Montag, 14. Februar 2011

schweiz, schweizer am schweizerischsten

Den Tatort vom 17. April 2011 können wir (noch) nicht gucken. Er wurde zurück ins Überarbeitungscamp geschickt. Eine der Begründungen: zu viele Schweizer Klischees. Aha.

Vielleicht sollte man unter diesem Aspekt auch unsere Parteien zurück ins Überarbeitungscamp schicken:

SVP: "Schweizer wählen SVP."
FDP: "Aus Liebe zur Schweiz."
CVP: "Keine Schweiz ohne uns."
BDP: "Wir finden Schweizer Frauen einzigartig."

Das macht mich dann
- im Fall der SVP zur Nichtschweizerin
- im Fall der FDP zur Lieblosen
- im Fall der CVP zur Landesabschafferin
- im Fall der BDP uneinzigartig (denn ich bin ja keine Schweizerin).

Und falls jemand fragen wollte: Nein, bei den anderen Parteien sieht es nicht besser aus.

Grünliberale: Jetzt. Aber auch morgen. (Was passiert jetzt? Und was vielleicht morgen? Und was ist mit übermorgen?)
Grüne: Echt grün. Echt stark. (Echt?)
SP: Ja. (Ja, was ...?)

PS: Im Herbst sind Wahlen. Ich bin ratlos wie nie zuvor.

Kommentare:

bugsierer hat gesagt…

tja, liebe alice, du bist nicht allein mit deiner ratlosigkeit.
die slogans der bürgerlichen sind unter aller kanone. mit einem ähnlichen absolutheitsanspruch, wie ihn die kirche pflegt. fröstel.
die linken sind einer sloganitis verfallen, die so gar nicht zu ihren anliegen passen wollen. v.a. das sp-"ja" ist sehr schlimm. hüstel.

Bobsmile hat gesagt…

Das ist wirklich eine der besten Zusammenfassung der aktuell herrschenden Politdogmen, herrlich wie du das ganze Parteigesülze auf den Punkt bringst. Ich freue mich jetzt schon auf den warmen Sommer und den heissen Herbst ...

Gruss vom Heimat- und lieblosen, nicht schweizerischen und einzigunartigen Bobsmile.