Freitag, 24. Mai 2013

Freizeitkampf

Man wandert nicht mehr, man (frau) kampfwandert. Ob man die Natur dabei noch sieht, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber vielleicht kann man damit ja den Arbeitsstress am Wochenende in Wanderstress umsetzen. Hauptsache Stress und schnell, schneller am schnellsten. Nicht zu vergessen: weit, weiter am weitesten oder vielleicht auch hoch, höher am höchsten.

Womit wir beim Mt. Everest sind. Da waren kürzlich: Eine Beinamputierte und ein 80-jähriger. Ich frag mich, warum man als normaler Mensch überhaupt noch rauf wollen soll. Ausser man ist Kampfwanderer. Oder hat am linken Fuss acht Zehen. Dann wäre man der erste achtzehige Mensch auf dem Mt. Everest und fände Eintrag in das Buch der Weltrekorde.

Ganz schön stressig, diese Kampf-Freizeit.

Kommentare:

Jutta Wilke hat gesagt…

Du könntest auf dem Mt. Everest einen Roman schreiben. Im Sauerstoffzelt. Und das dann in Echtzeit vom Berg aus ins Netz stellen. Es gibt doch Internet auf dem Mt. Everest oder? Dann wärst du die erste schreibende Kampfwanderin, fändest Eintrag in das Buch der Weltrekorde und keiner würde dich mehr für einen normalen Menschen halten. Wobei ... "normal" sind wir ja eh nicht, wir Kinder- und Jugendbuchautoren. Und der Mt. Everest als Herausforderung ist für uns geradezu lächerlich.

Herzliche Grüße von einer Kampf-Schreiberin

Jutta

Annette Weber hat gesagt…

Ich kenne auch diese Biker. Da trödelt man mit dem Rad durch die Botanik und schwupps, rast einer vorbei. Und dann noch einer. Und noch einer. Und du fragst dich, wo wollen die denn hin? Und warum stressen sie sich so?
Gruß Annette