Samstag, 2. April 2011

Am Mittwoch, auf der Rolltreppe ...

... im Bahnhof Basel, da traf mich wie der Blitz ein Gedanke.
"Das also ist jetzt dein normales Leben."
Ich war am Dienstag angereist, hatte dann drei Lesungen. Übernachtung im Hotel. Danach zwei Lesungen am Mittwochmorgen. Am Nachmittag kurz von Basel nach Zürich ins Radiostudio SFR, Interview mit Zambo (Projekt "Hammerbuch"), dann zurück nach Basel. Auf dem Weg zu Hausfrau Hanna zum Znacht.
Ja, und dann traf er mich eben, der Gedanke. Einen Moment hielt ich die Luft an. Dann atmete ich weiter :-). Ja, das ist jetzt also mein normales Leben. Hätte man mir das vor 10 Jahren gesagt, hätte ich laut gelacht.

PS: Das normale Leben ging mit drei Lesungen in drei verschiedenen Ortschaften am Donnerstag und zwei Lesungen in zwei verschiedenen Ortschaften am Freitag weiter. Und heute fahre ich nach Winterthur an einen Workshop des Slam Poeten Richi Küttel, den Autillus organisiert hat.

Kommentare:

Rabenblut hat gesagt…

Aber ich verstehe das richtig, ja? Dein neues Leben gefällt Dir.
Für mich klingt das so, als würdest Du in Deinem Leben sehr interessante Begegnungen machen. Langweilig wird es Dir bestimmt nicht, oder?

Liebe Grüße
Nikola

bugsierer hat gesagt…

was für ein künstlerlotterleben – beneidenswert.

wünsche weiterhin gutes gelingen.

Alice Gabathuler hat gesagt…

Ja, Nikola, ich LIEBE es. Kommt ja noch dazu, dass ich im März auch in Leipzig war, an der Buchmesse, wo ich ebenfalls sehr spannende Leute getroffen habe.
PS: Richi Küttel war genial :-)

Mia hat gesagt…

Gab's auch eine kleine Einführung von Herrn Küttel in die Welt der Werk- und Förderbeiträge?
;-)

Alice Gabathuler hat gesagt…

@Mia: Nein, aber er hat erzählt, wie er die grossen Slams organisiert. Ich habe mich alleine vom Zuhören überarbeitet gefühlt ;-)

Jutta Wilke hat gesagt…

Liebe Alice,
ich hatte fast die gleichen Gedanken, als ich vergangene Woche ein Gespräch mit einer Buchhändlerin führte. Sie fragte mich nach meinen aktuellen und den geplanten Projekten und ich erzählte ihr von dem Kinderbuch für Verlag A und dem Jugendkrimi für Verlag B, ach ja und dann erscheint in Verlag B im Sommer ja schon ein Mädchenbuch, nicht zu vergessen die Erstleser, die dann im Herbst erscheinen. Ich erzählte ihr von meinen Workshops für Grundschüler und den angedachten Holundermond-Lesungen und plötzlich hatte ich dieses Gefühl: Bin das wirklich ich, die da redet? Ist das die Frau, die vor drei Jahren noch davon geträumt hat, überhaupt mal nur mit einer einzigen winzigen Geschichte veröffentlicht zu werden? Die beim Einschlafen, beim Aufwachen, beim Zeitungenaustragen, beim Kinderhüten, beim Haushalten ihren Traum vom eigenen Buch geträumt hat?
Und jetzt - stecke ich mittendrin in meinem Traum! Und es ist einfach nur wunderbar!

Liebe Grüße
Jutta

Alice Gabathuler hat gesagt…

@Jutta: Na ja, vielleicht müsste ich (ehrlichkeitshalber) noch anfügen, dass ich nach solchen Marathons öfters total geschafft in den Seilen hänge. Aber auch das ist okay :-) Es ist immer noch - wie du schreibst - wunderbar.