Montag, 20. August 2007

Schreibsessel

Sohnemann sei Dank! Ich habe endlich einen Schreibsessel.

Als Abendschreiberin habe ich ein kleineres Problem. Überall im Haus, wo es gemütlich ist, lärmt es aus irgendeinem Gerät (nein, die Katze schliesse ich hier nicht ein; dazu miaut sie zu selten). Mein Rückzugsgebiet ist das Schlafzimmer, und so schreibe ich seit Wochen am Abend im Bett.

Wenn Ihr jetzt denkt, das sei was Schönes, muss ich Euch enttäuschen. Spätestens nach einer oder zwei Stunden wird es unbequem. Danach grausam unbequem. Und wenn ich schlussendlich schlafen will, ist es im Bett heiss wie in einer Sauna (sowohl der Laptop als auch ich geben Wärme ab); manchmal kommt noch die Katze dazu (weil sie keinen Lärm macht, darf sie).

Gestern habe ich Sohnemann nach seinem Sessel gefragt. Es ist ein sackstarkes Stück, das er aus dem Sperrmüll gerettet hat. Schwer wie sonstwas, altmodisch wie sonstwas, bequem wie sonstwas. Der Thron der Queen verblasst dagegen. Nun steht dieses Möbel bei mir im Schlafzimmer, und wenn ich dem Verlag mein drittes Buch geschickt habe, an dem ich schreibe wie eine Wilde, werde ich den Sessel fotografieren. Nicht, dass er besonders schön wäre. Aber praktisch. Und genau das, was ich brauche.

Kommentare:

Bianca hat gesagt…

Du machst einen direkt neidisch ;o)
Zwar nicht auf die Arbeit, da will ich nicht mit dir tauschen, denn das hört sich so an, als würde jeder Mensch daran verzweifeln und zugrunde gehen, aber auf den Sessel. Beim nächsten Sperrmüll halte ich auch Ausschau, leider ist bei mir nicht mehr sehr viel Platz für einen gemütlichen Sessel und einen Laptop habe ich auch nicht. An beidem kann man aber arbeiten ;o)
Jedoch ist es bei mir immer recht ruhig, daher kann ich mich selten beklagen.

Dir noch viel Durchhaltevermögen bis zur Abgabefrist und auf dass du gut durchkommst! Ohne gerissene Nerven ... :o)

Alice hat gesagt…

Hallo Bianca

Weisst du, was mich am meisten ärgert? Da stand eine komplette Garnitur. Zwei Sessel, ein Sofa.

Sohnemann schleppte den Sessel auf seinem Skateboard an, da das Dingens viel zu schwer war, um getragen zu werden. Ich sah den Sessel, verliebte mich in ihn und fragte: "Hat es davon noch mehr?"
"Ja, aber den Gerümpel musst du selber holen - mir reicht der Krampf, den ich mit diesem Ding da hatte", kam die promte Antwort.

Ich hatte keine Lust auf Möbelschleppen. Gut, ein Sofa hätte auch keinen Platz bei uns gehabt (und wohl auch nicht auf dem Skateboard), aber wegen des zweiten Sessels könnte ich mir heute noch in den Hintern beissen.

Das mit der Arbeit ist überhaupt nicht schlimm. Ich kann jeden Tag stundenlang mit meinen Pappenheimern aus der Geschichte verbringen, deren Leben um einiges aufregender ist als meins. Und zum Glück trampeln ab und zu meine eigenen Pappenheimer (die aus Fleisch und Blut) in mein Zimmer, plaudern mit mir und bringen mich zum Lachen.

Alice

Bianca hat gesagt…

Auf einem Skateboard? Sehr verwunderlich, aber wenn es klappt.
Hätte ich mir die Mühe gemacht, die sich dein Sohn da gemacht hatte, ich hätte den Sessel allein deshalb schon behalten ;o)