Donnerstag, 25. Mai 2017

Fundstück Nr. 61

Wieder einmal ein Fundstück mit Text. Weil es sein muss.

Nach einem dreiwöchigen Lesungsmarathon gönnte ich mir eine Auszeit. Zusammen mit Herrn Ehemann fuhr ich nach Meran. Die Stadt ist eine Schönheit, die Landschaft, in der sie liegt einzigartig. Wir wanderten, sassen in Strassencafés, und assen in von Einheimischen empfohlenen Restaurants. Die Unterkunft war ein Traum. Alles war perfekt. So wunderschön, dass es mir mehr als einmal den Atem raubte.

Und dann kam der Anschlag in Manchester. Er nahm mir den Atem, aber auf eine ganz andere Art und Weise. Mir schnürte es das Herz zu, weil ich einfach nicht begreife, wie man von einem so zerstörerischen Hass besessen sein kann, in einer Welt, die eigentlich so schön wäre. In einer Welt, in der wir doch alle einfach eins wollen: Liebe und Frieden.

Beim Spazieren stiess ich auf die Bank im Foto, samt dem Gartenwerkzeug. Danach dachte ich den ganzen Tag darüber nach, wie viel friedlicher die Welt wäre, wenn wir alle Poeten und Gärtner wären. Wir müssten beides nicht einmal besonders gut können. Nur versuchen.

1 Kommentar:

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Nicht verstehen,
liebe Alice,
nicht begreifen. Und immer wieder das 'Dennoch'!
Im Moment lese ich täglich etwas von Astrid Lindgren.
Gedanken aus Interviews.
Zeilen aus ihren Büchern. Für Kinder (und wohl auch für mich...) ge-
schrieben.

"Freud und Leid reichen einander die Hand -
manche Tage sind schwarz und voller Trübsal
und sie können kommen, wenn man es am wenigsten erwartet."

aus 'Ferien auf Saltkrokan'

Sei ganz herzlich gegrüsst
Hausfrau Hanna