Montag, 22. Dezember 2008

Lieber Hanspeter, das nette Handzeichen ...

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.... verwende ich lieber an solchen Anlässen:



Auf den ersten 40 Sekunden des Videos könnte der nette Herr, den Du im Kommentar erwähnst, übrigens lernen, wie man so was richtig macht, ohne wie der Depp der Nation auszusehen.

Kommentare:

Hanspeter Gautschin hat gesagt…

Danke, Alice, dass Du extra für mich einen Beitrag hochschaltest! Zum Buchumschlag: Ich persönlich finde es nicht so gut, solche Symbole zu verwenden. Die haben nämlich schon einen (okkulten) Untergrund. Da ich weiss, dass Du "Atheistin" bist, kann ich es Dir nachempfinden, dass Du diese Hand-Geste einfach als "cool" anschaust. Für mich jedoch ist's mehr: Satanismus pur. Oder einfacher ausgedrückt: Destruktiv.

Nix für ungut.

Alice hat gesagt…

Lieber Hanspeter

Nein, für ungut nehme ich das nicht :-) Aber ich würde gerne etwas mehr dazu sagen.

Das Wort Satanismus würde ich sehr, sehr vorsichtig verwenden. Da du meine Nichtreligion ansprichst, erlaube ich mir, eine Antwort zu geben, die unter anderem mit Religion, vor allem aber mit Symbolen zu tun hat: Es gibt Leute, die tragen ein Christenkreuz um den Hals und prügeln zuhause ihre Kinder windelweich, und es gibt Leute, die tragen Schmuck mit "Satanssymbolen" und sind dabei äusserst friedfertig und tolerant. Es gibt Leute, die gehen in die Kirche und stellen sich nach dem Frühgottesdienst in eine Klasse Jugendlicher, die sie dann bis aufs Blut plagen (ja, ich kannte so einen) und es gibt Leute, die gehen an ein Konzert, halten ihre Hände in die Höhe, brüllen zusammen mit Iron Maiden "Number of the Beast" und gehen dann friedlich nach Hause.

Und dann gibt es das Umgekehrte. Und dann noch ganz viele Schattierungen dazwischen. Die Welt ist nicht schwarz und weiss. Es gibt Leute, welche Symbole und Rituale sehr ernst nehmen (und damit entweder Gutes oder Schreckliches tun), und dann gibt es jene, welche nicht einmal mehr die Bedeutung davon kennen. Oder sie kennen die Bedeutung zwar, leben aber nicht die Philosophie dahinter (das gilt sowohl für den Träger von "Satansschmuck" wie den Träger des Christenkreuzes).

Was ich damit sagen will: Ich würde mich davor hüten, wegen eines Handzeichens (oder Schmuck oder Kleidung) gleich von Satanismus zu sprechen. Das Destruktive liegt für mich in den Vorurteilen, nicht in den Zeichen und Ritualen. Ich überlasse meiner Tochter das Schlusswort. Sie ist (aufgrund von Kleidung, Schmuck und Schminke) öfters der Teufelsanbetung bezichtigt worden -das ging hin bis zum Versuch, sie an der Schule zur Aussenseiterin zu machen. Sie hat dazu gesagt: "Die hassen mich. Das ist ihr Problem. Wenn sie nur an die Oberfläche schauen und nicht sehen wollen, wer ich wirklich bin, kann ich ihnen nicht helfen."
PS: Es ist beim Versuch geblieben. Die meisten haben tatsächlich gemerkt, was hinter der Oberfläche steckt.

Hanspeter Gautschin hat gesagt…

Einverstanden. Unter sog. "Kirchen-Gläubigen" gibt's mehr "dunkle Typen" als anderswo.
Nur: Ich unterschätze die Macht von Symbolen nicht (mehr)...

Matthias hat gesagt…

Diese Geste ist doch ganz einfach das internationale Zeichen für "Party!". Für die Kids hat das hat mit bösem Satanismus etwa soviel zu tun wie ein Verkehrsschild.