Dienstag, 19. August 2008

Autorenparanoia, Teil 1

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Gestern Abend auf dem Weg nach Hause. Auf dem Rücksitz der Laptop, schön fixiert durch die Schultasche. Ich bog in meine Wohnstrasse ein, aus dem Lautsprechern klang nicht ganz so laut wie sonst (es war um zehn Uhr abends) Come alive von Gotthard. Ich sang also (auch etwas leiser als sonst) vor mich hin, als plötzlich von rechts eine schwarze Katze auf die Strasse zurannte. Ich weiss, ein grässliches Klischee, aber das Viech war wirklich schwarz.


Vollbremsung. Ein dumpfes Geräusch. Keine Bange! Der Katze geht es gut. Sie huschte knapp vor meinem Wagen über die Strasse. Aber mein Laptop - den hatte es erwischt.


Auf diesem Laptop befinden sich zur Zeit: Ein Manuskript in letzter Überarbeitung und zwei begonnene Geschichten. Normalerweise sichere ich alles doppelt und dreifach (mehr dazu in ein anderes Mal, im Teil 2 der Autorenparanoiageschichte), aber genau diesmal hätte ich so ziemlich alles verloren, wenn die Festplatte sich für immer verabschiedet hätte.


Ich stieg also eine knappe Minute später ziemlich gebeutelt aus meinem Wagen und stellte den Laptop in eine Ecke. So was nennt man Verdrängungstaktik, glaube ich. Erst heute Morgen habe ich das Maschinchen eingeschaltet ...

... Es funktionierte noch. Beinahe hätte ich das Dingens geküsst.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

"... Es funktionierte noch."

Nicht auszudenken, wenn die Katze von links gekommen wäre!

Abergläubische Grüße,
Katja