Mittwoch, 6. Oktober 2010

Und dann wischt eine Schlagzeile alles Gute weg

Du steigst in den Zug. Gerade noch erwischt. 30 Sekunden vor der Abfahrt. Die Lesung, die hinter dir liegt, war fantastisch. Und dann siehst du das Bild. Es springt dich an, von unzähligen Abendausgaben einer Zeitung. Denkst: Ah, schon wieder ein neues Album. Eine neue Tour. Dann liest du den Text. Und alles Gute ist einfach weg.

Steve Lee ist tot. Der Mann, der mir mit seiner Band einige der besten Momente meines Lebens geschenkt hat. Der mich zum Singen, Lachen, Tanzen gebracht hat. Der mir den Kick gegeben hat, E-Gitarrenunterricht zu nehmen.

Du hoffst, dass sie sich irren. Die Zeitung zu früh gedruckt haben. Weil so einer nicht sterben kann. Weil so einer nicht sterben darf. Und du weisst, dass diese Hoffnung völlig sinnlos ist. Sitzt mitten in einem total überfüllten Bahnwagen und bist so allein wie schon lange nicht mehr.

1 Kommentar:

Eric hat gesagt…

Habs gestern Abend als ich von der Arbeit nachhause fuhr auch gerade erfahren. Obwohl ich mich nie richtig für Gotthard begeistern konnte, ging es mir ähnlich. Zu Beginn dachte ich, dass die sich irren müssen und war total schockiert.
Mich hat es damals auch wie ein Schlag getroffen, als ich erfuhr, dass einer meiner grössten Helden (Jim Cherry) mit 32 Jahren an einem Herzversagen starb (und dass ohne dass er irgendwelche Drogen nahm). LeRoi Moore, einer der besten Saxophonisten dieser Zeit, starb ebenfalls an einem Autounfall vor zwei Jahren.
Es sind immer die Guten die viel zu früh gehen müssen.
Leider muss ich gerade diese traurige Nachricht lesen, wenn ich es endlich einmal auf deinen Blog schaffe.
Naja erhol dich gut von dem Schock.
Man sieht sich in zwei Wochen wieder.