet von einer sehr renommierten Institution. Sehr, sehr holprig und vor allem frustrierend und gegen Ende auch sehr, sehr enttäuschend, verlief leider auch ein sehr wichtiges Projekt des Vereins der Schweizer Kinder- und Jugendbuchschaffenden, Autillus, wo ich im Vorstand sitze und in den letzten paar Wochen ein paar graue Haare dazugewonnen habe. Die Sache ist noch nicht ausgestanden, aber ich gebe (noch nicht) auf. Auf jeden Fall habe ich einmal mehr sehr viel gelernt. (Wie man ja meistens aus schief gelaufenen Projekten eine Menge lernt).
Schön waren die Schreibweltbegegnungen in Leipzig, München und Frankfurt. Und das Geburtstagsfeieren auf der Zentralschweizer Lesetour mit Gina Mayer, ganz ruhig und gemütlich an einem netten Plätzchen.
Ganz toll: Ich konnte auch 2012 (gut) vom Schreiben und dem Drumherum leben. Das ist für mich ein totaler Aufsteller und ich weiss jetzt schon, dass es auch 2013 reichen wird. Damit komme ich auf den Anfang des Eintrags zurück: Ich merke, dass immer wieder Türen aufgehen. Wenn sich eine schliesst, öffnet sich eine neue. Das hat mir im Laufe der letzten paar Jahre eine beruhigende Zuversicht gegeben.
Kurz: 2012 war gut. Vielleicht das beste aller Autorinnenjahre bis jetzt. Ich nehme es dankbar an und freue mich darüber. Die Zeiten können wieder ändern. Es kann wieder härter werden. Aber was ich dieses Jahr hatte, kann mir niemand nehmen.
Und hier mein Ausblick auf 2013
Ich will einen Bestseller schreiben
Im Herbst 2013 erscheint mein zehntes Buch. Es ist ein absolutes und totales Herzblutprojekt. Dieses Buch habe ich für mich geschrieben, dieses Buch ist mein Ding, dieses Buch bedeutet mir sehr, sehr viel. Ich liebe es (es ist das Crazy Project).
Arbeitsmässig habe ich mir gerade dickste Eisenketten angelegt: Vier (dicke) Bücher in 18 Monaten. Danach werde ich tot sein. Oder zumindest erholungsbedürftig. Ich werde also 2013 voraussichtlich mehrmals die totale Panik schieben und mich darüber ausheulen, was für eine unfassbar dämliche Idiotin ich bin.
Ansonsten will ich Freigeist bleiben und als Autorin nur das tun, was ich wirklich will (ja, diese vier Bücher WOLLTE ich. UNBEDINGT ... ).
Samstag, 22. Dezember 2012
148
So viele Lesungen habe ich 2012 gemacht. Manchmal bekomme ich nach den Lesungen Post, die mich so richtig aufstellt. Zum Beispiel die hier aus Wollerau:
Ein paar Auszüge:
"Sie haben sich nur kurz vorgestellt und nicht nur von sich selbst gesprochen. Mir hat auch gefallen, dass Sie uns Fragen stellen liessen." (Mario)
"Ich finde es aussergewöhnlich, dass Sie Punks mögen, denn die wenigsten Mütter mögen Punks." (Sandy)
"Sie waren die erste Autorin, die eine richtig gute Autorenlesung gemacht hat." (Walter) "DANKE" (A.G.)
"Ich würde Ihr Buch gerne weiterlesen, aber noch lieber hätte ich, wenn Sie es vorgelesen hätten, aber die Lesung war auch so gut." (Timon)
"Es war gut von Ihnen, dass Sie Anschauungsmaterialien mitgebracht haben." (Janina)
"Ihr Buch Freerunning packte mich als erstes. Weil schon auf den ersten paar Seiten jemand starkt verletzt wurde und jemand schon gestorben ist." (Etienne)
"Ihre Idee mit dem Büchlein, wo wir unsere Namen einschreiben konnten, finde ich super." (Anja) "Ich auch - dank euch habe ich immer so gute Namen in den Büchern." (A.G.)
"Und dass Sie aus dem Freerunning vorgelesen haben, war sehr toll, und wie Sie zu den Figuren kommen, machte es noch besser." (Joshua)"Ich war begeistert davon, dass Sie alles so frei erzählt haben. Aus unseren Fragen sind lustige und spannende Geschichten entstanden." (Michelle)
"Was mir zum Beispiel gut gefallen hat ist, dass Sie auf unsere Fragen nicht einfach die kürzeste Antwort gesucht haben, Sie erzählten zu jeder Frage eine kleine Geschichte. Sie haben uns auch miteinbezogen." (Amira)
Herzlichen Dank euch allen: Julian, Robine, Amira, Michelle, Joshua, Din, Céline, Mirjam, Anja, Etienne, Janina, Timon, Mario, Stefan, Walter, Sandy
Ein paar Auszüge:
"Sie haben sich nur kurz vorgestellt und nicht nur von sich selbst gesprochen. Mir hat auch gefallen, dass Sie uns Fragen stellen liessen." (Mario)
"Ich finde es aussergewöhnlich, dass Sie Punks mögen, denn die wenigsten Mütter mögen Punks." (Sandy)
"Sie waren die erste Autorin, die eine richtig gute Autorenlesung gemacht hat." (Walter) "DANKE" (A.G.)
"Ich würde Ihr Buch gerne weiterlesen, aber noch lieber hätte ich, wenn Sie es vorgelesen hätten, aber die Lesung war auch so gut." (Timon)
"Es war gut von Ihnen, dass Sie Anschauungsmaterialien mitgebracht haben." (Janina)
"Ihr Buch Freerunning packte mich als erstes. Weil schon auf den ersten paar Seiten jemand starkt verletzt wurde und jemand schon gestorben ist." (Etienne)
"Ihre Idee mit dem Büchlein, wo wir unsere Namen einschreiben konnten, finde ich super." (Anja) "Ich auch - dank euch habe ich immer so gute Namen in den Büchern." (A.G.)
"Und dass Sie aus dem Freerunning vorgelesen haben, war sehr toll, und wie Sie zu den Figuren kommen, machte es noch besser." (Joshua)"Ich war begeistert davon, dass Sie alles so frei erzählt haben. Aus unseren Fragen sind lustige und spannende Geschichten entstanden." (Michelle)
"Was mir zum Beispiel gut gefallen hat ist, dass Sie auf unsere Fragen nicht einfach die kürzeste Antwort gesucht haben, Sie erzählten zu jeder Frage eine kleine Geschichte. Sie haben uns auch miteinbezogen." (Amira)
Herzlichen Dank euch allen: Julian, Robine, Amira, Michelle, Joshua, Din, Céline, Mirjam, Anja, Etienne, Janina, Timon, Mario, Stefan, Walter, Sandy
Donnerstag, 20. Dezember 2012
Ich hab's satt!
Warnung: Dieser Eintrag ist nichts für Zartbesaitete (aber das muss jetzt einfach sein).
Der Kommentar meiner Lokalzeitung zu den neusten UBS-Enthüllungen: "Zum Fremdschämen". Ich schäme mich nicht fremd. Ich ärgere mich masslos. In dieser Bank steckt mehr kriminelle Energie als in einem Knast. Und diese feinen Herren, die uns bis hinter den Bach hinaus bescheissen und sich auf raffgierigste Art bereichern, tragen Anzüge und Krawatten, fahren schicke Wagen, hausen in Luxuswohnungen und lächeln süffisant über Leute wie mich, die sich mit Arbeit (uäch, wie altmodisch und blöd) ihr Leben (knapp) verdienen.
Derweilen kontrolliert die Polizei in dem Ort, in dem ich wohne, mindestens jede zweite Woche die Punks am Bahnhof, verlangt deren Ausweise (obwohl die Polizisten die Gesichter und auch die Menschen hinter den Gesichtern längst kennen) und sogenannt senkrechte Bürger werfen Frau Tochter Blicke zu, die ich hier gar nicht beschreiben will, nur weil sie anders aussieht als andere.
Frau Tochter, die anders aussieht als andere, arbeitet übrigens. Sie macht eine Lehre, fährt jeden Wochentag zur Arbeit / Schule, bringt sensationell gute Zeugnisnoten nach Hause, hat ein Herz aus Gold und verdient in einem Jahr ungefähr so viel wie einer dieser Casinobänker in 0,002 Sekunden. Sie wird ab nächstem Jahr Steuern zahlen (von diesem 0,002 Sekunden Lohn) und damit Banken retten helfen, in denen Leute sitzen, die meiner Meinung nach lebenslänglich verdient haben. Die aber nie eine Ausweiskontrolle über sich ergehen lassen müssen, denn die sehen ja furchtbar anständig aus in ihren teuren Anzügen.
Ich hab's satt. Dermassen gestrichen satt.Satter geht gar nicht mehr.
Der Kommentar meiner Lokalzeitung zu den neusten UBS-Enthüllungen: "Zum Fremdschämen". Ich schäme mich nicht fremd. Ich ärgere mich masslos. In dieser Bank steckt mehr kriminelle Energie als in einem Knast. Und diese feinen Herren, die uns bis hinter den Bach hinaus bescheissen und sich auf raffgierigste Art bereichern, tragen Anzüge und Krawatten, fahren schicke Wagen, hausen in Luxuswohnungen und lächeln süffisant über Leute wie mich, die sich mit Arbeit (uäch, wie altmodisch und blöd) ihr Leben (knapp) verdienen.
Derweilen kontrolliert die Polizei in dem Ort, in dem ich wohne, mindestens jede zweite Woche die Punks am Bahnhof, verlangt deren Ausweise (obwohl die Polizisten die Gesichter und auch die Menschen hinter den Gesichtern längst kennen) und sogenannt senkrechte Bürger werfen Frau Tochter Blicke zu, die ich hier gar nicht beschreiben will, nur weil sie anders aussieht als andere.
Frau Tochter, die anders aussieht als andere, arbeitet übrigens. Sie macht eine Lehre, fährt jeden Wochentag zur Arbeit / Schule, bringt sensationell gute Zeugnisnoten nach Hause, hat ein Herz aus Gold und verdient in einem Jahr ungefähr so viel wie einer dieser Casinobänker in 0,002 Sekunden. Sie wird ab nächstem Jahr Steuern zahlen (von diesem 0,002 Sekunden Lohn) und damit Banken retten helfen, in denen Leute sitzen, die meiner Meinung nach lebenslänglich verdient haben. Die aber nie eine Ausweiskontrolle über sich ergehen lassen müssen, denn die sehen ja furchtbar anständig aus in ihren teuren Anzügen.
Ich hab's satt. Dermassen gestrichen satt.Satter geht gar nicht mehr.
Mittwoch, 19. Dezember 2012
Verhältnisblödsinn
Gestern habe ich Briefe und Pakete zur Post gebracht. Unter anderem habe ich einen Blackout nach Deutschland geschickt. Mit B-Post (der langsamen, die schon mal bis zu 2 Wochen hat, bis sie in Deutschland ankommt). Sagt die Dame am Schalter:
"Diese Sendung kostet CHF 15.50."
Nun: Ich wusste, dass es teuer ist, Bücher nach Deutschland zu schicken, aber das schien mir dann schon SEHR teuer. Also glaubte ich, die Dame hätte mich falsch verstanden und sagte: "Nein, nein, B-Post reicht."
"Das ist B-Post."
"15 Franken 50 für EIN Buch, das 9.95 Euro kostet, B-POST?", fragte ich.
"Ja, das wird eben seit Mai eingeschrieben geschickt."
"Ich will es aber nicht eingeschrieben schicken."
"Sie können es nur eingeschrieben schicken."
"Für 15 Franken 50?"
"Ja. Wenn Sie Geschäftskundin wären, wäre es allenfalls billiger."
"Ich bin Geschäftsfrau.Selbständig erwerbend."
"Aha. Dann können wir allenfalls etwas machen. Unser Berater wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen. Er wird Angaben über Ihren Umsatz und so weiter brauchen."
Geht den nichts an, dachte ich und fragte: "Aber diese Sendung hier, die kostet jetzt 15 Franken 50?"
"Ja. Dafür ist sie eingeschrieben."
"Will ich nicht, brauch ich nicht. Das Buch ist weniger wert als die Posttaxen."
"Können Sie aber nicht anders haben."
Ich gab auf. Und verschickte das Ding für 15 Franken 50. Der Brief mit den Verträgen nach München kostete mich 10.50 (nicht eingeschrieben). Und das Buch ins 15 km entfernte Sargans 9 Franken.
Zum Glück habe ich auch Einkommen. Das da zum Beispiel:
PS: Zu Hause ist mir eingefallen, dass ich den Blackout bei Amazon.de hätte bestellen und direkt an den Empfänger schicken können. Nächstes Mal dann.
"Diese Sendung kostet CHF 15.50."
Nun: Ich wusste, dass es teuer ist, Bücher nach Deutschland zu schicken, aber das schien mir dann schon SEHR teuer. Also glaubte ich, die Dame hätte mich falsch verstanden und sagte: "Nein, nein, B-Post reicht."
"Das ist B-Post."
"15 Franken 50 für EIN Buch, das 9.95 Euro kostet, B-POST?", fragte ich.
"Ja, das wird eben seit Mai eingeschrieben geschickt."
"Ich will es aber nicht eingeschrieben schicken."
"Sie können es nur eingeschrieben schicken."
"Für 15 Franken 50?"
"Ja. Wenn Sie Geschäftskundin wären, wäre es allenfalls billiger."
"Ich bin Geschäftsfrau.Selbständig erwerbend."
"Aha. Dann können wir allenfalls etwas machen. Unser Berater wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen. Er wird Angaben über Ihren Umsatz und so weiter brauchen."
Geht den nichts an, dachte ich und fragte: "Aber diese Sendung hier, die kostet jetzt 15 Franken 50?"
"Ja. Dafür ist sie eingeschrieben."
"Will ich nicht, brauch ich nicht. Das Buch ist weniger wert als die Posttaxen."
"Können Sie aber nicht anders haben."
Ich gab auf. Und verschickte das Ding für 15 Franken 50. Der Brief mit den Verträgen nach München kostete mich 10.50 (nicht eingeschrieben). Und das Buch ins 15 km entfernte Sargans 9 Franken.
Zum Glück habe ich auch Einkommen. Das da zum Beispiel:
PS: Zu Hause ist mir eingefallen, dass ich den Blackout bei Amazon.de hätte bestellen und direkt an den Empfänger schicken können. Nächstes Mal dann.
Montag, 17. Dezember 2012
Wo versteckt man sich, wenn es kein Versteck mehr gibt?
"Das Internet kennt keine Rückzugshöhlen,
nicht einmal Schützengräben. Man kann sich nicht verstecken, indem man
sich aus dem Netz ausklinkt. Jede Stunde, jede Minute, jede Sekunde kann
irgendwer irgendwelche Dinge schreiben. Gerüchte verbreiten.
Gemeinheiten in die Welt setzen. Einen Angriff starten. Geheimnisse
verraten. Wenn man online ist, kann man reagieren. Offline ist man
alldem ausgeliefert."
(Auszug aus Matchbox Boy)
(Auszug aus Matchbox Boy)
Montag, 10. Dezember 2012
Blackout in neuem Outfit
Also, ich wusste ja, dass mein erstes Buch
"Blackout" bei der nächsten Auflage ein neues Cover erhält. Aber dass es
dann gleich so toll im Verlagskatalog präsentiert wird, überrascht und
freut mich jetzt grad total (Danke Stephan Sigg, ohne dich hätte ich das
nie gemerkt).
Freitag, 7. Dezember 2012
Anger Management der kreativen Art
Eine grottige Woche, die im Laufe der Tage immer grottiger wurde, erreichte heute Morgen ihren obergrottigen Höhepunkt. Das war der Moment, in dem ich mich entschied, etwas zu tun. So quasi selbstgebasteltes Anger Management zu betreiben. Da ich keine Ratgeber lese, waren eigene Ideen gefragt. Weit suchen musste ich nicht, denn eigentlich hätte ich heute Abend anderswo sein sollen, was aber als Konsequenz meiner Entscheidungsfindung von heute Morgen hinfällig wurde, weshalb ich die Dinger, die ich andersowhin mitbringen sollte, nicht mitbringen musste (ja, dieser Satz ist eine Katastrophe, aber es hat unheimlich Spass gemacht, ihn zu schreiben). Zutaten für die Mitbringseldinger hatte ich schon gekauft. Also begab ich mich in die Küche und betrieb Anger Management der kreativen Art.
Meine Familie fand das ziemlich cool (die Muffins). Mitlesende Ex-Schüler von mir werden sich sagen: "Aha, die kann das ja tatsächlich doch ..." Frau Tochter fand sofort eine neue Marktlücke für einen Ratgeber. "Frustbacken für Verärgerte - das Anger Management der kreativen Art" (der Untertitel ist von mir). Das Ding zu schreiben wäre kein Problem (interessierte Verlage dürfen sich melden). Lesen würde ich es nicht. Aber vielleicht die Bilder darin angucken.
Morgen verziehe ich mich in die Berge. Das ist dann Anger Management vom feinsten. In 25 Stunden bin ich im Haus im Tobel. Und damit man auch endlich einmal das Tobel sieht, habe ich es letzte Woche fotografiert.:
PS: Anger Management ist ein selten dämlicher Begriff. Aber heute ist ja auch ein selten dämlicher Tag.
Bildlegende: Walnuss-Zimt Muffins (vorne), Orangen-Schokolade Muffins (hinten),
Blumenstrauss für allfällig vorbeireisende Ausserirdische - Alf - (rechts), Tisch zum Reinbeissen,
falls der Ärger zu gross wird (unter den Muffins und dem Blumenstrauss)
Blumenstrauss für allfällig vorbeireisende Ausserirdische - Alf - (rechts), Tisch zum Reinbeissen,
falls der Ärger zu gross wird (unter den Muffins und dem Blumenstrauss)
Meine Familie fand das ziemlich cool (die Muffins). Mitlesende Ex-Schüler von mir werden sich sagen: "Aha, die kann das ja tatsächlich doch ..." Frau Tochter fand sofort eine neue Marktlücke für einen Ratgeber. "Frustbacken für Verärgerte - das Anger Management der kreativen Art" (der Untertitel ist von mir). Das Ding zu schreiben wäre kein Problem (interessierte Verlage dürfen sich melden). Lesen würde ich es nicht. Aber vielleicht die Bilder darin angucken.
Morgen verziehe ich mich in die Berge. Das ist dann Anger Management vom feinsten. In 25 Stunden bin ich im Haus im Tobel. Und damit man auch endlich einmal das Tobel sieht, habe ich es letzte Woche fotografiert.:
PS: Anger Management ist ein selten dämlicher Begriff. Aber heute ist ja auch ein selten dämlicher Tag.
Donnerstag, 6. Dezember 2012
Stürmische Zeiten
Es sind stürmische Zeiten. Nicht nur draussen vor der Haustür, sondern auch sonst. Ich bin gerade ziemlich hart gelandet - mit einem Vereinsprojekt. Zum Glück gibt's irgendwo im Bernbiet den Bugsierer. Ja, das ist der brummige Grummelbär der ab und an (sehr) harte Kommentare bei mir platziert, der aber trotzdem oder vielleicht gerade deswegen einen besonderen Platz in meinem Leben hat. Er ist grundoffen und grundehrlich - und sehr direkt (leider gehören solche Menschen zu einer aussterbenden Sorte). Er hat mir vor Monaten vorausgesagt, was passieren wird. Er hat's gewusst, ich hab's geahnt, es ist passiert. Also habe ich Anfang Woche dem Bugsierer geschrieben. Dass er recht hatte mit gar allem. Und dass er mir mal gehörig den Kopf waschen solle. Was er getan hat :-). Nun ist mein Kopf neu sortiert, ich habe getan, was ich tun musste. Es bleibt noch eins: DANKE, Bugsierer
.
.
Dienstag, 4. Dezember 2012
Es gibt Tage ...
... die laufen so grottig grässlich, dass man sich eine Höhle suchen und in einen Winterschlaf fallen lassen möchte. Weil das nicht geht, tauche ich jetzt in die virtuelle Landschaft von Schottland ein, rieche das Wasser, höre die Wellen und fühle den Sand unter den Füssen.
Montag, 26. November 2012
Weil mir das jetzt gerade sehr wichtig ist
Ich habe soeben Fragen einer Auszubildenden beantwortet, die einen Buchvortrag zu meinem Buch Mordsangst vorbereitet. Eine Frage hat mich besonders beschäftigt, weshalb ich sie hier samt Antwort einstelle:
Wenn Sie allen
Jugendlichen einen Tipp geben könnten, wie sie im Leben weiterkommen, welcher
wäre das?
Als erstes würde ich sagen: Frag dich nicht,
wie du weiterkommen kannst, sondern wohin du überhaupt gehen willst.
Weiterkommen ist für mich eine persönliche Entwicklung, keine Karriereleiter.
Das Wichtigste für mich ist: So sein, wie man ist. Dazu stehen. Sich nicht zu
etwas formen lassen, das man nicht sein möchte. Auf sein eigenes Herz hören,
nicht auf den Verstand und die guten Ratschläge der anderen. Mit sich selber in
Einklang zu kommen. So leben, dass man jeden Morgen in den Spiegel schauen und
sagen kann: Ja, das bin ich.
Und jetzt schreib, verdammt!
Ein wunderbarer Autorenkollege hat mir ein Buch geschenkt. Zehn Gebote des Schreibens. In diesem himmelblauen Band finden sich unzählig viele Gebote übers und ums Schreiben, solche, die mich ansprechen und solche, die mich weniger ansprechen. Für heute bringt es Juli Zeh mit Gebot Nummer 10 auf den Punkt.
UND JETZT SCHREIB, VERDAMMT!
Gutes Gebot, finde ich :-)
UND JETZT SCHREIB, VERDAMMT!
Gutes Gebot, finde ich :-)
Sonntag, 25. November 2012
Ein guter Tag
Er begann damit, dass die Familie wieder komplett ist. Herr Sohn ist aus England zurück - mit der ulitmativen Postkarte für Frau Tochter.
Es gab ein spätes Frühstück im erweiterten Familienkreis und ich als Familientierchen war einfach nur glücklich.
Später bekam ich auf FB ein RIESIGES Kompliment einer Leserin und als Herr Ehemann nach dem gemeinsamen Spaziergang die gekaufte NZZ am Sonntag las, rief er vom Sofa rüber: "Du bist in der Buchbeilage der NZZ."
Es gibt Tage, da ist das Leben einfach nur schön. So einer ist heute.
PS: Eigentlich ist das ganze Wochenende toll. Gestern war ich nämlich das erste Mal nach Steve Lees Tod an einem Gotthardkonzert und es hat so richtig gefegt. Hach!
Es gab ein spätes Frühstück im erweiterten Familienkreis und ich als Familientierchen war einfach nur glücklich.
Später bekam ich auf FB ein RIESIGES Kompliment einer Leserin und als Herr Ehemann nach dem gemeinsamen Spaziergang die gekaufte NZZ am Sonntag las, rief er vom Sofa rüber: "Du bist in der Buchbeilage der NZZ."
Es gibt Tage, da ist das Leben einfach nur schön. So einer ist heute.
PS: Eigentlich ist das ganze Wochenende toll. Gestern war ich nämlich das erste Mal nach Steve Lees Tod an einem Gotthardkonzert und es hat so richtig gefegt. Hach!
Samstag, 24. November 2012
Es ist noch gar nicht ...
... Weihnachten. Und trotzdem lag am Freitag, als ich von der Lesereise nach Hause kam, ein tolles Geschenk auf dem Wohnzimmertisch.
Montag, 19. November 2012
Ein ganz besonderes Geschenk
Werte Alice Gabathuler
Unser Klassenzeichner Dani Föllmi und wir widmen Ihnen diese Karrikatur als Dank für Ihre Lesung vom 15.11.2012.
Klasse S1c/Otto Kümin, sek eins riedmatt, wollerau
Liebe S1c, lieber Klassenzeichner, lieber Otto
Ich freue mich seit Tagen kringelig. Was für ein Geschenk!
Herzlichen Dank
Unser Klassenzeichner Dani Föllmi und wir widmen Ihnen diese Karrikatur als Dank für Ihre Lesung vom 15.11.2012.
Klasse S1c/Otto Kümin, sek eins riedmatt, wollerau
Liebe S1c, lieber Klassenzeichner, lieber Otto
Ich freue mich seit Tagen kringelig. Was für ein Geschenk!
Herzlichen Dank
Mittwoch, 14. November 2012
Mittwoch, 7. November 2012
Maybe you're crazy in the head
Es sind Songzeilen wie diese, die in mir ganze Bilderfluten auslösen und mich schreiben lassen. Sie gehören zu den Songs, die mich durch ein Buch begleiten. Der Titel dieses Posts ist aus dem Lied "Drive" von R.E.M. - ein Lied, das ich im Moment immer und immer und immer und immer wieder höre. Es fährt jedes Mal mitten in mein Herz und bei Maybe you're crazy in the head singe ich meistens ganz laut mit.
Freitag, 2. November 2012
Von Outsidern, Wildwestromanen und Killerpelikanen
Endlich, endlich kann ich etwas über Killerpelikane schreiben. Herr Sohn wird es mit einem breiten Grinsen zur Kenntnis nehmen. Frage 42 von 81 gibt mir Grund und Gelegenheit dazu. Aber der Reihe nach:
Ich mag alle. Jedes auf seine Weise, weil zu jedem eine Geschichte hinter der Geschichte gehört.
Ein Beruf ohne Sprache? Mmmm ... schwierig. Wenn er mir gefallen würde. Ja. Aber ich denke, dann würde ich irgendetwas finden, was dem Beruf eine Sprache gibt - vielleicht, indem ich darüber schreiben würde.
Susan E. Hinton. "Die Outsider". Ich glaube, das merkt man meinen Büchern an :-) Und ich habe extrem gerne die Wildwestromane meines Grossvaters gelesen. Ich glaube, auch das merkt man manchmal meinen Büchern an :-)
Die Ideen sind von mir. Aber Ideen werden ja nicht im luftleeren Raum geboren. Sie flirren überall herum. Autoren sind einfach Leute, die ein paar dieser Herumsirrer einfangen. Manchmal suche ich für eine Geschichte einen besonderen Dreh oder noch etwas Würze. Dann frage ich schon mal bei Freunden oder in der Familie (was bei Herrn Sohn jedesmal im Vorschlag endet, endlich einmal etwas über Killerpelikane zu schreiben ... *seufz*).
Ob ich als Kind schon welche geschrieben habe, weiss ich nicht (ich denke nicht, denn daran müsste ich mich doch erinnern können, oder nicht?). Aber als Jugendliche gab es dann kein Halten mehr. Ich schrieb alles: Tagebücher, Gedichte, Songtexte, Kurzgeschichten, Bücher (na ja, ich fing damit an; fertig geworden ist keins davon).
Ich mag alle. Jedes auf seine Weise, weil zu jedem eine Geschichte hinter der Geschichte gehört.
Ein Beruf ohne Sprache? Mmmm ... schwierig. Wenn er mir gefallen würde. Ja. Aber ich denke, dann würde ich irgendetwas finden, was dem Beruf eine Sprache gibt - vielleicht, indem ich darüber schreiben würde.
Susan E. Hinton. "Die Outsider". Ich glaube, das merkt man meinen Büchern an :-) Und ich habe extrem gerne die Wildwestromane meines Grossvaters gelesen. Ich glaube, auch das merkt man manchmal meinen Büchern an :-)
Die Ideen sind von mir. Aber Ideen werden ja nicht im luftleeren Raum geboren. Sie flirren überall herum. Autoren sind einfach Leute, die ein paar dieser Herumsirrer einfangen. Manchmal suche ich für eine Geschichte einen besonderen Dreh oder noch etwas Würze. Dann frage ich schon mal bei Freunden oder in der Familie (was bei Herrn Sohn jedesmal im Vorschlag endet, endlich einmal etwas über Killerpelikane zu schreiben ... *seufz*).
Ob ich als Kind schon welche geschrieben habe, weiss ich nicht (ich denke nicht, denn daran müsste ich mich doch erinnern können, oder nicht?). Aber als Jugendliche gab es dann kein Halten mehr. Ich schrieb alles: Tagebücher, Gedichte, Songtexte, Kurzgeschichten, Bücher (na ja, ich fing damit an; fertig geworden ist keins davon).
Donnerstag, 1. November 2012
November
Lesemonat. Die Termine seht ihr an der Pinnwand auf der rechten Seite.
Überarbeitungsmonat: In der ersten Hälfte des Monats überarbeite ich das lektorierte Manuskript. Das ist der Vorteil eines frühen Abgabetermins (ein Jahr vor Erscheinen des Buches): Wir haben genügend Zeit fürs Lektorat und das Überarbeiten.
Schreibmonat: Parallel zum Überarbeiten schreibe ich an einem grossen Projekt. Normalerweise brauche ich zwischen zwei Projekten Zeit, um mich an die neuen Figuren heranzutasten, aber bei diesem Projekt handelt es sich um eins, das ich schon sehr lange machen will. Ich kenne meine Figuren, kenne das Setting, kenne die Geschichte. Ich kann also problemlos zwischen Überarbeiten und Schreiben wechseln.
Das überarbeitete Manuskript möchte ich abgeben, bevor ich auf Lesetour gehe. Aus Erfahrung weiss ich, dass bei drei Lesewochen am Stück am Ende kaum mehr Energie für das Schreiben übrig bleibt. Ich habe meinen Schreibzeitplan deshalb angepasst und mir für November eine vernünftige Seitenzahlvorgabe gegeben.
PS: Die Oktobervorgabe habe ich auf die Seite genau eingehalten - ich wollte mehr, hänge aber seit drei Tagen an einem einzigen Kapitel in der Überarbeitung fest (ja, auch das kann passieren).
Überarbeitungsmonat: In der ersten Hälfte des Monats überarbeite ich das lektorierte Manuskript. Das ist der Vorteil eines frühen Abgabetermins (ein Jahr vor Erscheinen des Buches): Wir haben genügend Zeit fürs Lektorat und das Überarbeiten.
Schreibmonat: Parallel zum Überarbeiten schreibe ich an einem grossen Projekt. Normalerweise brauche ich zwischen zwei Projekten Zeit, um mich an die neuen Figuren heranzutasten, aber bei diesem Projekt handelt es sich um eins, das ich schon sehr lange machen will. Ich kenne meine Figuren, kenne das Setting, kenne die Geschichte. Ich kann also problemlos zwischen Überarbeiten und Schreiben wechseln.
Das überarbeitete Manuskript möchte ich abgeben, bevor ich auf Lesetour gehe. Aus Erfahrung weiss ich, dass bei drei Lesewochen am Stück am Ende kaum mehr Energie für das Schreiben übrig bleibt. Ich habe meinen Schreibzeitplan deshalb angepasst und mir für November eine vernünftige Seitenzahlvorgabe gegeben.
PS: Die Oktobervorgabe habe ich auf die Seite genau eingehalten - ich wollte mehr, hänge aber seit drei Tagen an einem einzigen Kapitel in der Überarbeitung fest (ja, auch das kann passieren).
Mittwoch, 31. Oktober 2012
Hirnlose Buchbesprechung
Da geht einer hin, rezensiert live (wie ein Fussballspiel) den neuen Rowling und verrät dabei
den ganzen Inhalt. NEIN, ich verlinke das ganz sicher nicht. Aber ich
hätte eine Frage an den Tagi-Online: Habt ihr euch dabei auch
irgendetwas überlegt???
Dienstag, 30. Oktober 2012
Interview mit Kevin Brooks
Ihr wisst ja, wie sehr ich diesen Typen mag. Dass er aber genau wie ich Rockstar werden wollte und auch noch sehr ähnlich über Gott denkt wie ich, hat mich jetzt glatt umgehauen.
Montag, 29. Oktober 2012
Vom Platz der Jugendliteratur - Teil 2
Verkindlichung? Selten so etwas Dämliches zum Thema Jugendliteratur gelesen. Deshalb verlinke ich nicht auf den Artikel in der "Zeit", sondern empfehle den offenen Brief, mit dem Kollegin Jutta Wilke dem Autor des Artikels geantwortet hat. (Wer den Artikel lesen möchte, findet den Link am Anfang ihres Briefes.)
Dienstag, 23. Oktober 2012
Schreiben, schreiben, schreiben, Schnee
Ich mache mich bereit für meine Schreibtage in
den Bergen. Mit muss: Lektoriertes Manuskript (zum Überarbeiten), neues
Manuskript (zum Weiterschreiben), die absolut spannenden Interviewfragen
von Corinna Götte (zum Beantworten ;-) ... und mein Bergbäuerinnenhut.
Der Wetterbericht hat Schnee angesagt auf das Wochenende. Muss noch ein
paar Dinge winterfest machen (wenn ich mich nicht mehr melde, bin ich in
der Wildnis verloren gegangen oder erfroren). Etwas vergessen? *grübel*
Montag, 22. Oktober 2012
Vom Platz der Jugendliteratur in den Medien
Ganz ehrlich: Dieses Thema frustriert mich dermassen, dass ich es normalerweise vorziehe, meinen Frust mit mir alleine auszutragen oder höchstens mit Leuten, die auch Jugendbücher schreiben, darüber zu diskutieren. Während nämlich so ziemlich alles darüber redet, wie wichtig das Lesen sei, vor allem, wie wichtig, dass Kinder und Jugendliche lesen, während an Schulen und in Bibliotheken wunderbare Projekte umgesetzt werden (Lesungen, Schreibwerkstätten, Lesenächte, gemeinsame Leserekorde usw.), ignorieren die Medien das Kinder- und Jugendbuch weitgehend.
Ich mag auch heute nichts dazu schreiben (ich könnte bitter klingen), sondern verlinke auf den Artikel von Stefanie Leo, in dem alles gesagt ist, was es zu sagen gibt.
Ein wichtiges PS: Zum Glück gibt es das Web. Dort laufen nämlich tolle Projekte!
Ich mag auch heute nichts dazu schreiben (ich könnte bitter klingen), sondern verlinke auf den Artikel von Stefanie Leo, in dem alles gesagt ist, was es zu sagen gibt.
Ein wichtiges PS: Zum Glück gibt es das Web. Dort laufen nämlich tolle Projekte!
Montag, 15. Oktober 2012
Friedliches Nebeneinander
Eigentlich ist das mit den Büchern eine
einfache Sache: Es gibt kein Richtig und kein Falsch, sondern ein
friedliches Neben- und Miteinander (Bildlegende: meine aktuelle und
nächste Lektüre).
Sonntag, 14. Oktober 2012
Und so war sie für mich, die Buchmesse
Die Buchmesse ist ja für jeden anders. Deshalb ein ganz persönlicher - wahrscheinlich total unvollständiger - Rückblick auf die Messe.
Ich habe es - Schirm sei Dank - zur Bushaltestelle geschafft und bin auf dem Weg nach Zürich an übervollen Kanälen und überschwemmten Felder, in denen Enten und Traktore schwammen, vorbeigefahren. In einem SBB Wagen, der ... Nein, ich sage nichts dazu, ich lasse mal das Bild sprechen:
In Basel stieg ich in den ICE und guckte dann aber erst einmal sicherheitshalber zwei Mal nach, ob ich nicht aus Versehen in der ersten Klasse gelandet war. War ich nicht. Auch in der zweiten Klasse sah es total sauber und schniek aus! Das Beste: Ich konnte von Basel direkt nach Hanau fahren, wo mich Autorenkollegin Jutta Wilke am Bahnhof abholte. Sie hat ihr Haus für die Zeit der Messe in eine Herberge für Büchermenschen umgewandelt - was für eine tolle Idee!
An der Messe habe ich hauptsächlich Leute getroffen. Ich habe mich von den Büchern und den RIESIGEN Hallen gar nicht erst überfordern lassen, sondern habe eigentlich kaum Bücher angeschaut (es waren einfach viel zu viele) und von den Hallen habe ich nur einen kleinen Bruchteil besucht. Unter anderem den Stand des Schweizer Buchhändler- und Verlegerverbands, an dem ich in den ganzen 30 Minuten, in denen ich mich interessiert umgesehen und auch das eine oder andere Buch in die Hand genommen und reingelesen habe, von keinem der zeitungslesenden Standbetreuer auch nur angeguckt wurde - geschweige denn mit einem freundlichen "Grüezi" bedacht wurde. Passt irgendwie zum SBB Wagen, in dem ich nach Basel gefahren bin. Witziger war's nur noch bei den Liechtensteinern. Die wussten auf mein fröhliches "Grüezi, ich komme gleich von der anderen Seite des Rheins" gar nichts zu sagen, sondern widmeten sich nach einer etwas irritierten Antwort wieder ihrem Computer. Auf so viel Sprachlosigkeit wusste auch ich keine Antwort und verzog mich wieder.
Zum Glück bin ich ein paar Meter weiter beim Liechtensteiner Stand meiner stets wunderbar witzigen Kollegin Inge Lütt über die Füsse gestolpert. Wir entschieden uns statt für Bücher für Spaghetti und einen herzhaften Schwatz! Die Schweizer Landesehre (sozusagen) gerettet haben Kollege Stephan Sigg und Elena Rutman vom Radio sfr, für die ich die Villa Wahnsinn machen durfte. Mit Stephan habe ich Kaffee getrunken und mit Elena war ich an der Verleihung zum deutschen Jugendliteraturpreis (war das schöööööön - so feierlich, und trotzdem witzig und unterhaltsam).
Beim Autorenessen unseres Schreibforums waren 30 Autorinnen und Autoren vertreten. Ich war überwältigt von der schieren Grösse der Gruppe und konnte mich nicht einmal mehr an einzelne Namen erinnern. Nächstes Jahr bastle ich mir deshalb ein Memory aus den Avataren und Bildern der Forenmitgliedern und übe damit vor der Messe. Es war einfach unglaublich, all diese Kollegen aus ganz Deutschland zu treffen und mich mit ihnen zu unterhalten. Ein weiteres Treffen, eins mit Menschen, die mit Kinder- und Jugendbüchern arbeiten, hat Stefanie Leo von den Bücherkindern organsisiert. Auch da kam es zu weiteren Begegnungen mit Autoren und Buchschaffenden. Aus nicht wenigen virtuellen Bekanntschaften sind nun Echt-Bekanntschaften geworden.
Beim Thienemann Verlag bin ich gleich ein paar Mal vorbeigegangen. Ich habe die tollen Bücher bewundert und mich mit Thienemännern- und Thienefrauen aus dem Vertrieb, dem Marketing und dem Lektorat unterhalten. Die Stimmung am Stand war fantastisch - genauso wie der Stand selber. Der Verlag ist in einer riesigen, optimistischen Aufbruchphase und ich freue mich, ein Teil davon zu sein. Das da, das sind meine Lektorin Carolin Böttler und ich:
Ein Higlight der Messe war das Treffen mit meinem absoluten Lieblingsautor Kevin Brooks. Ich traf ihn nach seinem Livechat bei der ARD (das heisst: eigentlich während des Online-Livechats - wir haben es geschafft, beim Begrüssungshug das Wasserglas umzukippen ...).
Was auch noch war: Die Besichtigung des kleinsten und schönsten Buchladens in Büdingen (den von Jutta Wilke und Reiner Brewersdorff), müde Füsse, grüner Likör, den man nicht trinken kann, der aber so schön giftig aussieht, Stefanie Leos verlorenes iPhone, nettes Bedienungspersonal im Cafe Aubergine bei der Jugendbuchhalle, die unter Wasser gesetzte Halle des Gastlands Neuseeland, die ich mir zwei Tage lang angucken wollte und die ich dann doch nicht gesehen habe, das spontan abgemachte Gespräch mit Vero Engelken vom Thalia Bahnhofsladen in Bern, spannende Podiumsdiskussionen und Lesungen, ein 10-jähriger Junge mit bestimmt 100 Schwimmedaillen an der Tür, der mir sein Zimmer zum Schlafen überlassen hat (DANKE) und ein Buch (mit Widmung) auf das und über das ich mich total freue.
Kurz und knapp zusammengefasst: Es war eine Messe der Begegnungen und Gespräche - und ich will da nächstes Jahr unbedingt wieder hin. Unbedingt!!!
Ich habe es - Schirm sei Dank - zur Bushaltestelle geschafft und bin auf dem Weg nach Zürich an übervollen Kanälen und überschwemmten Felder, in denen Enten und Traktore schwammen, vorbeigefahren. In einem SBB Wagen, der ... Nein, ich sage nichts dazu, ich lasse mal das Bild sprechen:
In Basel stieg ich in den ICE und guckte dann aber erst einmal sicherheitshalber zwei Mal nach, ob ich nicht aus Versehen in der ersten Klasse gelandet war. War ich nicht. Auch in der zweiten Klasse sah es total sauber und schniek aus! Das Beste: Ich konnte von Basel direkt nach Hanau fahren, wo mich Autorenkollegin Jutta Wilke am Bahnhof abholte. Sie hat ihr Haus für die Zeit der Messe in eine Herberge für Büchermenschen umgewandelt - was für eine tolle Idee!
An der Messe habe ich hauptsächlich Leute getroffen. Ich habe mich von den Büchern und den RIESIGEN Hallen gar nicht erst überfordern lassen, sondern habe eigentlich kaum Bücher angeschaut (es waren einfach viel zu viele) und von den Hallen habe ich nur einen kleinen Bruchteil besucht. Unter anderem den Stand des Schweizer Buchhändler- und Verlegerverbands, an dem ich in den ganzen 30 Minuten, in denen ich mich interessiert umgesehen und auch das eine oder andere Buch in die Hand genommen und reingelesen habe, von keinem der zeitungslesenden Standbetreuer auch nur angeguckt wurde - geschweige denn mit einem freundlichen "Grüezi" bedacht wurde. Passt irgendwie zum SBB Wagen, in dem ich nach Basel gefahren bin. Witziger war's nur noch bei den Liechtensteinern. Die wussten auf mein fröhliches "Grüezi, ich komme gleich von der anderen Seite des Rheins" gar nichts zu sagen, sondern widmeten sich nach einer etwas irritierten Antwort wieder ihrem Computer. Auf so viel Sprachlosigkeit wusste auch ich keine Antwort und verzog mich wieder.
Zum Glück bin ich ein paar Meter weiter beim Liechtensteiner Stand meiner stets wunderbar witzigen Kollegin Inge Lütt über die Füsse gestolpert. Wir entschieden uns statt für Bücher für Spaghetti und einen herzhaften Schwatz! Die Schweizer Landesehre (sozusagen) gerettet haben Kollege Stephan Sigg und Elena Rutman vom Radio sfr, für die ich die Villa Wahnsinn machen durfte. Mit Stephan habe ich Kaffee getrunken und mit Elena war ich an der Verleihung zum deutschen Jugendliteraturpreis (war das schöööööön - so feierlich, und trotzdem witzig und unterhaltsam).
Beim Autorenessen unseres Schreibforums waren 30 Autorinnen und Autoren vertreten. Ich war überwältigt von der schieren Grösse der Gruppe und konnte mich nicht einmal mehr an einzelne Namen erinnern. Nächstes Jahr bastle ich mir deshalb ein Memory aus den Avataren und Bildern der Forenmitgliedern und übe damit vor der Messe. Es war einfach unglaublich, all diese Kollegen aus ganz Deutschland zu treffen und mich mit ihnen zu unterhalten. Ein weiteres Treffen, eins mit Menschen, die mit Kinder- und Jugendbüchern arbeiten, hat Stefanie Leo von den Bücherkindern organsisiert. Auch da kam es zu weiteren Begegnungen mit Autoren und Buchschaffenden. Aus nicht wenigen virtuellen Bekanntschaften sind nun Echt-Bekanntschaften geworden.
Beim Thienemann Verlag bin ich gleich ein paar Mal vorbeigegangen. Ich habe die tollen Bücher bewundert und mich mit Thienemännern- und Thienefrauen aus dem Vertrieb, dem Marketing und dem Lektorat unterhalten. Die Stimmung am Stand war fantastisch - genauso wie der Stand selber. Der Verlag ist in einer riesigen, optimistischen Aufbruchphase und ich freue mich, ein Teil davon zu sein. Das da, das sind meine Lektorin Carolin Böttler und ich:
Ein Higlight der Messe war das Treffen mit meinem absoluten Lieblingsautor Kevin Brooks. Ich traf ihn nach seinem Livechat bei der ARD (das heisst: eigentlich während des Online-Livechats - wir haben es geschafft, beim Begrüssungshug das Wasserglas umzukippen ...).
Was auch noch war: Die Besichtigung des kleinsten und schönsten Buchladens in Büdingen (den von Jutta Wilke und Reiner Brewersdorff), müde Füsse, grüner Likör, den man nicht trinken kann, der aber so schön giftig aussieht, Stefanie Leos verlorenes iPhone, nettes Bedienungspersonal im Cafe Aubergine bei der Jugendbuchhalle, die unter Wasser gesetzte Halle des Gastlands Neuseeland, die ich mir zwei Tage lang angucken wollte und die ich dann doch nicht gesehen habe, das spontan abgemachte Gespräch mit Vero Engelken vom Thalia Bahnhofsladen in Bern, spannende Podiumsdiskussionen und Lesungen, ein 10-jähriger Junge mit bestimmt 100 Schwimmedaillen an der Tür, der mir sein Zimmer zum Schlafen überlassen hat (DANKE) und ein Buch (mit Widmung) auf das und über das ich mich total freue.
Kurz und knapp zusammengefasst: Es war eine Messe der Begegnungen und Gespräche - und ich will da nächstes Jahr unbedingt wieder hin. Unbedingt!!!
Mittwoch, 10. Oktober 2012
Frankfurter Buchmesse
In 1 1/2 Stunden geht's los. Wie ich zum Bahnhof komme, weiss ich noch nicht. Es schüttet immer mal wieder heftigst vom Himmel. Vielleicht schwimme ich :-)
Nach Frankfurt fahre ich in erster Linie, um Autorenkolleginnen zu treffen - und natürlich auch ein paar Autorenkollegen. Die Frauen sind jedoch deutlich in der Überzahl. Dann freue ich mich auf die Begegnungen mit den Thienefrauen und Thienemännern und ich habe noch - minim wenige - offizielle Termine abgemacht, zum Beispiel mit meiner tollen Agentin Michaela Hanauer. Für die Nächte untergekommen bin ich bei Autorenkollegin Jutta Wilke, die ihr Haus für die Zeit der Buchmesse zu einer Art Herberge für Büchermenschen umfunktioniert hat. Darauf freue ich mich ganz besonders.
Die riesigen Messehallen und die unendlich vielen Leute müsste ich eigentlich nicht haben. Das ist mir viel zu viel Trubel, Hektik und Gedränge. Und die unendlich vielen Bücher werden mich sowieso überfordern.
Jetzt noch packen ... und dann zum Bahnhof schwimmen.
Nach Frankfurt fahre ich in erster Linie, um Autorenkolleginnen zu treffen - und natürlich auch ein paar Autorenkollegen. Die Frauen sind jedoch deutlich in der Überzahl. Dann freue ich mich auf die Begegnungen mit den Thienefrauen und Thienemännern und ich habe noch - minim wenige - offizielle Termine abgemacht, zum Beispiel mit meiner tollen Agentin Michaela Hanauer. Für die Nächte untergekommen bin ich bei Autorenkollegin Jutta Wilke, die ihr Haus für die Zeit der Buchmesse zu einer Art Herberge für Büchermenschen umfunktioniert hat. Darauf freue ich mich ganz besonders.
Die riesigen Messehallen und die unendlich vielen Leute müsste ich eigentlich nicht haben. Das ist mir viel zu viel Trubel, Hektik und Gedränge. Und die unendlich vielen Bücher werden mich sowieso überfordern.
Jetzt noch packen ... und dann zum Bahnhof schwimmen.
Montag, 8. Oktober 2012
Chaotin mit Vorsatz zu sein ist gar nicht so einfach
So.
Da sass also Frau Chaotin. Im Hinblick auf das neue, sehr intensive
Projekt willig und bereit, dem Chaotentum den Kampf anzusagen und
vorauszuplanen. Alle angestrebten Seitenzahlen schön aufgeschrieben (na ja, zumindest bis Ende
Januar; weiter zu gehen hätte die Frau Chaotin schon fast als übermütig
todesmutig angesehen). An die aufgeräumte Pinnwand über den aufgeräumten
Schreibtisch gehängt. Kommt Herr Ehemann. Staunt ob der Ordnung. Guckt
an die Pinnwand. Und fragt ... (ratet mal ...)
Sonntag, 7. Oktober 2012
Vom täglichen Schreiben, vom Lesen und warum der Beruf Autorin nichts mit Zuckerwatte zu tun hat
Gestern versprochen, heute das Einlösen des Versprechens. Weiter geht es in der Rubrik 81 Fragen an ...
Ich habe keine fixe Schreibstundenzahl, genauso wie ich keine fixen Schreibzeiten habe. Das gehört für mich zur Freiheit meines Berufs. Wer nun denkt "Coole Sache" hat recht und auch nicht. Denn am Ende wartet immer ein Abgabetermin auf mich, der eingehalten werden will - und wenn ich am Anfang eines Projekts zu wenig schreibe, dann muss ich halt gegen Ende mehr schreiben (meine Familie kann ganze Lieder zu diesem Thema singen). Ich lerne mit jedem Buchprojekt dazu. Mittlerweile setze ich mir eine Wochenseitenzahl als Ziel. Aber auch diese Seitenzahl ist nicht jede Woche gleich. Wenn ich Lesungen habe und kaum zum Schreiben komme, ist sie tiefer, wenn ich wenig oder keine Termine habe, ist sie höher. Weil Schreiben aber keine automatisierte Maschinenarbeit ist, sind auch die Seitzenzahlen nur Hilfsrichtlinien, an denen ich mich entlanghangle.
JA. Ein grosses, überzeugtes, definitives JA!
Nein. Ich bin auch nicht bewusst Autorin geworden. Ich wollte Geschichten schreiben, irgendwann war es eine lange Geschichte und weil sie fertig geworden war (es ist gar nicht so einfach, eine lange Geschichte fertig zu schreiben) und ich schon immer ein sehr neugieriger Mensch gewesen bin, versuchte ich, einen Verlag für diese Geschichte zu finden. Ich wusste, wie schwierig das war, denn zu dem Zeitpunkt, an dem ich einen Verlag suchte, schrieb ich schon seit fünf Jahren und hatte in Schreibforen viel über das Verlagswesen gelernt. Nach dem Motto: Du hast keine Chance, nutze sie, bin ich auf Verlagssuche gegangen. Ich hatte das grosse Glück, einen Verlag zu finden ... tja, und dann gabs ein Buch von mir (Blackout) und ich war Autorin. Das bedeutete aber noch lange nicht, dass ich von meinem Beruf auch leben konnte. Bis es so weit war, dauerte es noch einmal eine Weile. Und heute? Heute ist Autorin wirklich ein Wunschberuf. Ich nenne es nicht gerne Traumberuf, denn Autorin zu sein bedeutet, ein Leben auf einer Achterbahn zu führen, ohne Sicherheiten. Wer da nicht pragmatisch und realistisch ist und mit beiden Beinen auf dem Boden steht, hat es nicht ganz einfach. Traumberuf klingt für mich zu locker-flockig-zuckerwattig für das, was ich mache.
Ich habe keine fixe Schreibstundenzahl, genauso wie ich keine fixen Schreibzeiten habe. Das gehört für mich zur Freiheit meines Berufs. Wer nun denkt "Coole Sache" hat recht und auch nicht. Denn am Ende wartet immer ein Abgabetermin auf mich, der eingehalten werden will - und wenn ich am Anfang eines Projekts zu wenig schreibe, dann muss ich halt gegen Ende mehr schreiben (meine Familie kann ganze Lieder zu diesem Thema singen). Ich lerne mit jedem Buchprojekt dazu. Mittlerweile setze ich mir eine Wochenseitenzahl als Ziel. Aber auch diese Seitenzahl ist nicht jede Woche gleich. Wenn ich Lesungen habe und kaum zum Schreiben komme, ist sie tiefer, wenn ich wenig oder keine Termine habe, ist sie höher. Weil Schreiben aber keine automatisierte Maschinenarbeit ist, sind auch die Seitzenzahlen nur Hilfsrichtlinien, an denen ich mich entlanghangle.
JA. Ein grosses, überzeugtes, definitives JA!
Nein. Ich bin auch nicht bewusst Autorin geworden. Ich wollte Geschichten schreiben, irgendwann war es eine lange Geschichte und weil sie fertig geworden war (es ist gar nicht so einfach, eine lange Geschichte fertig zu schreiben) und ich schon immer ein sehr neugieriger Mensch gewesen bin, versuchte ich, einen Verlag für diese Geschichte zu finden. Ich wusste, wie schwierig das war, denn zu dem Zeitpunkt, an dem ich einen Verlag suchte, schrieb ich schon seit fünf Jahren und hatte in Schreibforen viel über das Verlagswesen gelernt. Nach dem Motto: Du hast keine Chance, nutze sie, bin ich auf Verlagssuche gegangen. Ich hatte das grosse Glück, einen Verlag zu finden ... tja, und dann gabs ein Buch von mir (Blackout) und ich war Autorin. Das bedeutete aber noch lange nicht, dass ich von meinem Beruf auch leben konnte. Bis es so weit war, dauerte es noch einmal eine Weile. Und heute? Heute ist Autorin wirklich ein Wunschberuf. Ich nenne es nicht gerne Traumberuf, denn Autorin zu sein bedeutet, ein Leben auf einer Achterbahn zu führen, ohne Sicherheiten. Wer da nicht pragmatisch und realistisch ist und mit beiden Beinen auf dem Boden steht, hat es nicht ganz einfach. Traumberuf klingt für mich zu locker-flockig-zuckerwattig für das, was ich mache.
Samstag, 6. Oktober 2012
Virtuelles Aufräumen
Ich räume auf. Virtuell. Weil nicht wenige Dinge liegen geblieben oder gar vergessen worden sind. Deshalb werde ich die nächsten paar Tage nutzen, an meinen Webseiten zu feilen.
Mit den Leseterminen bin ich auf dem neusten Stand (mit Ausnahme einer Lesung nächsten Juli in Bozen). Die Rubrik 81 Fragen habe ich ebenfalls auf den neusten Stand gebracht, habe aber festgestellt, dass da noch eine ganze Menge Antworten fehlen. Da muss ich wieder ran.
Dann möchte ich im Blog ein paar Dinge ändern / ergänzen. Dazu muss ich mir aber noch Gedanken machen.
Meine Webseite ist immer noch meine Webseite. Total veraltet, total unpraktisch ... aber ich mag sie immer noch. Also gucke ich mal, was dort alles noch fehlt und überlege mir zum umpften Mal, ob ich sie nicht doch löschen / ersetzen soll. Ich selber bin nur noch dort, wenn ich Termine eintrage und neue Bücher hochlade, aber ich sehe an den Statistiken, dass sehr viele Blogbesucher über die Webseite kommen.
Mit den Leseterminen bin ich auf dem neusten Stand (mit Ausnahme einer Lesung nächsten Juli in Bozen). Die Rubrik 81 Fragen habe ich ebenfalls auf den neusten Stand gebracht, habe aber festgestellt, dass da noch eine ganze Menge Antworten fehlen. Da muss ich wieder ran.
Dann möchte ich im Blog ein paar Dinge ändern / ergänzen. Dazu muss ich mir aber noch Gedanken machen.
Meine Webseite ist immer noch meine Webseite. Total veraltet, total unpraktisch ... aber ich mag sie immer noch. Also gucke ich mal, was dort alles noch fehlt und überlege mir zum umpften Mal, ob ich sie nicht doch löschen / ersetzen soll. Ich selber bin nur noch dort, wenn ich Termine eintrage und neue Bücher hochlade, aber ich sehe an den Statistiken, dass sehr viele Blogbesucher über die Webseite kommen.
Montag, 1. Oktober 2012
Donnerstag, 27. September 2012
So sieht das aus ...
... wenn ich in den Bergen überarbeite.
PS: Die Zettelchen kleben in der Schale, weil ich ab und zu den Arbeitsplatz wechsle - samt Zettelchen.
PPS: Die Keksdose ist blöderweise leer.
PS: Die Zettelchen kleben in der Schale, weil ich ab und zu den Arbeitsplatz wechsle - samt Zettelchen.
PPS: Die Keksdose ist blöderweise leer.
Dienstag, 25. September 2012
Mit dem Überarbeiten ...
... ist es wie mit diesen Beeren. Wenn man beginnt, findet man reife Stellen, an denen man sich freut. Solche, die noch reifen müssen. Und dazwischen immer wieder Stacheln, an denen man sich ritzt. Ich fahre jetzt in die Berge. Zu den Beeren. Und zur allerletzten Feinschleifrunde, bevor ich den Text abgebe.
Montag, 24. September 2012
good news, bad news ... und schreiben
Ich kann nicht sagen, dass mein Leben im Moment nicht aufregend ist. Ich kann auch nicht sagen, dass ich mich grad nicht aufrege :-)
Aufregend ist das Leben aus vielen Gründen: Ich bin im End-Endspurt meines neuen Mauskripts, diese Woche erscheint mein neues Buch, mein Buchtrailer ist auf der Zielgerade, eine gute Freundin hat gerade tolle Neuigkeiten gemailt, morgen kann ich endlich wieder in die Berge und vielleicht schaffe ich es sogar, mich endlich um die Frankfurter Buchmesse zu kümmern - ein Plätzchen zum Schlafen habe ich, der tollen Freundin sei Dank.
Aufgeregt habe ich mich auch. Und ich rege mich immer noch auf. Dabei wollte ich mich doch in Gelassenheit üben. Aber eben, wollen und können sind manchmal zwei verschiedene Paar Schuhe. Auf jeden Fall habe ich letzte Woche wieder einmal einen etwas härteren beruflichen Lernprozess hinter mich gebracht (es ging um Veranstaltungshonorare). Mitten in diesem Ärger fiel mir ein Berufsschüler aus Luzern ein, der mir bei einer meiner ungewöhnlichsten und gleichzeitig spannendsten Lesungen eingeschärft hatte, meine Verträge immer GENAU zu studieren. Normalerweise mache ich das auch. Diesmal nicht. Ich füge an: Diesmal das allerletzte Mal nicht.
So, und jetzt gehe ich Feinschleifen. Am Donnerstagabend will ich mein Manuskript abschicken - mit einer kleinen Hintertür: Sonntagabend ginge auch noch.
Aufregend ist das Leben aus vielen Gründen: Ich bin im End-Endspurt meines neuen Mauskripts, diese Woche erscheint mein neues Buch, mein Buchtrailer ist auf der Zielgerade, eine gute Freundin hat gerade tolle Neuigkeiten gemailt, morgen kann ich endlich wieder in die Berge und vielleicht schaffe ich es sogar, mich endlich um die Frankfurter Buchmesse zu kümmern - ein Plätzchen zum Schlafen habe ich, der tollen Freundin sei Dank.
Aufgeregt habe ich mich auch. Und ich rege mich immer noch auf. Dabei wollte ich mich doch in Gelassenheit üben. Aber eben, wollen und können sind manchmal zwei verschiedene Paar Schuhe. Auf jeden Fall habe ich letzte Woche wieder einmal einen etwas härteren beruflichen Lernprozess hinter mich gebracht (es ging um Veranstaltungshonorare). Mitten in diesem Ärger fiel mir ein Berufsschüler aus Luzern ein, der mir bei einer meiner ungewöhnlichsten und gleichzeitig spannendsten Lesungen eingeschärft hatte, meine Verträge immer GENAU zu studieren. Normalerweise mache ich das auch. Diesmal nicht. Ich füge an: Diesmal das allerletzte Mal nicht.
So, und jetzt gehe ich Feinschleifen. Am Donnerstagabend will ich mein Manuskript abschicken - mit einer kleinen Hintertür: Sonntagabend ginge auch noch.
Samstag, 22. September 2012
Der Showdown
Das Ende. Der Showdown. Aber irgendwas fehlt
noch. Ein Puzzleteil. Ein roter Faden, der nicht stark genug verknotet
ist. Ich bin ihm auf der Spur. Ausserdem merke ich gerade, dass ich in
meinem Überarbeitungskürzungsrausch eine Schlüsselstelle zu viel aus dem
Manuskript genommen habe. Die muss wieder rein.
Gestern habe ich eine WUNDERBARE Stelle streichen müssen, weil sie nicht (mehr) dorthin gepasst hat, wo ich sie hatte. Dann stellte ich ungefähr 20 Seiten später fest, dass da genau eine solche Stelle fehlte. Zum Glück habe ich eine Datei, in der ich alle aus dem Manuskript gelöschten Seiten aufbewahre. Und zum Glück gibt's copy&paste.
So, und jetzt mal wieder an die Arbeit.
Gestern habe ich eine WUNDERBARE Stelle streichen müssen, weil sie nicht (mehr) dorthin gepasst hat, wo ich sie hatte. Dann stellte ich ungefähr 20 Seiten später fest, dass da genau eine solche Stelle fehlte. Zum Glück habe ich eine Datei, in der ich alle aus dem Manuskript gelöschten Seiten aufbewahre. Und zum Glück gibt's copy&paste.
So, und jetzt mal wieder an die Arbeit.
Donnerstag, 20. September 2012
Kurz vor Manuskriptabgabe
Es ist wie jedes Mal. Je näher ich der Manuskriptabgabe komme, desto weiter entschwindet das "Leben da draussen." Natürlich nehme ich Termine wahr, erledige Administration, bügle Wäsche, lenke mich ab und zu im Internet ab usw, aber eigentlich lebe ich in diesen Tagen in meinem Text. Alles andere sind Unterbrechungen.
Montag, 10. September 2012
Ostschweizer Autorentreffen, Villa Wahnsinn und überarbeiten
Am Freitag bin ich zum ersten Ostschweizer Autorenapero gefahren. Am Steuer sass allerdings nicht ich, sondern ein neuer Autorenkollege, den ich bei einer Lesung in Walenstadt kennengelernt habe. Die Zeit verging wie im Flug. Unsere Unterhaltung war wesentlich angeregter und lebhafter als das Navi in Toms Gefährt, was zur Folge hatte, dass wir unser Ziel erst einmal verfehlten (über den Heimweg legen wir diskret den Mantel des Schweigens, so falsch kann man nicht mal ohne Navi fahren!).
Unter der Federführung der Gesellschaft für deutsche Sprache und Literatur trafen sich 35 Ostschweizer Autoren und Autorinnen zu einer ersten Kennenlernrunde. 60 haben sich auf der neuen Webseite Literaturnetz Ostschweiz eingetragen, die morgen online gehen wird. Das zeigt, wie gross das Bedürfnis der Autoren ist, sich kennenzulernen und zu vernetzen. Am Anlass waren alle Altersgruppen vertreten, der Austausch war rege, das Aufeinanderzugehen offen und interessiert. Das Literaturnetz Ostschweiz wird auf drei Standbeinen stehen: Treffen für den Austausch untereinander, Workshops und Veranstaltungen.
(Zwischenbemerkung: Tom hat ebenfalls über unsere Fahrt und den Anlass gebloggt.)
Themenwechsel.
Heute Abend geht die erste Folge der "Villa Wahnsinn" über den Äther. Die 10 Geschichten um Kevin, der mit seinem Vater, seiner Schwester und ihrem Hündchen Fiffy-Belle in die tiefste Pama (=Kuhschweiz) ziehen muss, werden in den nächsten zwei Wochen jeweils von Montag bis Freitag auf Radio DRS, im Kinderprogramm ZAMBO zwischen 19.00 und 20.00 Uhr ausgestrahlt. Man kann die Folgen auch auf der ZAMBO Webseite hören.
Und nochmals Themenwechsel:
Überarbeitungsrunde 2 ist abgeschlossen. Es geht in die 3. Runde, die Feinschliffrunde.Die mache ich auf Papier.
Unter der Federführung der Gesellschaft für deutsche Sprache und Literatur trafen sich 35 Ostschweizer Autoren und Autorinnen zu einer ersten Kennenlernrunde. 60 haben sich auf der neuen Webseite Literaturnetz Ostschweiz eingetragen, die morgen online gehen wird. Das zeigt, wie gross das Bedürfnis der Autoren ist, sich kennenzulernen und zu vernetzen. Am Anlass waren alle Altersgruppen vertreten, der Austausch war rege, das Aufeinanderzugehen offen und interessiert. Das Literaturnetz Ostschweiz wird auf drei Standbeinen stehen: Treffen für den Austausch untereinander, Workshops und Veranstaltungen.
(Zwischenbemerkung: Tom hat ebenfalls über unsere Fahrt und den Anlass gebloggt.)
Themenwechsel.
Heute Abend geht die erste Folge der "Villa Wahnsinn" über den Äther. Die 10 Geschichten um Kevin, der mit seinem Vater, seiner Schwester und ihrem Hündchen Fiffy-Belle in die tiefste Pama (=Kuhschweiz) ziehen muss, werden in den nächsten zwei Wochen jeweils von Montag bis Freitag auf Radio DRS, im Kinderprogramm ZAMBO zwischen 19.00 und 20.00 Uhr ausgestrahlt. Man kann die Folgen auch auf der ZAMBO Webseite hören.
Und nochmals Themenwechsel:
Überarbeitungsrunde 2 ist abgeschlossen. Es geht in die 3. Runde, die Feinschliffrunde.Die mache ich auf Papier.
Sonntag, 2. September 2012
Emotionales Achterbahnfahren
Wer emotionales Achterbahnfahren liebt, der sollte Autor werden :-)
(Anmerkung an mich selber, falls ich es je vergesse: Das ist einer der Gründe, weshalb ich Autorin bin.)
Es gibt Monate, die werden von Lesungen diktiert, andere von intensivem Schreiben, andere von genauso intensivem Überarbeiten, wieder andere von langwierigen Verhandlungen, Höhenflügen oder Abstürzen, Flauten oder absoluten Stressphasen. Öfters ist es auch eine Kombination von mehr als einem dieser Faktoren.
Lesemässig läuft bei mir im September ... NICHTS. Das ist gut so. Nicht für die Einnahmen, aber für das Schreiben. Dafür ist dieser September einer der allerspannendsten, die ich je erleben durfte. Guckt mal rechts rüber zur Pinwand.
Am 7. September treffen sich zum ersten Mal die Ostschweizer Autorinnen und Autoren. JA! Wir schliessen uns zusammen, lernen einander kennen, netzwerken, werden gemeinsame Projekte auf die Beine stellen usw. Ich freue mich riesig darauf. Nicht zuletzt, weil ich manchmal denke, dass die Ostschweiz als Literaturzone gar nicht existiert. Nicht, weil bei uns niemand schreibt, im Gegenteil. Sondern weil wir zu weit weg von den Zentren sind.
Dann kommen gleich zwei Höhepunkte zusammen:
Die Hörserie, die ich letztes Jahr für Radio DRS geschrieben habe, wird diesen September ausgestrahlt. Mehr dazu gibt es dann in separaten Blogeinträgen. Und mein neues Buch Matchbox Boy erscheint.
Last, but not least, darf ich in Murten für Petra Ivanov einspringen und ihre Workshops übernehmen (die sie gerne gehalten hätte, aber es gab eine Terminkollision). Und so halte ich an der Jahrestagung des SIKJM (Schweizer Institut für Kinder- und Jugendbuchmedien) drei Workshops zum Thema Spannung.
An der Überarbeitungsfront läuft alles nach Plan. Runde 1 ist abgeschlossen. Ich bin in Runde 2. Auch dazu werde ich in einem separaten Eintrag mehr schreiben.
Was für ein Monat!!!
(Anmerkung an mich selber, falls ich es je vergesse: Das ist einer der Gründe, weshalb ich Autorin bin.)
Es gibt Monate, die werden von Lesungen diktiert, andere von intensivem Schreiben, andere von genauso intensivem Überarbeiten, wieder andere von langwierigen Verhandlungen, Höhenflügen oder Abstürzen, Flauten oder absoluten Stressphasen. Öfters ist es auch eine Kombination von mehr als einem dieser Faktoren.
Lesemässig läuft bei mir im September ... NICHTS. Das ist gut so. Nicht für die Einnahmen, aber für das Schreiben. Dafür ist dieser September einer der allerspannendsten, die ich je erleben durfte. Guckt mal rechts rüber zur Pinwand.
Am 7. September treffen sich zum ersten Mal die Ostschweizer Autorinnen und Autoren. JA! Wir schliessen uns zusammen, lernen einander kennen, netzwerken, werden gemeinsame Projekte auf die Beine stellen usw. Ich freue mich riesig darauf. Nicht zuletzt, weil ich manchmal denke, dass die Ostschweiz als Literaturzone gar nicht existiert. Nicht, weil bei uns niemand schreibt, im Gegenteil. Sondern weil wir zu weit weg von den Zentren sind.
Dann kommen gleich zwei Höhepunkte zusammen:
Die Hörserie, die ich letztes Jahr für Radio DRS geschrieben habe, wird diesen September ausgestrahlt. Mehr dazu gibt es dann in separaten Blogeinträgen. Und mein neues Buch Matchbox Boy erscheint.
Last, but not least, darf ich in Murten für Petra Ivanov einspringen und ihre Workshops übernehmen (die sie gerne gehalten hätte, aber es gab eine Terminkollision). Und so halte ich an der Jahrestagung des SIKJM (Schweizer Institut für Kinder- und Jugendbuchmedien) drei Workshops zum Thema Spannung.
An der Überarbeitungsfront läuft alles nach Plan. Runde 1 ist abgeschlossen. Ich bin in Runde 2. Auch dazu werde ich in einem separaten Eintrag mehr schreiben.
Was für ein Monat!!!
Donnerstag, 30. August 2012
Es gibt ...
... Buchtitel, bei denen ich wünschte, sie wären meine. Zum Beipiel den da.
Und es gibt Trailer, von denen ich wünschte, sie wären von mir. Zum Beispiel den da:
Und es gibt Trailer, von denen ich wünschte, sie wären von mir. Zum Beispiel den da:
Mittwoch, 29. August 2012
Das ist das Ende
Jetzt online: Die Leseprobe zu meinem neuen Buch, das Ende September raus kommt. Lust auf mehr: Hier klicken.
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